Lavendelseife beim Abkühlen im Kräuterhof
Lavendelseife beim Abkühlen im Kräuterhof
Alles Unternehmen

Mit der Kraft der Natur

Die Lavendelseife des Tiroler Kräuterhofs kommt gänzlich ohne chemische Inhaltsstoffe aus.
Die Lavendelseife des Tiroler Kräuterhofs kommt gänzlich ohne chemische Inhaltsstoffe aus.
© WK Tirol

In Maurach am Achensee betreiben Gerhard und Lukas Hammerle den Tiroler Kräuterhof. In ihrem Unternehmen stellen die Brüder eigene Naturkosmetik und
ätherische Öle für jeden Bedarf her.

Ein unverkennbarer Duft nach Kräutern und Wildblumen betört die Sinne, wenn man den Tiroler Kräuterhof in Maurach am Achensee betritt. Das Sortiment, welches Gerhard Hammerle teils in eigener Forschungsarbeit entwickelt hat, lässt die Herzen naturverbundener Menschen höher schlagen. Im Tiroler Kräuterhof finden sich viele natürliche Alternativen zu herkömmlichen Kosmetikprodukten und Ölen. Die Qualität macht dabei den Unterschied: Die Zutaten, die die Hammerle-Brüder für ihre Produkte verwenden, stammen zum Großteil aus der Wildsammlung der Tiroler Bergwelt und kommen bei ihrer Verarbeitung gänzlich ohne Chemikalien aus.

Passion als Beruf

Gerhard Hammerle war schon immer ein naturverbundener Mensch. Um Beruf und Passion zu verbinden, entwickelte er einst ein Konzept für die Direktvermarktung der Tiroler Kräuterbauern – doch dann kam alles anders. Der Verein der Kräuterbauern löste sich auf und Hammerle nahm die Idee selbst in die Hand. Der findige Naturfreund eignete sich Schritt für Schritt das nötige Fachwissen an. In einer zweijährigen Entwicklungszeit entstanden die ersten eigenen Rezepturen für Naturkosmetik, „die dem Menschen wirklich etwas Gutes tut“. Seitdem sind über 10 Jahre vergangen und der Tiroler Kräuterhof nachhaltig gewachsen. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen etwa ein Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Viele von ihnen haben eine aromatherapeutische oder kräuterpädagogische Ausbildung abgeschlossen.

„Ehrlich, echt und natürlich“ hat sich der Tiroler Kräuterhof seitdem auf die Fahnen geschrieben. „Unser Anspruch ist es Produkte herzustellen, die man mit guten Gewissen seinen Liebsten in die Hand geben kann“, erklärt Gerhard Hammerle den Goldstandard, den er als Unternehmer an seine Produkte anlegt. Wenig später begannen die Hammerles und ihr Team an der Herstellung ätherischer Öle zu forschen, da man mit der bestehenden Qualität auf dem Markt unzufrieden war. „Die Anforderung an unsere Produkte lautet: So natürlich wie möglich mit dem bestmöglichen Pflegenutzen“, beschreibt Gerhard Hammerle den Firmengrundsatz.

Auf diesen Pflegenutzen verlassen sich immer mehr Tirolerinnen und Tiroler. Aber auch über Österreichs Grenzen hinaus sind die Produkte des Tiroler Kräuterhofs gefragt. Zwar setzen die Hammerles auf persönliche Beratung im duftenden Ambiente ihres Showrooms, versenden ihre Produkte aber auch in die DACH-Region und darüber hinaus. „Wir liefern bis nach Israel und Skandinavien“, berichtet der Firmengründer stolz.

Gerhard und Lukas Hammerle vor ihrem Sortiment
Gerhard und Lukas Hammerle betreiben den Tiroler Kräuterhof aus Liebe zur Natur und Mensch. „Unser Anspruch ist es Produkte herzustellen, die man mit gutem Gewissen seinen Liebsten in die Hand geben kann“, lautet ihr Goldstandard.
© WK Tirol

