Mitmachen beim E-Commerce-Barometer

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Symbolbild E-Commerce - E-Commerce-Barometer Tirol
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Mit dem E-Commerce-Barometer Tirol wird dem digitalen Status quo des Tiroler Onlinehandels auf den Zahn gefühlt. Mitmachen lohnt sich.

Es wird durchaus provokant und es geht ans Eingemachte, wenn das Gremium des Versand-, Internet- und allgemeinen Handels der WK Tirol im Mai 2022 digital „ausströmt“, um alle Online-Handelnden des Landes zum „Mitmachen“ beim E-Commerce-Barometer Tirol einzuladen. „Wir haben uns gefragt, wo wir in Tirol in punkto E-Commerce wirklich stehen“, sagt Markus Schwarzenberger, Obmann des Versand- und Internethandels in der WK Tirol, um auch gleich auf dem Weg zur Antwort hinzuweisen: „Mit dem E-Commerce Barometer Tirol wollen wir den Ist-Stand ermitteln und herausfinden, wie unsere Klein- und Kleinstunternehmen wirklich mit dem Thema umgehen, wo ihre Schwachstellen und Probleme liegen, um eine Basis für unser Serviceangebot zu erhalten.“

Es ist ein so wichtiges wie umfangreiches Vorhaben, das die Fachgruppe damit in die Wege leitet, um die Tiroler E-Commerce-Player für die digitalen Vertriebsformen so zu unterstützen, dass die Chancen dieser Kanäle auf die Weise genutzt werden können, wie sie für ein erfolgreiches Überleben genutzt werden müssen. „Das einzig Positive an Corona war, dass bereits einige Betriebe aufgewacht sind und gemerkt haben, wie wichtig das Multichannelsystem ist, also wie wichtig und sinnvoll es ist, sich online als auch offline aufzustellen“, weiß Schwarzenberger über den Tritt in den Hintern, den die Pandemie so manchen verpasste.

Digitale Sichtbarkeit

Auf die ersten Herausforderungen der bislang teils wenig beachteten, aber unabdingbaren Online-Präsenz wurde beispielsweise mit den Digital-Lotsen reagiert: Einem erfolgreichen Produkt von Standortagentur und WK Tirol, bei dem die digital unerfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmer im wahrsten Sinn an der Hand genommen und in die Internet-Welt geführt werden. „Die Digital-Lotsen begleiten die Unternehmer bei Schritt eins, ganz niederschwellig – etwa bei Google-Business-Einträgen oder ersten Auftritten im Netz“, sagt Schwarzenberger. Die digitale Sichtbarkeit ist längst so wichtig geworden, wie ein funktionierendes Licht in der Nacht – dann jedenfalls, wenn nicht geschlafen beziehungsweise der Zeitpunkt, um auf den digitalen Zug zu springen, nicht verschlafen werden will.

Die faktischen und ganz alltäglich gewordenen Realitäten – das flotte Suchen eines Unternehmens „im Smartphone“ beispielsweise, wo nach Eintippen des Firmennamens im Standort, Routenplaner, Öffnungszeiten und Fotos aufpoppen, haben all jenen Beine gemacht, die gefunden werden wollen. Gefunden zu werden ist aber nur das erste Hallo. „Wir haben Bombenbetriebe in Tirol, echte Weltunternehmen, die Millionenumsätze im Europäischen Raum generieren und die volle Wertschöpfung im Land lassen. Damit werden hunderte Arbeitsplätze langfristig gesichert“, weist Schwarzenberger auf die heimischen Champions hin. Sie zeigen, wie es gehen kann. Die Stichworte Umsatz, Wertschöpfung und Arbeitsplätze sind für kleine oder kleinste Handelnde genauso entscheidend.

Sie alle werden in der ersten Maihälfte angesprochen und eingeladen, beim großen E-Commerce-Barometer Tirol mitzumachen und dabei mit Fragen konfrontiert, wie:

  • Verdienen wir in Tirol tatsächlich Geld mit dem Onlinehandel?
  • Können 1h- oder 24h-Lieferungen wirtschaftlich abgebildet werden?
  • Sind Marktplätze eine Chance oder Gefahr für den heimischen Markt?
  • Werden Verpackungen nochmal völlig neu erfunden und was muss ich dabei beachten?
  • Gibt es vielleicht sogar einen Rückwärts-trend von Onlinehandel zum stationären Handel, bei dem zugleich Filialen als Lager- und Logistikzentren genutzt werden?
Markus Schwarzenberger
Markus Schwarzenberger

Beim E-Commerce-Barometer mitzuarbeiten und es mit den eigenen digitalen Herausforderungen, Schwachstellen, Problemen und Bedürfnissen zu „füttern“, ist entscheidend für das Ergebnis, das als Grundlage für die weiteren Services der WK Tirol dient. „Wir wollen den Unternehmen helfen, die PS, die sie haben, auf den Boden zu bekommen“, so Schwarzenberger, der von einem positiven Wissen animiert wird: „Es ist noch viel mehr Potenzial da – definitiv.“

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