Die Veranstalter sind stolz, den Lehrgang „Dacharbeiten“ auf die Beine gestellt zu haben. Thomas Holzknecht (AUVA), Marin Mircic und Sebastian Porpaczy (beide GF von Rope-Tech), Mario Erhard (BauAkademie) (v.l.).
Die Veranstalter sind stolz, den Lehrgang „Dacharbeiten“ auf die Beine gestellt zu haben. Thomas Holzknecht (AUVA), Marin Mircic und Sebastian Porpaczy (beide GF von Rope-Tech), Mario Erhard (BauAkademie) (v.l.).
Perspektiven

Sicherungstechnik zum Nachmachen

Die Veranstalter sind stolz, den Lehrgang „Dacharbeiten“ auf die Beine gestellt zu haben. Thomas Holzknecht (AUVA), Marin Mircic und Sebastian Porpaczy (beide GF von Rope-Tech), Mario Erhard (BauAkademie) (v.l.).
© Rope-Tech

Der kürzlich stattgefundene Basislehrgang „Dacharbeiten“ vermittelte nötige Kenntnisse zur richtigen Sicherung. Praxistauglichkeit und Anwendbarkeit auch unter Zeitdruck sind dabei wichtige Maßstäbe.

Wie funktioniert ein Rückhaltesystem? Wo sind Anschlagpunkte zu setzen? Was ist ein Pendelsturz? Auf solche und viele weitere Fragen fanden die Teilnehmer des Lehrgangs „Dacharbeiten“ Antworten. Es handelte sich um ein Kursangebot, welches durch die Zusammenarbeit von BauAkademie, AUVA, WK Tirol und AK Tirol entstanden ist und Praktikern am Bau die erforderlichen Kenntnisse zur korrekten Sicherung auf dem Dach vermittelte.

Dass dabei Praxistauglichkeit und Anwendbarkeit im Vordergrund standen, freut Mario Erhard, Leiter der BauAkademie, besonders: „Wir wissen, dass es unzählige Wiederholungen braucht, um gelerntes Wissen anwenden zu können. Hier haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Chance, routinierte Sicherheitsabläufe zu fokussieren und das eigene Material so zu testen, dass die Anwendbarkeit auch unter Zeitdruck funktioniert.“

Sicherheitsmaßnahmen und Schutzausrüstung

Dass Arbeiten auf Dächern ein erhöhtes Unfallrisiko bergen, zeigt ein Blick auf die AUVA Unfallstatistik: Sechs Prozent der Unfälle auf Baustellen betreffen Dacharbeiten. In Tirol ist es in den letzten fünf Jahren zu 97 Unfällen auf Dächern gekommen, wovon einer tödlich endete. Die häufigsten Unfallursachen bei Dacharbeiten sind Stürze vom Dachrand, Stürze durch nicht durchbruchsichere Dachdeckungen, Stürze durch Dachöffnungen oder durch Lichtkuppeln und sonstige Belichtungselemente.

Jeder vierte Unfall bei Dacharbeiten endet mit schweren Verletzungen, was mitunter erhebliche Ausfallzeiten bedeutet. Diese Unfälle könnten vermieden werden, wenn geeignete Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden bzw. die persönliche Schutzausrüstung sachgemäß benützt werden würde.

Die Sozialpartner und Schulungseinrichtungen verfolgen mit dem Kursangebot das gemeinsame Ziel, die Sicherheit bei Dacharbeiten zu erhöhen und Unfälle zu vermeiden. Thomas Holzknecht von der AUVA betont dabei den Mehrwert für Unternehmen: „Durch die Teilnehmenden gewinnen wir Multiplikatoren, die gelernte Inhalte in die Betriebe hinaustragen und zu mehr Sicherheit auf den Baustellen beitragen. Von den Kollegen geteiltes Wissen findet meist guten Anklang und das hilft uns, Unfallzahlen zu senken.“

Weitere Informationen und Kursangebote: www.tirol.bauakademie.at

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