Gründer Tirol 2021
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Mehr als 3.300 Neugründungen in Tirol

Die Gründerzahlen für das Jahr 2021 sind bemerkenswert.
© adobe.stock/feliks szewczyk

Neuer Rekord! Die Gründerzahlen für das Jahr 2021 sind bemerkenswert: Mit exakt 3.307 Neugründungen in Tirol werden die Pandemie-bedingten Erwartungen weit übertroffen.

„Der Mut der Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer ist ungebrochen. Die Tirolerinnen und Tiroler krempeln die Ärmel hoch und packen ihre Gründungsideen an. Mit mehr als 3.300 Neo-Gründerinnen und -Gründer haben wir ein Plus von 12,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, freut sich Dominik Jenewein, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Tirol und fügt hinzu: „Auch der hohe Frauenanteil bei den Neugründungen ist hier hervorzuheben und zeigt, dass die Tiroler Wirtschaft immer weiblicher wird.“ Denn mit 49,1 Prozent von Frauen gegründeten Unternehmen liegt hier der Gesamtanteil sehr hoch.

Europäisches Spitzenfeld

Rund zwei Drittel der neugegründeten Unternehmen sind nach fünf Jahren immer noch am Markt tätig. „Damit liegen wir im europäischen Spitzenfeld“, so Jenewein. Die meisten Gründungen gab es mit knapp 31 Prozent in der Altersgruppe der 30- bis unter 40-Jährigen. Im Schnitt sind die Tiroler beim Schritt in die Selbstständigkeit 37,8 Jahre alt. „Tirols Gründerinnen und Gründer stürzen sich nicht unvorbereitet in die Selbstständigkeit. Sie sammeln zuvor Praxiserfahrung im Beruf, wie das Durchschnittsalter deutlich macht.“

Aufteilung nach Sparten

Mit 1.496 Neugründungen dominiert laut der aktuellen Gründungsstatistik im Spartenvergleich das Gewerbe und Handwerk – gefolgt vom Handel mit 785 Neugründungen und der Sparte Information & Consulting mit 562. Für den Landesvorsitzenden der Jungen Wirtschaft, Dominik Jenewein, sind die Ergebnisse mehr als erfreulich, vor allem aufgrund der aktuellen Umstände: „Die zunehmende Digitalisierung förderte neue Geschäftsideen und Geschäftsmodelle. So werden auch künftig Themen wie Umwelt, Klima und Digitalisierung immer weiter ins Zentrum rücken – und damit auch Neugründer als Lösungsanbieter fordern. Auch deswegen werden wir uns weiterhin konsequent dafür einsetzen, unseren Wirtschaftsstandort so gründerfreundlich wie möglich zu gestalten.“

Die Gründerdynamik liegt damit wieder auf sehr hohem Niveau und zeigt sich somit überraschend krisenresistent: „Das Interesse an der Selbstständigkeit ist trotz Corona ungebrochen, auch die Motive haben sich nicht geändert“, zieht Jenewein eine positive Zwischenbilanz. „Die Hauptmotive, sich in Tirol selbstständig zu machen, waren immer schon ‚sein eigener Chef zu sein‘, ‚eigene Verantwortung zu tragen‘ sowie ‚flexible Zeit- und Lebensgestaltung‘.“

Kundenzufriedenheit

Das Gründerservice der Tiroler Wirtschaftskammer und die Bezirksstellen sind die erste Anlaufstelle für Neugründer und verfügen über ein umfassendes Informations- und Beratungsangebot. Dies umfasst Beratungen, Weiterbildung und ein Netzwerk an Experten zur Unternehmensgründung, Betriebsnachfolge und im Bereich Start-up.

So zeigt die aktuelle Kundenzufriedenheitsbefragung der Tiroler Wirtschaftskammer eine erfreuliche Bilanz, so Stefan Scholze, Leiter des Gründerservice: „Das Gründerservice der WK Tirol und die Bezirksstellen konnten im Jahr 2021 wieder sehr hohe Zufriedenheitswerte bei den Gründerinnen und Gründer erreichen. Auf einer zehnteiligen Bewertungsskala – wobei zehn die maximale Punkteanzahl darstellt – konnten im Durchschnitt 9,56 Punkte beim Engagement, 9,60 bei der Vertraulichkeit und 9,48 bei der Kompetenz erreicht werden. Somit haben sich die ohnehin schon sehr guten Werte im Vergleich zur letzten Befragung im Jahr 2016 weiter erhöht.

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