Markus und Martin Decker
Markus und Martin Decker
Alles Unternehmen

Allen Anforderungen gewachsen

Markus und Martin Decker (v.l.) im Lager ihrer Tischlerei. Für den erfahrenen Geschäftsführer ist es wichtig, „dass die Familie das Geschäft mitträgt“.
Markus und Martin Decker (v.l.) im Lager ihrer Tischlerei. Für den erfahrenen Geschäftsführer ist es wichtig, „dass die Familie das Geschäft mitträgt“.
© WK Tirol

Markus Decker die Tischlerei Decker in Itter in zweiter Generation. Tischlertradition vereint er in seinem seit Jahren als „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“ prämierten Unternehmen mit modernster Technik.

Kreatives Design und Qualitätshandwerk zeichnen die Arbeiten der Tischlerei Decker aus. Tischlermeister Markus Decker,- der den Betrieb im Jahr 2004 von seinem Vater Kommerzialrat Josef Decker übernahm, legt ein Augenmerk auf die Verbindung zwischen Innovation und Tradition sowie ausgereifte Konzepte „mit Herz und Verstand“. Bereits 2013 begann Decker mit dem Umbau seiner Tischlerei. Nachdem 2019 in seiner Tischlerei ein Brand wütete, ergriff der Geschäftsführer beim Wiederaufbau die Chance zur erneuten Modernisierung.

Seither setzt Markus Decker verstärkt auf Technologie am Puls der Zeit. Um eine optimale Verarbeitung der Werkstücke aller Größen zu garantieren, arbeitet die Tischlerei seitdem mit CNC-Technik für alle Größenordnungen sowie mit 3D-Drucke, um plastische Modelle und Prototypen zu erstellen. Der Wert präziser und liebevoller Handarbeit wurde dadurch aber nicht geschmälert. Neben einer Maschinenwerkstatt samt Fräsroboter beherbergt die Tischlerei eine große und gut ausgestattete Handwerkstatt. „Die besten Maschinen nützen uns nichts, wenn sie nicht von einem Tischler bedient werden“, ist der Geschäftsführer überzeugt. Mit hoher Präzision und einem geschulten Auge fürs Detail gelingt es dem Unternehmen komplexe und außergewöhnliche Gestaltungsmöglichkeiten anzubieten.

Decker Handwerkstatt
Trotz aller technischer Neuerungen wird in der Tischlerei Decker großer Wert auf präzise Handarbeit gelegt.
© WK Tirol

Zusammenhalt

„Nicht alltägliche Aufträge übernehme ich gerne“, sagt Markus Decker. Herausforderungen nimmt er an, verpackt mit seinen Kund:innen ihre Wünsche in Konzepte und tüftelt an schwierigen Fragestellungen, bis er eine optimale Lösung gefunden hat. „Ein Geht-nicht gibt es bei uns nicht“, erklärt der Perfektionist das Selbstverständnis seiner Arbeit.

„Wichtig ist, dass die Familie das Geschäft mitträgt“, beschreibt er den Rückhalt, den er von zu Hause erfährt. Auch seine Frau Anna sowie die beiden Söhne Florian und Martin sowie dessen Partnerin Andrea sind im Betrieb aktiv. Für den Tischler, der sich auch leidenschaftlich in der Innung engagiert, gibt es den klassischen Feierabend nicht. Oft grübelt er bis spät am Abend über Lösungen für ausgefallene Aufträge und denkt auch in der Freizeit über die Realisierung seiner Projekte nach. Eine Eigenschaft, die er bereits an seine Söhne weitergegeben hat.

„Die Familie fängt viel auf“, freut sich der Geschäftsführer über den Zusammenhalt. So gab ihm die Familie auch nach dem Brand in seiner Firma viel Kraft. „Wir hatten immer das Bewusstsein: Wir machen weiter“, so der Tischlermeister, der nach dem Feuer eindrucksvoll seine Problemlösungskompetenz bewies. Durch die Auslagerung der Mitarbeiter:innen in befreundete Produktionen in der Region gelang es ihm, die laufenden Aufträge fortzusetzen. Bereits ein halbes Jahr später war das Firmengelände seiner Tischlerei wieder betriebsbereit, sodass die Mitarbeitenden nach kurzer Zeit an ihre angestammten Arbeitsplätze zurückkehren konnten.

