Symbolbild Tourismus Saisonkontingente
Symbolbild Tourismus Saisonkontingente
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Aufstockung der Saisonkontingente

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Die Bundesregierung hat heute die Saisonkontingente im Tourismus erhöht. Lob kommt dafür von Mario Gerber: „Angesichts von 8.000 offenen Stellen allein in Tirol war dieser Schritt dringend notwendig.“

Die Bundesregierung hat heute als kurzfristige Maßnahme gegen den Fachkräftemangel im Tourismus die Saisonkontingente erhöht. „Dieser Schritt war dringend notwendig. Allein in Tirol sind derzeit 8.000 Stellen offen“, lobt Mario Geber, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Tiroler Wirtschaftskammer, die gemeinsame Initiative von Bundesminister Martin Kocher und Tourismusstaatssekretärin Susanne Kraus-Winkler.

„Fast täglich haben sich zuletzt verzweifelte Unternehmerinnen und Unternehmer bei uns gemeldet, die händeringend nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern suchen“, so Gerber. „Bei Vollbeschäftigung im Land müssen dringend neue Wege eingeschlagen werden, um diesen Bedarf zu bedienen. Ansonsten bleiben viele Betriebe im heurigen Sommer geschlossen oder müssen das Angebot stark einschränken. Davon betroffen sind längst nicht nur Hotelbetriebe, sondern auch Schwimmbäder und die Gastronomie.“

Mario Gerber, Spartenobmann Tourismus
Spartenobmann Mario Gerber

Die 1.000 zusätzlichen Stellen für ganz Österreich könnten jedoch nur die Spitze abfedern und sind mittelfristig nicht ausreichend. „Weitere Schritte müssen folgen“, fordert Gerber. Im Rahmen der Zuweisung sollen tourismusstarke Regionen jedenfalls bevorzugt behandelt werden: „Das Tourismusland Tirol steht hier an erster Stelle.“

Der Tiroler Spartenobmann kann sich in weiterer Folge gezielte Rekrutierungsprogramme für ausländische Arbeitskräfte vorstellen. „Beim einheimischen Personal sind wir bereits am Plafond angelangt. Auch das Engagement im Bereich der Lehrlingsausbildung war so hoch wie noch nie.“ Tatsächlich ist die Anzahl der Beschäftigten im Tiroler Tourismus in den letzten zehn Jahren bei leicht gesunkener Bettenanzahl um 60 Prozent gestiegen. Mit insgesamt 55.000 Beschäftigten zählt die Sparte zu den größten Arbeitgebern. „Die hohe Dienstleistungsqualität ist dabei ein wichtiges Erfolgsrezept, aber sehr personalintensiv. Diese Qualitätsschiene gilt es unbedingt beizubehalten“, so Gerber abschließend.