Service. Täglich um 7.30 Uhr liefert Andreas die Tiefkühlware von deFlorian.
Service. Täglich um 7.30 Uhr liefert Andreas die Tiefkühlware von deFlorian.
Alles Unternehmen

Traditionelle Rezepte, moderne Küche

Service. Täglich um 7.30 Uhr liefert Andreas die Tiefkühlware von deFlorian.
© deFlorian Tiefkühlspezialitäten

Bei deFlorian werden seit den 90er-Jahren Knödel, Schlutzkrapfen und viele weitere Spezialitäten als Tiefkühlware in Handarbeit hergestellt. Für jeden erhältlich, genießbar und nachhaltig produziert.

Um 4 Uhr früh gehen in der Produktion des Tiefkühlspezialisten deFlorian in Gnadenwald die Lichter an. Die Knetmaschinen werden angestellt – und aus rund 400 Kilo Mehl werden täglich Teige für Schlutzkrapfen, Knödel und Strudel frisch zubereitet. „Bei uns wird am Vortag schon abgewogen und die Mise en Place vorbereitet. In der Früh sind wir immer zu zweit. Ich bereite die Teige vor und Marcel die Füllung“, erklärt Geschäftsführer Daniel deFlorian. „Bei uns ist speziell der Schlutzkrapfen perfektionistisch ausgetüftelt. Seit Generationen schon wurde an dem Rezept gefeilt und probiert. Unser Geheimnis: Wir geben Eier in den Teig. So bleibt der ,al dente-Biss‘ erhalten.“

deFlorian Tiefkühlspezialitäten GmbH

Basis aller deFlorian -Gerichte sind die Familienrezepte, die regionalen Zutaten und das traditionelle Handwerk. „Wir holen die Rezepte behutsam in die heutige Zeit. Wichtig ist uns, dass die hochwertige Qualität, der Geschmack und die Tiroler Küche erhalten bleiben.“ Um halb sieben kommen dann die restlichen Mitarbeiter und es kommt Leben in die Großküche. Die Teige werden in 10-Kilo-Stücke geteilt und auf exakt 0,9 Millimeter ausgerollt. Der Schlutzkrapfenteig wird zu 15-Gramm-Stücken ausgestochen und mit 15 Gramm Bärlauchfüllung belegt.

„Unsere Produkte werden schockgefroren, damit die Nährstoffe und Vitamine erhalten bleiben. Eine Stunde später geht’s schon in die Verpackung. Mitarbeiterin Carmen erinnert die Kunden noch einmal an den Zustelltermin und um 7:30 Uhr wird der Lieferwagen bepackt und ausgeliefert“, so deFlorian. Zugestellt werden die Tiefkühlspezialitäten zwischen Telfs und Kitzbühel sowie über einen Großhändler nach Bayern, Südtirol und andere Bundesländer.

Regionalität

Nachhaltigkeit spielt bei deFlorian eine große Rolle. Neben den Zutaten aus der Region, der Handarbeit und der täglichen Frische der Produkte hat das Unternehmen in eine nachhaltige CO2  -Kühlung investiert. „Unsere Tiefkühllagerzellen, Kühlhäuser und Schockschränke werden mittels CO2 betrieben“. CO2 -Anlagen haben den Vorteil, dass sie nicht umweltschädlich sind. „Zusätzlich nutzen wir die Abwärme der Tiefkühlanlage zum Heizen unseres Betriebes und für das Warmwasser. Als Familienbetrieb planen wir immer langfristig und wollen natürlich auch umweltschonend arbeiten. Ich habe noch 40 Jahre bis zur Pension, bis dahin muss die Anlage laufen.“

Denn die moderne Technologie ermöglicht Einfrieren/Kühlen ohne den Verlust von Geschmack, Konsistenz oder Vitamingehalt. „Beim schnellen Abkühlen oder Gefrieren wird die Temperatur von Lebensmittel so rasch gesenkt, dass sich Wasser in der Nahrung nicht zu großen Eiskristallen – wie beim langsamen Gefrieren – entwickelt. Nach dem Auftauen ist kein Qualitätsunterschied festzustellen“, erklärt Daniel deFlorian begeistert die Haltbarmachung ohne Konservierungsstoffe. „Im Juli bauen wir noch die Photovoltaikanlage dazu, denn die Tiefkühler benötigen 24 Stunden Strom und somit sind wir auch damit ein Stück weiter autark.“

Daniel deFlorian ist morgens der Erste in der Großküche.
© deFlorian Tiefkühlspezialitäten

Startschuss

Gegründet wurde das Unternehmen Anfang der 90er-Jahre im Keller eines Reihenhauses. Die ersten Schlutzkrapfen wurden gefertigt und Knödel gedreht, die ausschließlich an den Gastronomiegroßhandel gingen. 1998 gab das Repertoire dann schon 30 Produkte her und es wurde in das erste Tiefkühlfahrzeug für die Privatkundenbelieferung investiert. Heute zählt das Unternehmen 16 Mitarbeiter, fertigt über 70 verschiedene Produkte, beliefert rund 270 Gastronomiekunden, 2.000 Privatkunden, 60 Einzelhandelsfilialen und fertigt rund drei Mio. Schlutzkrapfen per Handarbeit pro Jahr, zählt der passionierte Steinpilzschlutzer-Esser auf: „Wir erhalten die Tiroler Küche aufrecht und bieten unseren Kunden eine hochwertige, regionale Alternative zur schnellen Küche. Glasklare Prinzipien und Ehrlichkeit sind unsere Maximen. Bei Lebensmitteln geht das nicht anders. Wir stärken mit unserem Unternehmen unsere Region und legen Wert auf einen achtsamen Umgang mit der Umwelt.“

Die Tiefkühlspezialitäten aus Gnadenwald sind über die Ortsgrenzen hinaus bekannt.
© deFlorian Tiefkühlspezialitäten GmbH

Das Angebot an Köstlichkeiten ist bei der deFlorian Tiefkühlspezialitäten GmbH breit gefächert. Neben handgemachten Schlutzkrapfen, Knödeln und Zillertaler Käsekrapfen werden mittlerweile auch Strudel, Marillenknödel, Gulasch oder auch Parfait im Einweckglas hergestellt. „Wir schauen täglich, welche Lebensmittel es in der Nachbarschaft und in der Region gibt und was wir draus machen können. Wir sind in der Küche sehr kreativ und können im Team viel umsetzen. Es wird auch einmal im Jahr ein Nachmittag gemeinsam Bärlauch gepflückt und verarbeitet“, freut sich der Jungchef. So wird das Gemüse aus Thaur geliefert, die Milch aus Mils, das Mehl aus St. Johann, Topfen sowie der Graukäse aus Wörgl. „Der Tiroler ist sehr wählerisch, da bleiben wir dahinter.“

Gekauft werden können die Tiefkühlköstlichkeiten im Lebensmitteleinzelhandel, im Online-Shop oder direkt in Gnadenwald.

Weitere Informationen: deflorian.tirol