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Junge Wirtschaft: Entlastung statt Teuerung

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Es braucht eine durchdachte nachhaltige Strategie, um die junge Generation zu unterstützen – fordert die Junge Wirtschaft Tirol.

Nach den Covid-Krisenjahren stellt die Inflation von 6,8 Prozent im März nun Tirol noch zusätzlich vor eine riesige Herausforderung. Gerade deswegen braucht es eine konkrete durchdachte nachhaltige Strategie zur Entlastung. Jetzt mehr denn je. „Die Teuerungen müssen abgefedert werden. Wir müssen den Fokus auf die nachkommenden Generationen richten. Sie sind unsere wirtschaftliche Zukunft“, so Dominik Jenewein, Landesvorsitzende Junge Wirtschaft.

Generationengerechtigkeit – worum es geht

Die Jungen in Tirol werden weniger, die Gesellschaft immer älter. Mit dem demografischen Wandel verschieben sich die Gewichte in unserer Gesellschaft und die Herausforderungen an eine gerechte Verteilung von Pflichten und Ansprüchen nehmen zu. Es stellt sich die Frage, welche neuen Instrumente es braucht, um Entscheidungen zu treffen, die von der jungen Generation mitgetragen werden können. „Österreich kombiniert relativ hohe Pensionen mit einem niedrigen Pensionsantrittsalter – ein zunehmendes Problem angesichts der Alterung der Bevölkerung. Die Interessen der Jungen dürfen in der Pensionsdebatte nicht unter die Räder kommen“, so Jenewein und fügt an: „Die junge Generation kann die Pensionslast nicht alleine schultern, wenn sich das Verhältnis aus Beitragszahlern und Rentnern dreht.“

Forderungen

Später in Pension? Gar nicht so selten wollen ältere Menschen ihren Erfahrungsschatz und ihr Wissen mit Erreichen des Pensionsantrittsalters nicht einfach an den Nagel hängen. „Das Humankapital in Betrieben wird immer wertvoller, denn noch nie waren Mitarbeiter so gut ausgebildet“, erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Wirtschaft und fügt an: „Um die langjährigen Mitarbeiter über das Pensionsalter hinaus im Betrieb zu halten, müssen jedoch neue Anreize geschaffen werden. Denn länger zu arbeiten soll sich ja auch lohnen.“

Um weiter nachhaltig zu entlasten, braucht es zudem die Abschaffung der KEST auf Finanzwerte nach einer Behaltefrist von einem Jahr, um Sparen und Schaffung von Eigentum wieder möglich zu machen: „Gerade die Herausforderungen aus der Pandemie und die anstehende Finanzierung der Klimatransformation machen deutlich: Tirol braucht einen leistungsfähigen Kapitalmarkt – und damit Maßnahmen, die diesen stärken.“

Zudem sei eine  Ausweitung der gebührenfreien Bildung für Meisterkurse anzudenken. Denn auch der Fachkräftemangel ist ein Thema, der die junge Generation noch hart treffen wird: „Während eine akademische Ausbildung weitgehend der Staat finanziert, müssen sich Nicht-Akademiker Fortbildungen oder Meisterkurse selbst finanzieren. Auch hier sollte umgedacht werden. Und zwar bald“, so Jenewein abschließend.

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