Die Kaufbereitschaft ist laut Konsumklima-Index speziell bei größeren Anschaffungen wie Autos, Möbel oder Küchen sehr zurückhaltend.
Die Kaufbereitschaft ist laut Konsumklima-Index speziell bei größeren Anschaffungen wie Autos, Möbel oder Küchen sehr zurückhaltend.
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Das Konsumklima wird frostig

Die Kaufbereitschaft ist speziell bei größeren Anschaffungen wie Autos, Möbel oder Küchen sehr zurückhaltend. Für den Handel ist die Lage angespannt.
© WK Tirol/Christian Vorhofer

Die hohen Energiepreise treffen Haushalte und Unternehmen und das Konsumklima wird deutlich kühler. Es braucht wirksame Unterstützungen, um die Balance zwischen Angebot und Nachfrage zu stabilisieren.

Über die akuten Probleme bei Energie und Arbeitskräften hinaus ziehen über Tirols Betriebe weitere dunkle Wolken auf: Das Konsumklima wird frostig – und damit schwächelt der Absatz bei Waren und Dienstleitungen.  „Wie zu erwarten, schlägt die aktuelle Teuerungswelle deutlich auf das Konsumklima: Mit einem Wert von minus 19 Prozent erreicht der Tiroler Konsumklima-Index einen historischen Tiefpunkt“, erklärt der Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik, Innovation und Nachhaltigkeit der WK Tirol, Stefan Garbislander.

Während es bei Anschaffungen im mittleren Preisniveau nur leichte Zurückhaltung gibt, stehen die Haushalte bei größeren Anschaffungen deutlich auf der Bremse: 52 % sehen den aktuellen Zeitraum für größere Anschaffungen als ungünstig, nur 5 % als günstig. Wie ernst die Lage ist, zeigt sich beim Blick auf den Bereich Energie: 84 % der Tirolerinnen und Tiroler geben an, dass sie mit Energie sparsamer umgehen. Bei niedrigeren Einkommensstufen kommt es dadurch für bis zu 40 % der Befragten zu Einschränkungen in ihrer Lebensqualität. Dass unter diesen Bedingungen nur wenig für den Konsum übrigbleibt, liegt auf der Hand.

Diese Abkühlung beim Konsumklima unterstreicht die Notwendigkeit zum Handeln für die Politik, speziell was das Thema Energiepreise betrifft. Da die Haushaltsbudgets der Konsumentinnen und Konsumenten enger werden, können die Betriebe ihre steigenden Energiekosten nicht eins zu eins auf die Preise für ihre Produkte und Dienstleis-tungen umlegen. „Das würde die Möglichkeiten der Konsumentinnen und Konsumenten überfordern. Daher braucht es unbedingt Unterstützungen für die Tiroler Betriebe, damit die Balance bei Angebot und Nachfrage aufrecht erhalten bleibt“, fordert WK-Präsident Walser.

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