Das internationale Schulangebot in Tirol wächst und öffnet für Schülerinnen und Schüler die Türen zur ganzen Welt.
Das internationale Schulangebot in Tirol wächst und öffnet für Schülerinnen und Schüler die Türen zur ganzen Welt.
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Internationale Schulen braucht das Land

Das internationale Schulangebot in Tirol wächst und öffnet für Schülerinnen und Schüler die Türen zur ganzen Welt.
© Akademisches Gymnasium Innsbruck

Ein wesenticher Faktor für die erfolgreiche Weiterentwicklung Tirols ist ein ausreichendes internationales Bildungsangebot. Es gibt erfolgreiche Beispiele, aber noch keine durchgängige Lösung.

Der Vorteil internationaler Bildungsangebote ist ein doppelter: Auf der einen Seite finden hochqualifizierte ausländische Fachkräfte für ihre Kinder adäquate Voraussetzungen für die weitere Schullaufbahn. Auf der anderen Seite haben inländische Kinder die Möglichkeit, mit internationalen Abschlüssen und entsprechenden Fremdsprachenkenntnissen das Spektrum ihrer Berufschancen zu erweitern.

„Einige solcher Schulangebote hat Tirol schon zu bieten, sowohl in Innsbruck als auch in Kufstein. Jedoch fehlt es noch an einem flächendeckenden und vor allem abgestimmten Angebot vom Kindergarten bis zum Abschluss in der Sekundarstufe 2“, erklärt der für den Bildungsbereich zuständige WK-Vizepräsident Manfred Pletzer. „Zudem sind bei der Umsetzung der im letzten Jahr neu geschaffenen Angebote noch einige Adaptierungen im Sinne der Qualitätssicherung erforderlich. Die Kinderkrankheiten sollten aber bis zum Frühjahr dieses Jahres überwunden sein“, ist Pletzer zuversichtlich.

WK-Vizepräsident Manfred Pletzer
WK-Vizepräsident Manfred Pletzer

Wie gut die bestehenden Einrichtungen funktionieren, zeigt die International School Innsbruck am Akademischen Gymnasium in Innsbruck. Dort werden mittlerweile 19 internationale Klassen geführt – Tendenz steigend. Diese Nachfrage zu bedienen, könnte in Zukunft jedoch an den eklatant fehlenden Raumressourcen scheitern. „Hier ist dringender Handlungsbedarf gegeben. Das Land Tirol sollte sich dazu mit der Stadt Innsbruck ins Einvernehmen setzen. Es muss möglich sein, entsprechende Klassenräume zur Verfügung zu  stellen“, fordert Pletzer.

Von der Volksschule bis zur Oberstufe

Das fehlende abgestimmte internationale Schulangebot kann vor allem im Großraum Innsbruck durch die Etablierung einer anerkannten Europäischen Schule beseitigt werden. Dieses pädagogische Modell bietet ein harmonisiertes Curriculum mit unterschiedlichen Arbeitssprachen (Deutsch, Englisch, Italienisch) von der Volksschule bis zum Abschluss der Oberstufe und umfasst mit dem European Baccalaureate eine Hochschulstudienberechtigung. Dazu gibt es auf politischer Ebene intensive Gespräche.

Eines hat Tirol den anderen Bundesländern voraus: Es wurde bereits im Jahr 2020 ein Koordinator für das internationale Schulwesen in Tirol etabliert. „Mit Helmuth Aigner konnte ein versierter Kenner dieser Szene gewonnen werden, der die Entwicklung konsequent vorantreibt. Das wertet unseren gesamten Standort auf und bietet ausgezeichnete Zukunftschancen für Jugendliche“, ist Pletzer überzeugt.

Internationale Schulangebote in Tirol

Quelle: ibw-Studie Internationale Schule Tirol

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