Wintertourismus Wildspitzbahn
Wintertourismus Wildspitzbahn
Aktuelles

Energiemanagement ist das Gebot der Stunde

Beherbergung, Gastronomie und Seilbahnen – die Kernbranchen im heimischen Tourismus - haben einen Anteil von lediglich 1,55 % am österreichischen Endenergieverbrauch.
Beherbergung, Gastronomie und Seilbahnen – die Kernbranchen im heimischen Tourismus - haben einen Anteil von lediglich 1,55 % am österreichischen Endenergieverbrauch.
© Tirol Werbung

Die heimischen Tourismusbetriebe investieren seit Jahren in Energieeffizienz, was sich in deutlich sinkendem Energieverbrauch niederschlägt.

Energieeffizienz und Energiesparen sind für sämtliche Branchen derzeit das Thema Nummer eins. Diese Anstrengungen betreffen selbstverständlich auch den in Tirol starken Tourismus. „Die Tourismusbranche wird regelmäßig überschätzt, wenn es um den Energieverbrauch geht – und unterschätzt, was die Investitionen in Energieeffizienz betreffen“, erklärt der ehemalige Tourismus-Spartenobmann und jetzige Wirtschaftslandesrat Mario Gerber, „trotz vergleichsweise geringem Energieverbrauch arbeitet die Branche intensiv daran, Umwelt- und Klimaschutzziele zu erreichen, noch energieeffizienter zu wirtschaften, noch sorgsamer mit den Ressourcen umzugehen und noch stärker auf erneuerbare Energiequellen umzusteigen“. Aktuelle Leitfäden und Tipps zum Energiesparen sind weitere Schritte in diese Richtung.

Erneuerbare Energien

Die Sektoren Beherbergung, Gastronomie und Seilbahnen – die Kernbranchen im heimischen Tourismus – haben laut Umweltbundesamt einen Anteil von 1,55 % am österreichischen Endenergieverbrauch. Seit Jahren setzt die Tourismusbranche Maßnahmen, um einerseits den Energieverbrauch zu reduzieren und andererseits die Energieträger zu diversifizieren. Dies zeigt sich einerseits am Anteil der erneuerbaren Energie, der laut Statistik Austria von 36 % im Jahr 2008 auf 54 % im Jahr 2019 gestiegen ist. Damit liegen diese Bereiche deutlich über dem österreichischen Durchschnittswert von 34 % sowie über dem Zielwert der EU-Vorgabe, bis 2030 einen Anteil von 50 % zu erreichen. Andererseits konnte der Energieverbrauch pro Nächtigungen in der Beherbergung innerhalb von zehn Jahren um 54 % reduziert werden.

Mario Gerber
Mario Gerber, Wirtschaftslandesrat

Energiemanagement

Die Wirtschaftskammer unterstützt die Betriebe intensiv bei ihren Bemühungen. In Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern gibt es seit 2009 einen Energiemanagementleitfaden. In der aktualisierten fünften Auflage von „Energiemanagement in der Hotellerie und Gastronomie“ werden die wichtigsten Sofortmaßnahmen für Betriebe behandelt. Neben einem Energie-Selbstcheck und einem umfangreichen Beratungsangebot werden auch Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten übersichtlich dargestellt. „Ein gutes Energiemanagement macht Betriebe weniger abhängig von Märkten und Anbietern und unterstützt beim Kostensparen“, erklärt Mario Gerber.

Strategiepapier

Das Strategiepapier „Wintertourismus 2022/23“ listet maßgeschneidert auf die aktuelle Situation zum Thema Energie auf, was es für eine funktionierende Wintersaison 2022/23 braucht und welche Entlastungen und Unterstützungen notwendig sind. Darüber hinaus haben Wirtschaftskammer und Fachverbände Energiespartipps für die Wintersaison 2022/23 zusammengestellt, um die Umsetzung kurzfristiger Maßnahmen zu unterstützen.

Weitere Infos: Leitfaden Energiemanagement Energieverbrauch des Tourismus Tourismus Factsheet