Fotovoltaikanlage Freudenthaler
Fotovoltaikanlage Freudenthaler
Aktuelles

Den Standort Tirol krisenfest machen

Unternehmen brauchen Unterstützung beim Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Neben zahlreichen Tiroler Betrieben geht auch das Entsorgungsunternehmen Freudenthaler mit seiner neuen Fotovoltaik-Anlage (am Bild) als gutes Beispiel voran.
© Freudenthaler

Für WK-Präsident Christoph Walser ist die rasche Bildung der neuen Landesregierung ein Zeichen der Stabilität. Die WK Tirol wird das Regierungsteam in allen Fragen des Standorts unterstützen.

Stabile Verhältnisse inmitten eines instabilen internationalen Umfelds – das ist für Präsident Christoph Walser eine wesentliche Grundlage, um die regionale Entwicklung positiv voranzutreiben: „In Zeiten wie diesen zählt Stabilität – und die gibt es nun mit der neuen Landesregierung in Tirol“, hält Walser fest. „Eine zentrale Rolle nimmt aus unserer Sicht das Ressort Wirtschaft und Tourismus ein, dem mit Mario Gerber eine Persönlichkeit vorsteht, die aufgrund ihrer unternehmerischen Erfahrung und dem langjährigen Engagement in der Interessenvertretung große Kompetenz mitbringt“, erklärt Christoph Walser.

Auch mit der wirtschaftsnahen Cornelia Hagele besteht eine ausgezeichnete Gesprächsbasis. „Insbesondere ihr Ressortbereich Bildung ist für die Fachkräfte der Zukunft essenziell. Die Modernisierung und Aufwertung der dualen Ausbildung in den letzten Jahren zeigt in Form steigender Lehrlingszahlen konkrete Erfolge. Diesen Weg müssen wir unbedingt fortsetzen“, betont der WK-Präsident. Die Regierungsmitglieder können in allen Wirtschaftsfragen auf die verlässliche Partnerschaft der WK Tirol zählen, um gemeinsam den Standort krisenfest zu machen.

Im mehr als 70 Seiten umfassenden Regierungsübereinkommen wurden viele Forderungen der Wirtschaftskammer Tirol aufgenommen. „Wir haben den Entscheidungsträgern im Land bereits vor der Landtagswahl unser Wirtschaftsprogramm „Weichenstellung für die Zukunft Tirols“ übermittelt. Es liefert in allen wirtschaftsrelevanten Fragen praxistaugliche Detaillösungen, die weitgehend berücksichtigt wurden“, erklärt der WK-Präsident. Im Koalitionspakt finden sich zahlreiche dieser Vorschläge – vom Rechtsanspruch zur Kinderbetreuung über die Unterstützungen für Gründer:innen und Start-ups bis hin zur Vereinfachung von Genehmigungsverfahren, der Digitalisierungsförderung und dem leistbaren Wohnen.

WK-Präsident Christoph Walser
WK-Präsident Christoph Walser

Besonders erfreulich ist für den WK-Präsidenten, dass es seitens der Landesregierung ein klares Bekenntnis zu erneuerbaren Energien gibt und auch der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur sowie die Umsetzung der Wasserstoffstrategie verankert wurden. „Der Ausbau der Fotovoltaik und vor allem der Tiroler Wasserkraft sind alternativlos, um die angepeilte Energieautonomie zu erreichen“, betont Walser. Im Koalitionspapier findet sich zudem die von der Wirtschaftskammer angeregte Berücksichtigung der Dekarbonisierung in der neuen Tiroler Wirtschaftsförderung. „Diese wird es brauchen, um insbesondere kleinere Betriebe beim Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu unterstützen“, erklärt Walser.

Was den Verkehrsbereich betrifft, hebt Walser das wichtige Bekenntnis zur Umsetzung der Fernpass-Strategie sowie von Umfahrungsprojekten hervor, mahnt aber den Bau von Terminals ein: „Die Wirtschaft bekennt sich zur Verlagerung von der Straße auf die Schiene. Aber dazu braucht es leistungsfähige Verladeterminals, die sowohl regional als auch überregional derzeit fehlen. Ohne diese Schnittstellen bleibt die Verlagerung ein frommer Wunsch.“

„Die kommende Legislaturperiode ist entscheidend für die weitere Zukunft des Standortes Tirol. Es gilt, die richtigen Antworten auf die akuten Krisen zu finden und die Voraussetzungen für die Energie- und Klimawende zu schaffen. Das erfordert den Schulterschluss zwischen Regierung, Sozialpartnern, Betrieben und Mitarbeitern. Wir müssen nicht in jeder einzelnen Frage derselben Meinung sein – aber mit Respekt, Dialogbereitschaft und Handschlagqualität zu tragfähigen Lösungen kommen“, betont Walser.