Piano Bar Innenraum
Piano Bar Innenraum
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Saftige Steaks und sanfte Klänge

Mit ihrem künstlerischen Ambiente, der gemütlichen Atmosphäre und den feinen Speisen bereichert die Piano Bar die Innsbrucker Altstadt bereits seit Jahrzehnten.
Mit ihrem künstlerischen Ambiente, der gemütlichen Atmosphäre und den feinen Speisen bereichert die Piano Bar die Innsbrucker Altstadt.
© WK Tirol

Für Genießerinnen und Genießer. Die Piano Bar wird 40 Jahre alt. Nicht nur durch kulinarische Highlights sind die Wirtsleute Gerda und Heinz Seiler weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt geworden.

Während sich die Innsbrucker Innenstadt rund um das Goldene Dachl über die Jahre stetig wandelte, blieb die Piano Bar sich treu und an Ort und Stelle. Alles begann bereits 1972, als Heinz Seiler in den Räumlichkeiten des heutigen Restaurants eine Judoschule und Sauna eröffnete. Zehn Jahre später entschied sich das Ehepaar dafür, die Sauna zur Bar umzubauen. Nach aufwendigen Renovierungsarbeiten kauften die frischgebackenen Wirtsleute ein Klavier auf Raten und der Mythos der Piano Bar war geboren.

Schön und lecker

Beim Betreten der Piano Bar offenbart sich ein Fest für die Sinne. Während sich die Augen bereits am
historischen Innenhof und dem Restaurant im Jugendstil sattsehen können, lässt der Duft von brutzelnden Steaks und frischen Rösti das Wasser im Munde zusammenlaufen. Neben einer Wand, die nur Tiroler Künstlerinnen und Künstlern vorbehalten ist, zieren Werke von etwa 100 Kunstschaffenden aus aller Welt die Gaststube. Gerda Seiler ist stolz auf das „ausgesprochen künstlerische Ambiente“ ihres Lokals, das durch die Galerie Thomas Flora im Obergeschoss desselben Hauses noch ergänzt wird. Urs Seiler, Sohn der Wirtsleute und Küchenchef, sorgt dafür, dass in der Piano Bar die Feinschmecker auf ihre Kosten kommen.

Auf vier Flammen brät er Steaks exakt auf die gewünschte Garstufe. Doch nicht nur Fleischgourmets werden in der Piano Bar satt, auch vegetarische Gaumen werden hier verwöhnt. Seiler und das Küchenteam zaubern feine Rösti in diversen Geschmacksvariationen. Zubereitet wird alles von Hand mit Zutaten aus Österreich. Sind alle Plätze besetzt, fasst die Piano Bar samt Innenhof etwa 170 Gäste.

„Wir haben wenig Platz, wir müssen uns also gern haben“, lacht die Seniorchefin. Da ist es von Vorteil, dass beinahe die ganze Familie Seiler in der Piano Bar arbeitet und die nicht verwandten Kolleginnen und Kollegen teilweise schon über 30 Jahre dabei sind und so längst zur erweiterten Familie gehören. Das begrenzte Platzangebot hat besonderen Charme und vermittelt Gemütlichkeit. Nicht von ungefähr gilt die Piano Bar immer noch als Szenelokal für Freigeister und Beschäftigte der schönen Künste.

Urs Seiler in der Piano Bar
Urs Seiler bei der Arbeit: Die frisch zubereiteten Rösti sind neben den Steaks die Spezialität des Hauses.
© WK Tirol

Besondere Atmosphäre

Neben der Kunst an den Wänden und den feinen Speisen spielt die Musik in der Piano Bar eine entscheidende Rolle. Selbst an Abenden, an denen das Restaurant bis auf den letzten Stuhl gefüllt ist, findet sich Platz für einen Pianisten, der die Gäste am für die Lokalität namensgebenden Klavier mit Livemusik unterhält. Blickt Gerda Seiler zurück auf die 40 vergangenen Jahre, sind ihr vor allem die musikalischen Highlights im Gedächtnis geblieben.

„Wir hatten hier großartige Konzerte mit tollem Publikum“, erinnert sie sich. Stars wie Bill Ramsey, Oskar Klein, Jazz Gitti, Hubert von Goisern und viele Größen der heimischen Musikszene gaben in der Piano Bar bereits ein Stelldichein. Viele von ihnen kommen immer wieder gerne her, wegen der gemütlichen Atmosphäre, der feinen Musik oder den angeblich „besten Steaks der Alpen“. Es ist der Seniorchefin anzumerken, dass ihre Arbeit sie erfüllt. „Wenn ich nun mit 80 Jahren zurückblicke, würde ich das alles nochmal so machen“, schmunzelt sie.

Zukunftsmusik

Ein halbes Jahrhundert ist die Familie Seiler bereits in der Innsbrucker Innenstadt mit einem Geschäftslokal angesiedelt. Die Seniorchefin klingt zuversichtlich, dass es mindestens noch einmal soviele werden könnten: „Der Erfolg in der Gastronomie steht und fällt mit der Familie“, sagt sie und drückt ihre Tochter Jacky, die schon seit Jahren ein unverzichtbarer Teil der Piano Bar ist. Was Seiler umso zuversichtlicher stimmt: „Unsere Enkelkinder haben sich schon für eine Lehre in der Gastronomie entschieden. Wir haben also noch eine Köchin in der Hinterhand“, freut sie sich. Auch die Fähigkeit zur Anpassung ist ein Teil des Erfolgsrezepts der Familie Seiler.

In den vergangenen Jahren hat sich um die Piano Bar herum einiges verändert. Die Fußgängerzone um das Goldene Dachl begrüßen die Wirtsleute ebenso wie die Aufwertung der Innenstadt durch einen bunten Branchenmix. Allein die vielen Baustellen in der Altstadt empfinden sie als Wermutstropfen. Doch Heinz und Gerda Seiler haben gelernt, „aus der Not eine Tugend zu machen“. Musik scheint ihnen dabei zu helfen, immerhin spielt sie auch in ihrer jüngsten Geschäftsidee erneut eine tragende Rolle. Um wieder mehr Einheimische in die Innenstadt zu locken, gab Gerda „Jazz Mama“ Seiler, den Anstoß für die Altstadtkonzerte. Gemeinsam mit den umliegenden, befreundeten Gasthäusern organisiert die Piano Bar nun jeden Dienstag und Freitag unter dem Motto „fünf Wirte – eine Band“ Konzerte in den jeweiligen Gastgärten.

Weitere Infos: Piano Bar Innsbruck

Heinz (l.) und Gerda Seiler (3. v.l.) feiern mit ihren Kindern Urs und Jacky sowie den Enkelinnen Anja und Nathalie heuer das 40-jährige Bestehen der Piano Bar – Sparten-GF Thomas Geiger, WK-Bezirksstellenleiter Stefan Wanner, WK-Bezirksobmann Franz Jirka, WK-Präsident Christoph Walser und Spartenobmann Mario Gerber gratulierten.
Heinz (l.) und Gerda Seiler (3. v.l.) feiern mit ihren Kindern Urs und Jacky sowie den Enkelinnen Anja und Nathalie heuer das 40-jährige Bestehen der Piano Bar – Sparten-GF Thomas Geiger, WK-Bezirksstellenleiter Stefan Wanner, WK-Bezirksobmann Franz Jirka, WK-Präsident Christoph Walser und Spartenobmann Mario Gerber gratulierten.
© WK Tirol