Ausbildungsplanung – mehr Qualität für die Lehre

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Grundlage für die Ausbildungsplanung ist die Ausbildunsordnung bzw. das Berufsbild.
Grundlage für die Ausbildungsplanung ist die Ausbildunsordnung bzw. das Berufsbild. Die Harisch Hotels gehen auf die Bedürfnisse der Lehrlinge ein.
© Harisch Hotels

Ein wesentlicher Beitrag zu noch mehr Qualität in der dualen Ausbildung ist eine entsprechende Qualitätskontrolle. Diese kann durch eine geeignete Ausbildungsplanung sichergestellt werden.

Die Harisch Hotels in und um Kitzbühel stehen für Luxus, Servicequalität und Wohlbefinden und gehören mit ihren elf Betrieben zu den wichtigsten Arbeitgebern im Tiroler Unterland. Derzeit werden dort drei Lehrlinge in den Bereichen Küche, Restaurant und eine Hotel- und Gastgewerbeassistentin ausgebildet. Lehrlingsbetriebe sind vor allem die fünf Hotels Schwarzer Adler, Weisses Rössl, Lebenberg Schlosshotel, Lisi Family Hotel und Hotel Goldener Greif. „Wir möchten junge Menschen von unserer Passion zur Hotellerie und Gastronomie überzeugen und unser Wissen weitergeben, um herausragende Fachkräfte für die Zukunft zu formen“, erklärt Julia Erber, People & Culture Mangerin der Harisch Hotels Kitzbühel.

Ausbildungsplan

Grundlage für die Ausbildungsplanung und -gestaltung ist die Ausbildungsordnung bzw. das Berufsbild. Das Berufsbild ist eine Art „Lehrplan“ für den Lehrbetrieb und zeigt, welche Ausbildungsinhalte in welchem Lehrjahr vermittelt werden sollen. Die Lehrlingsausbildung hat in den letzten Monaten einen noch stärkeren Fokus bei den Harisch Hotels erhalten. Die Lehrlinge von heute sind die Fachkräfte von morgen. So wird in den Hotels sehr viel Wert daraufgelegt, dass jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter dieselben Chancen bekommen, sowohl zur persönlichen als auch fachlichen Weiterentwicklung.

In einem Ausbildungsplan wird vom Lehrlingsausbilder festgelegt, welche Fähigkeiten der Lehrling wann erlernt. Bei der Gestaltung gibt es unzählige Möglichkeiten: Formulierung von Ausbildungszielen, Rotationspläne oder Arbeiten mit Wochenaufgaben. Das wird auch bei den Lehrlingen in den Harisch Hotels umgesetzt: „Zum einen nutzen wir den Ausbildungsplan als Orientierungshilfe um zu sehen, was genau erreicht oder gelehrt werden sollte. Zum anderen zeigt der Ausbildungsplan auch den Fortschritt und den Lernerfolg, den der Lehrling bereits gemeistert hat.“

Win-win-Situation

Eine gut vorbereitete Ausbildungsplanung und -dokumentation erfordert eine gute Vorbereitung, Organisation und einen gewissen zeitlichen Mehraufwand. Es stellt den optimalen Ausbildungsablauf sicher und je besser die Ausbildungsdokumentation erfolgt, umso erfolgreicher wird der Lehrling ausgebildet und hat später die besten Bedingungen für das weitere Berufsleben. Sozusagen eine Win-win-Situation für Lehrling und Ausbildungsbetrieb.

In der Gestaltung gibt es verschiedene Methoden, denn nicht jeder Lehrling möchte gleichbehandelt werden und nicht für jeden Ausbilder ist die gleiche Methode passend: „Am Start der Woche wird mit den Lehrlingen der Dienstplan, die Aufgaben und die dazu passenden Punkte im Ausbildungsplan besprochen. Gemeinsam wird entschieden, welche Punkte in der Woche besonders betrachtet und mit Fokus bearbeitet werden“, erklärt Julia Erber die Ausbildungsplanung in den Harisch Hotels in Kitzbühel und fügt hinzu: „Der Ausbilder teilt sich die Zeit so ein, dass er dem Lehrling zu einer ruhigen Zeit, beispielsweise etwas über Wein erzählt. Am Ende der Woche schreibt der Lehrling seinen Wochenrückblick mit folgenden Punkten: Welche Arbeiten habe ich diese Woche hauptsächlich gemacht? Was habe ich Neues gelernt?“.

Individualität

Dieselbe Aufgabe erfüllen die Auszubildenden auch zu Monatsbeginn. Um die Individualität der Lehrlinge zu fördern, wird in der Lehrlingsausbildung bei den Harisch Hotels nicht mit vorgefertigten Methoden, sondern mit Zielen gearbeitet. Es wird ein Lehrziel mit Zeitrahmen festgelegt, der Lehrling dokumentiert seinen Lernerfolg im Berichtsheft und am Ende des Monats wird kontrolliert, was erfolgreich umgesetzt wurde. „Grundsätzlich gehen wir bei einer Lehrausbildung stark auf den Menschen ein. Wenn ein Lehrling großes Interesse an einem Fachbereich zeigt, wie beispielsweise Wein, dann werden neben den alltäglich Aufgaben, fokussiert Weinthemen besprochen“, erklärt Erber.

Bei den Harisch Hotels arbeiten zahlreiche Fachexperten, die ihr Wissen gerne teilen und peu à peu an den Lehrling weitergeben. „Bei uns haben die Lehrlinge die außergewöhnliche Möglichkeit, nicht nur in einem Hotel oder Restaurant die Ausbildung zu machen. Alle unsere elf Betriebe in und um Kitzbühel sind einzigartig auf ihre Weise, was für Lehrlinge sehr abwechslungsreich und spannend sein kann. Ziel ist es, einen Stammausbildungsbetrieb zu haben, trotzdem aber auch die Operative der anderen Betriebe kennenzulernen und dort effektiv zu arbeiten.“

Weitere Informationen zu Vorlagen für die Ausbildungsplanung: tirol-lehrling.at