Der Nachhaltigkeits-Zug nimmt Fahrt auf

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Symbolbild Nachhaltigkeit
Die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der UN betreffen ganz zentral den Klimaschutz, gehen aber weit darüber hinaus. Nachhaltigkeit umfasst ökologische, soziale und wirtschaftliche Herausforderungen.
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Das Wirtschaftsparlament setzt auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Ein wichtiger Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der WK Tirol ist das Bekenntnis, bis 2035 klimaneutral zu sein.

Für 81 Prozent der Tiroler Unternehmen ist es wichtig bzw. sehr wichtig, dass sich die WK Tirol in den nächsten Jahren im Bereich Nachhaltigkeit einsetzt. Die hohe Bedeutung des Themas zieht sich quer über alle Branchen und Betriebsgrößen. Das ist ein klarer Auftrag der Mitglieder an die Wirtschaftskammer und zeigt, dass Umwelt- und Klimaschutz längst bei den Tiroler Betrieben angekommen sind. Die WK nimmt diesen Ball auf und hat Nachhaltigkeit zu einem ihrer strategischen Ziele erklärt.

Die Wirtschaftskammer unterstreicht dieses klare Bekenntnis zu nachhaltigem Handeln mit einem gemeinsamen und einstimmig beschlossenen Antrag aller Fraktionen. Die Forderungen der Tiroler Wirtschaftsvertreter beziehen sich auf die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs, Sustainable Development Goals) der UN. „Die Tiroler Wirtschaftsvertreter beweisen mit diesem gemeinsamen Antrag, dass sie an einem Strang ziehen“, so Christoph Walser, „Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind unumgänglich und bieten zugleich attraktive Geschäftsfelder für heimische Betriebe.“ Damit das große Ziel des Klimaschutzes erreicht werden kann, fordert Walser die Politik auf, die innovative Kraft der Wirtschaft zu nutzen.

Technologieoffener Zugang wesentlich

Vizepräsidentin und EU-Abgeordnete Barbara Thaler berichtete dem Wirtschaftsparlament über die aktuellen Entwicklungen im Klimaschutz auf europäischer Ebene. Die WK-Vizepräsidentin hob die Möglichkeiten hervor, die in diesem Bereich für Tiroler Firmen liegen und nannte die Voraussetzungen für die Umsetzung aus ihrer Sicht: die Wettbewerbsfähigkeit Europas müsse ebenso wie die soziale Balance erhalten bleiben. Für die Wirtschaft sei ein technologieoffener Zugang wesentlich, um den Innovationsspielraum möglichst groß zu halten.

„Die WK Tirol nimmt ihre Verantwortung wahr und hat sich das Ziel gesteckt, bis 2035 für die eigene Organisation Klimaneutralität zu erreichen“, erklärte Christoph Walser. Das soll mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen erreicht werden: Die Sanierungsstrategie 2035 zielt darauf ab, die Gebäude der WK Tirol in allen Bezirken energieautonom zu machen. Dazu soll der Strom weitestgehend mittels Photovoltaik selbst erzeugt werden und beim Energieverbrauch eine Abkehr von fossilen Brennstoffen erfolgen. Die eigenen Mobilitätserfordernisse werden zukünftig durch E-Fahrzeuge gedeckt. Bei allen Einkäufen wird ein strenger Maßstab angelegt, der dem „Leitfaden für nachhaltige Beschaffung“ verpflichtet ist.

Ein gemeinsames Ziel

Darüber hinaus sollen zahlreiche Initiativen Nachhaltigkeit in die Breite bringen: So fördert die WK Tirol mit der Kampagne „Ja zu Tirol“ den Kauf regionaler Produkte, sorgt mit der Stiftungsprofessur „Aktive Mobilität“ für frischen Wind bei nachhaltigen Verkehrslösungen und unterstützt mit dem geplanten WIFI-Kursangebot zum „Zertifizierten Nachhaltigkeitsberater“ die Betriebe bei ihren Anstrengungen in diesem Bereich.

Diese verschiedenen Ansätze haben alle ein gemeinsames Ziel: Den Betrieben Nachhaltigkeit als Chance näherzubringen und das Bekenntnis zum Klimaschutz in ganz konkrete, messbare Schritte umzusetzen. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Dieses Motto ist für kaum einen anderen Bereich so aktuell wir für das Zukunftsthema Nachhaltigkeit“, betont Wirtschaftskammerpräsident Christoph Walser.

Hermann Lindner (Liste Industrie), Stefan Gleinser (NEOS/UNOS), Michael Carli (Grüne Wirtschaft), Winfried Vescoli (Freiheitliche Wirtschaft), Michael Kirchmair (Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband), WK-Präsident Christoph Walser sowie Reinhard Mayr (Tiroler Wirtschaft - Banken & Versicherungen, v.l.).
Setzen sich für mehr Nachhaltigkeit in der Wirtschaft ein: Hermann Lindner (Liste Industrie), Stefan Gleinser (NEOS/UNOS), Michael Carli (Grüne Wirtschaft), Winfried Vescoli (Freiheitliche Wirtschaft), Michael Kirchmair (Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband), WK-Präsident Christoph Walser sowie Reinhard Mayr (Tiroler Wirtschaft - Banken & Versicherungen, v.l.).
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