Offenes Werkstor - hinter den Kulissen der Firma Ragg
Offenes Werkstor - hinter den Kulissen der Firma Ragg
Aktuelles

Offenes Werkstor bietet Einblicke hinter die Kulissen

Seit 75 Jahren kümmert sich die Ragg GmbH in Tirol vor allem um Stahlschrott und legt dabei viel Wert darauf, regional tätig zu sein.
© Stadtmarketing Hall in Tirol

In seiner bereits fünften Auflage bietet das Offene Werkstor Hall in Tirol wieder ein spannendes Programm: Betriebe aus der Region öffnen am 9. Juni 2022 ihre Pforten für alle Interessierten.

Das Offene Werkstor beschäftigt sich heuer mit den 17 Zielen der Vereinten Nationen für die Transformation unserer Welt. Die sogenannte „Agenda 2030“ für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) ist ein globaler Plan zur Förderung nachhaltigen Friedens und Wohlstands und zum Schutz unseres Planeten. Seit dem Jahr 2016 arbeiten alle 193 Mitgliedstaaten daran, diese gemeinsame Vision zur Bekämpfung der Armut und Reduzierung von Ungleichheiten in nationale Entwicklungspläne zu überführen.

Sinnstiftende Tätigkeit

Nachhaltigkeit ist schon lange kein leeres Schlagwort mehr. MitarbeiterInnen und KonsumentInnen hinterfragen Unternehmensziele, Arbeitsprozesse und Produktionsformen, sie wollen detaillierte Auskünfte bekommen und genau wissen, wer welche Verantwortung übernimmt.

„Der strategische Ansatz der Vereinten Nationen mit den 17 Zielen zur globalen, nachhaltigen Entwicklung deckt genau diese Anliegen ab und ist allen Unternehmen bekannt“, erklärt Michael Gsaller vom Stadtmarketing Hall in Tirol. „Das Offene Werkstor will zeigen, inwieweit diese Betriebe soziale, ökologische und ökonomische Aspekte beachten, die nichts Geringeres als die „Transformation unserer Welt“ zum Ziel haben.“

Innovative Lösungen

Für Wirtschaftslandesrat Anton Mattle steht dabei das Unternehmertum selbst im Vordergrund: „Ein großes Potenzial für Tirol sehe ich im Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz, vor allem auch aus wirtschaftlicher Sicht. Wir haben Hochschulen und Unternehmen, die zusammen in der Lage sind, im Energie- und Nachhaltigkeitsbereich mit innovativen Lösungen zu punkten. Dieses Know-how hilft uns dabei, Umweltprobleme zu lösen und den Klimaschutz voranzutreiben. In diesem Spannungsfeld kann unser Wirtschaftsstandort in Zukunft neue Geschäftsfelder besetzen und neue Arbeitsplätze und Wachstum schaffen – davon bin ich überzeugt.“

Beate Palfrader, Landesrätin für Bildung, Kultur, Arbeit und Wohnen, führt dazu weiter aus: „Das diesjährige Motto des Offenen Werkstors lautet „Nachhaltigkeit“ – eine Devise, die das Land Tirol umfassend unterstützt. Mit der Tiroler Nachhaltigkeits- und Klimastrategie „Leben mit Zukunft“ werden Ziele und Handlungsschwerpunkte benannt, um die komplexen und drängenden Herausforderungen unserer Zeit bewältigen zu können, sei es der Klimawandel, die Erschöpfung natürlicher Ressourcen oder soziale Ungleichheiten. Unsere Strategie nimmt dabei direkten Bezug auf den UN-Aktionsplan „Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“, gemeinsam machen wir uns dafür stark, die Wirtschaft und damit unser Leben nachhaltiger zu gestalten.“

Augen geführt hat.“

Gelebte Partnerschaft

Franz Jirka, Bezirksobmann Bezirksstelle Innsbruck-Stadt der Wirtschaftskammer Tirol, ist überzeugt: „Kaum ein anderes Wort ist derart stark und mit so vielen Bedeutungen aufgeladen, wie das Wort „Nachhaltigkeit“. Daher haben die Vereinten Nationen die 17 SDGs (Sustainable Development Goals – Ziele für nachhaltige Entwicklung) erarbeitet und dem Thema Nachhaltigkeit damit eine klare Rolle für die Zukunft eingeräumt. Die Ziele bearbeiten dabei eine große Bandbreite an Herausforderungen – und nicht nur den Klimaschutz, wie von vielen missverstanden – die es gilt gemeinsam zu lösen.

Eine wichtige und nicht zu unterschätzende Funktion haben die heimischen Betriebe zur Erreichung der Ziele. Sie haben gleich mehrere Hausaufgaben zu lösen und müssen ihren Teil beitragen, ohne das eigene unternehmerische Handeln dabei zu vergessen. Dementsprechend ist „SDG 17 – Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“ ein essentieller Teil, um die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Ein herausragendes Beispiel dafür ist das „Offene Werkstor“. Das gesamte Projekt ist eine gelebte Partnerschaft, die es sich zum Ziel gemacht hat, einen nachhaltigen Mehrwert für alle Beteiligten und Teilnehmer zu schaffen.“

Halls Bürgermeisterin Eva Maria Posch freut sich über die Neuauflage der zukunftsweisende Initiative, „die für den Nachwuchs und dessen Erwerb an Wirtschaftskompetenz besonders wertvoll ist“. Dennoch ist auch der Blick zurück für Posch relevant: „Hätte es das ‚Offene Werkstor‘ bereits vor Jahrhunderten gegeben, dann wäre wohl sicher auch einiges, das wir heute als Kulturschatz betrachten, auf dem Programm gestanden – wie beispielweise die Münzprägestätte in Hall. Nachhaltigkeit heißt für mich aus der Geschichte lernen und langfristig denken.“

Informationen zu Anmeldung & Ablauf

Das bewährte Konzept wird auch in der 5. Auflage unverändert beibehalten: 6 Touren führen die Besucher am 9. Juni 2022 zu jeweils zwei Betrieben, in denen sie an 99-minütigen Führungen teilnehmen. Für den reibungslosen Ablauf sorgt die durchdachte Organisation durch das Stadtmarketing Hall in Tirol: Von der Anmeldung für die Wunschtour (ausschließlich online) bis hin zum Boarding für den Transfer am Busparkplatz in Hall. Für den Besuch der Veranstaltung ist eine Anmeldung unter www.offeneswerkstor.at erforderlich. Anmeldeschluss ist am 1. Mai 2022.

Teilnehmende Betriebe 2022: Bäckerei Therese Mölk, BERNARD Gruppe, Brenner Basistunnel, Dinkhauser Kartonagen, Fröschl, Gebrüder Weiss, hollu Systemhygiene, Myzelia | Tiroler Bio Pilze, Ragg, Recheis Teigwaren, Sistro Präzisionsmechanik, Tiroler Rohre.

Weitere Informationen: Offenes Werkstor 2022