Mit viel Zeit und Achtsamkeit

In der Manufaktur des Tiroler Kräuterhofs stellt Agi Feichtner die Naturkosmetik von Hand her. Mit einer ausgeklügelten Herangehensweise mischt sie die erprobten Rezepturen. In einem Reinraum, der an ein Labor erinnert, legt sie behutsam Kräuter und Blumen in Öl oder Weingeist ein. Die Pflanzen dürfen nun als „Ansatz“ bis zu 21 Tage lang ruhen, bevor es zur Weiterverarbeitung geht. Währenddessen gießt die kräuterkundige Feichtner duftende Seife, schneidet diese in Stücke, filtert bereits fertig gereifte ätherische Öle und füllt diese ab. Alle Verarbeitungsschritte führt Feichtner händisch und nach bewährten Rezepten aus. „Durch die achtsame und zeitintensive Verarbeitung gelingt es, die Naturkosmetik ganz ohne chemische Helferlein herzustellen“, beschreibt Hammerle den Prozess. Bei allen Produktionsschritten in der firmeneigenen Manufaktur verzichtet der Tiroler Kräuterhof auf Glycerin, Emulgatoren, Duft- und Farbstoffe, Paraffine sowie Konservierungsstoffe. „Zudem sind auf unseren Produkten alle Inhaltsstoffe als Volldeklaration in verständlicher Sprache angegeben. Wir sind zertifiziert nach der Bio Austria-Norm und einer der konsequentesten Hersteller von Naturprodukten weltweit. Das ist für uns Charaktersache“, erklärt Gerhard Hammerle.

So wird schnell klar, was der schlagende Vorteil der Naturkosmetik aus dem Tiroler Kräuterhof gegenüber herkömmlicher Kosmetikprodukte und den in ihnen enthaltenen Chemikalien ist. „Klassischerweise kommen zu uns aufgeklärte Konsument:innen, denen etwas an Nachhaltigkeit liegt und die sich sehr bewusst pflegen. Diese Menschen haben kritisch hinterfragt, welche Inhaltsstoffe in den von ihnen verwendeten Produkten stecken und sich daraufhin für Naturkosmetik entschieden“, beschreibt Hammerle den Kundenstamm des Tiroler Kräuterhofs. „Manche kommen zu uns und berichten von Problemen, die ihnen bereits durch die Verwendung von Shampoos oder Cremes aus dem herkömmlichen Sortiment entstanden sind“, zählt Hammerle einen weiteren Grund auf, sich für Naturkosmetik zu entscheiden, „aber auch Hotels, die ihren Gästen nachhaltige und gesunde Körperpflegeprodukte anbieten wollen, gehören zu unserer Kundschaft“. Gute Gründe auf Naturkosmetik umzusteigen, gibt es derweil zuhauf: „Weil ich mich selber liebe und weil wir nur die eine Erde haben“, nennt Hammerle nur zwei der Argumente, die für die Verwendung chemiefreier Produkte mit regionaler Herkunft sprechen.

Das Sortiment der Hammerles im Tiroler Kräuterhof
Für beinah alles ist ein Kraut gewachsen: In der Manufaktur des Tiroler Kräuterhofs entstehen aus heimischen Kräutern und Wildblumen duftende Naturkosmetikprodukte.
© WK Tirol

Nachhaltigkeit als Trumpf

Der Tiroler Kräuterhof ist nicht nur aufgrund seines Namens tief mit der Heimat verwurzelt. Den Hammerles geht es darum, den Menschen mit ihren Produkten etwas Gutes zu tun. Was die eifrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht selbst in Wald und Wiesen pflücken, wird von vertrauensvollen bio-zertifizierten Partnerbetrieben zugekauft. Dabei achten die Hammerles im Sinne der Nachhaltigkeit vor allem auf kurze Anlieferungswege. Auch die Verpackungen und Etiketten stammen deshalb von österreichischen Familienbetrieben. So gelang es dem Tiroler Kräuterhof auch während der Coronapandemie und der damit einhergehenden Rohstoffknappheit glimpflich davon zu kommen. „Zur Polsterung unserer Versandartikel verwenden wir Altpapier“, erzählt Gerhard Hammerle und deutet auf einen Stapel bereits gelesener Tageszeitungen.

„Für beinah alles ist ein Kraut gewachsen“, lautet die Philosophie, die hinter dem Unternehmen steht. Scheinbar haben die Hammerles auch das richtige Kraut für unternehmerischen Erfolg entdeckt, denn der Tiroler Kräuterhof wächst jährlich um etwa 30%. Seit Kurzem hat der am Achensee ansässige Betrieb darum eine Zweigstelle in Seefeld eröffnet. Mit Achtsamkeit und Wertschätzung entsteht so Wertschöpfung, die moderne Wissenschaft mit althergebrachtem Wissen verbindet.

Weitere Infos: Tiroler Kräuterhof