In der Bildung liegt der Schlüssel für die Zukunft

Lesezeit 0 Minuten
Die praktische Wissensvermittlung in Lehrbetrieben ist ein zentrales Element erfolgreicher Fachkräfteausbildung.
© Franz Oss

Die Qualifikation von Fachkräften ist der zentrale Faktor, um Betriebe zukunftsfit zu machen und Arbeitsplätze zu sichern. Die duale Ausbildung und das WIFI spielen dabei eine wichtige Rolle.

Wie gelingt es, dass „Made in Tyrol“ derart hohe Qualität erreicht? Was wirkt gegen den Fachkräftemangel? Wie schaffen wir die Digitalisierung? Was schützt vor Arbeitslosigkeit? Unterschiedliche Fragen – eine Antwort: Qualifizierung. Hochwertige Dienstleistungen und Produkte sind nur mit entsprechend ausgebildeten Fachkräften möglich. Eine der effektivsten Möglichkeiten bietet die Lehre.

Die aktuellen Lehrlingszahlen zeigen, dass die duale Ausbildung wieder im Aufwind ist. Ende 2021 standen in Tirol 10.569 Lehrlinge in Ausbildung. Die Gesamtzahl der Lehrlinge ist aufgrund der Corona-Krise zwar um 0,9 Prozent leicht zurückgegangen, dafür gab es eine deutliche Zunahme um sechs Prozent bei neuen Lehrverträgen. „Mehr als 160 Lehrberufe werden im Land angeboten. Damit gibt es viele Chancen, um individuelle Vorstellungen in einem ganz konkreten Berufsbild Wirklichkeit werden zu lassen“, ist Präsident Christoph Walser überzeugt. Der Fachkräftemangel bedeutet zudem für engagierte Jugendliche praktisch eine Jobgarantie.

Ausgezeichnete Tiroler Lehrbetriebe

Derzeit gibt es in 3.227 Betrieben in Tirol Lehrlinge. Größter Lehrlingsausbilder ist das Gewerbe und Handwerk, gefolgt von Handel und Industrie. Der Tourismus leidet seit Ausbruch der Corona-Pandemie. „Die Corona-Maßnahmen sind für den Gastronomie- und Freizeitbereich nur schwer durchzuhalten. Im Tourismus gibt es aktuell 978 Lehrlinge, also um rund 100 weniger als im Jahr zuvor“, erläutert WK-Lehrlingskoordinator David Narr. In Tirol bilden 198 ausgezeichnete Tiroler Lehrbetriebe rund ein Drittel aller Lehrlinge aus. „Die steigende Zahl ausgezeichneter Lehrbetriebe ist ein Zeichen dafür, dass die Firmen die Qualität in der Ausbildung stetig verbessern“, erklärt Narr.

Duale Ausbildung als Chance

„In den kommenden Jahren müssen zahlreiche Stellen quer über alle Branchen nachbesetzt werden. Das ist ohne entsprechenden Fachkräfte-Nachwuchs nicht zu schaffen“, erklärt Präsident Christoph Walser. Damit dies gelingt, muss die Bildung gestärkt werden. Derzeit absolvieren auch rund 450 Maturanten eine Lehre in Tirol. „Gerade jetzt in dieser schwierigen Zeit zeigt sich, dass die Kombination aus Berufsschule und Ausbildungsbetrieb jene Qualifikation bietet, mit der sich die Anforderungen des Marktes bestmöglich bewältigen lassen“, erklärt Narr. Die Lehrlingskampagne der WK #träumweiter (www.traeumweiter.tirol) bietet alle Infos, um mit einer Lehre berufliche Träume in die Realität umzusetzen.

Top-Ausbildung, Top-Erfolge

Was mit einer dualen Ausbildung möglich ist und auf welchem Niveau die Lehre liegt, zeigen die Erfolge bei nationalen und internationalen Berufswettbewerben. Das jüngste Beispiel sind die Staatsmeisterschaften der Berufe in Salzburg: Bei den AustrianSkills Ende Jänner konnten sich die Tiroler Teilnehmerinnen und Teilnehmer 16 Medaillen sichern, davon fünf in Gold (siehe unten). „Ein toller Erfolg, der die hervorragende Ausbildungsqualität in den Tiroler Betrieben einmal mehr unter Beweis stellt“, freut sich Präsident Christoph Walser, der selbst eine Lehre absolviert hat.

WIFI ist die erste Adresse

Die erste Adresse für berufliche Aus- und Weiterbildung ist das Wirtschaftsförderungsinstitut. Das WIFI ist Teil der Wirtschaftskammer Tirol und mit über 3.800 Kursangeboten in über 150 verschiedenen Berufen und Bildungszentren in allen Bezirken Tirols die größte und führende berufliche Bildungsorganisation Tirols.

Kategorie(n)