Qualität aus Österreich

Weit über Österreichs Grenzen hinaus ist die Tischlerei Decker für die Qualität ihrer Arbeit bekannt und kann mit einer Vielzahl vollendeter PrestigeProjekte aufwarten. Unlängst baute Decker die Innenausstattungen von hunderten Zimmern auf Gran Canaria und gestaltete das ehemalige Wohnhaus des Miterfinders des Snowboardens, Jack Burton, in den USA im „Tiroler Stil“ um. Ein 45-köpfiges Planungs-, Handwerker- und MontageTeam kümmert sich um die tadellose Umsetzung der Aufträge. Mittlerweile helfen computergestützte Visualisierungen dabei, die geplanten Konzepte bildlich zu verdeutlichen.

„Etwa 95 % der erstellten Visualisierungen werden im Anschluss auch zu Aufträgen“, freut sich der Geschäftsführer über das hilfreiche Tool. Interessierte Kundinnen und Kunden können sich darüber hinaus bereits von der Tischlerei selbst inspirieren lassen. Das Decker-Betriebsgebäude ist verziert mit filigranen Holzarbeiten und dient so auch als eine Art Showroom. In seinem Büro zeichnet Markus Decker Skizzen und berät seine Kundschaft mit Wissen über die Eigenschaften des Materials, dessen Verarbeitung sowie der Wirkung auf den Menschen. Deckers Gefühl für klares Design und die Bedürfnisse seiner Kundschaft spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Gefräste Figuren bei Decker
Neben moderner Einrichtungen fertigt die Tischlerei auch Kugelbahnen und Schaukelfiguren für Kinderspielplätze.
© WK Tirol

Ausgezeichneter Lehrbetrieb

„Die beste Werbung ist es, wenn man das, was man macht, gut macht“, schmunzelt der Geschäftsführer und verweist auf die Kompetenz seiner Mitarbeitenden, die in seiner Tischlerei das gesamte Repertoire ihres Handwerks anwenden können und von denen er viele im eigenen Betrieb ausgebildet hat. „Bei uns trifft traditionelles Handwerk auf moderne Technik. Diese Mischung wirkt anziehend auf junge Menschen“, erklärt der Tischlermeister sichtlich erfreut über die mehr als 80 Lehrlinge, die in seinem Betrieb bereits zu „Vollbluttischlern“ ausgebildet wurden. Potenzielle Lehrlinge müssen bei Decker zunächst eine Woche schnuppern, um zu sehen, ob die Zusammenarbeit für beide Seiten passt.

„Wenn man nicht mit Freude zur Arbeit kommt, ist man bestenfalls bemüht“, weiß der Tischlermeister. Glückt der Einstand, erwartet die Fachkräfte von morgen bei Decker ein seit 2010 durchgängig ausgezeichnetes Ausbildungssystem. Im Ausbildungsplan werden die Ziele für jedes Lehrjahr aufgeschlüsselt und Erfolge in der Ausbildungsmappe festgehalten. „So können die Lehrlinge und Ausbilder klar und transparent erkennen, welche Übungen dem Lehrling noch fehlen und welche Aufgabenstellungen bereits gemeistert wurden“, beschreibt der Tischlermeister die Vorteile. Jungen Menschen legt Decker die Ausbildung zur Tischlerin und zum Tischler ans Herz. „Das Tischlerhandwerk ist ein vielfältiger, krisensicherer Beruf, bei dem man am Ende des Tages sieht, was man geschafft hat“, ermutigt er Jugendliche, sich für den Lehrberuf zu entscheiden.

Weitere Infos: Tischlerei Decker