Symbolbild Tiroler Bezirke
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Frische Impulse in Tirols Bezirken

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Zukunftsthemen wie Fachkräfte, Klimaschutz und Digitalisierung sind längst in allen Bezirken angekommen. Die WK-Bezirksstellen leisten einen Beitrag zur Entwicklung der regionalen Wirtschaftskreisläufe.

Bei den gemeinsamen Pressekonferenzen der Bezirke mit Präsident Christoph Walser zum Jahresauftakt zeigte sich einmal mehr, dass die von der WK Tirol definierten großen Herausforderungen der Zukunft (Fachkräfte, Klimaschutz, Digitalisierung) in allen Regionen und Branchen des Landes angekommen sind. Obwohl zahlreiche Betriebe immer noch unter Corona-Einschränkungen leiden, ist der Personalmangel ein massives Problem in ganz Tirol.

„Die Politik muss hier an sämtlichen Stellschrauben drehen, um den Mitarbeitermangel branchenübergreifend zu lösen“, erklärt Christoph Walser. Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind ebenso quer über das ganze Land in der Praxis angekommen. Einerseits berücksichtigen sämtliche Bezirksstellen der Wirtschaftskammer die Grundsätze der Nachhaltigkeit. Andererseits kämpfen die Betriebe aktuell mit deutlich gestiegenen Energiepreisen. Die Wirtschaftskammer Tirol unterstützt die Unternehmen beim Umstieg auf alternative Energiequellen und bei der Erhöhung ihrer Energieeffizienz. Das hilft dabei, sowohl die Umwelt zu schützen als auch die Kosten für die heimischen Firmen zu senken.

Das dritte Zukunftsthema ist die Digitalisierung, die Unternehmen nachweislich erfolgreicher macht. Mit Initiativen wie dem „Digitallotsen“ bringt die WK digitales Know-how in sämtliche Tiroler Betriebe.

Regionale Initiativen

Wie wichtig eine Vertretung vor Ort ist, zeigen die regionalen Initiativen der WK-Bezirksstellen. Ein gelungenes Beispiel stellt eine neue elektrotechnische Grundausbildung am WIFI Reutte dar. „Die Idee zu diesem Projekt stammt direkt aus der heimischen Industrie. Um hohe Wartungskosten oder sogar Stillstände von Produktionsanlagen zu vermeiden, sind zeitnahe Reparaturen bzw. Wartungen vor Ort unerlässlich. Die dafür nötigen Kenntnisse werden in diesem neuen Kurs vermittelt“, erklärt Bezirksobmann Christian Strigl.

In Landeck setzt die Bezirksstelle auf die Belebung des Talkessels. „Die ganze Region, der ganze Bezirk braucht ein attraktives Zentrum. Nur so kann man die Abwanderung stoppen, bestehende Arbeitsplätze erhalten und neue schaffen“, so WK-Bezirksobmann Michael Gitterle. Die Bezirksstelle Innsbruck-Land wiederum baut auf eine Arbeitsgruppe, um für die Entwicklung ländlicher Wirtschaftsräume EU-Fördergelder aus dem LEADER-Projekt zu lukrieren. „Die Bezirksstelle ist Teil eines zu diesem Zweck gegründeten Vereins, um die Interessen der heimischen Wirtschaft zu vertreten und künftig an der Entwicklung zahlreicher Initiativen mitzuwirken“, betont Bezirksobmann Patrick Weber.

Roter Faden durch die Bezirke

Die Bezirksstelle Kitzbühel widmet sich einem Gründerzentrum: „Start.N bietet leistbare Miet-räume für Neugründer und erleichtert damit den Einstieg in die Selbstständigkeit“, erklärt Bezirksobmann Peter Seiwald. Gründer, Start-ups und Jungunternehmen profitieren von einem breiten regionalen und internationalen Netzwerk. Ein weiteres Beispiel ist ein Pilotprojekt mit der Berufsakademie Lienz, mit dem attraktive Aus- und Weiterbildungsangebote forciert werden. „Diese Initiative bietet Zusatzausbildungen und Höherqualifizierungen für Lehrlinge und Fachkräfte und wertet die duale Ausbildung weiter auf“, ist Bezirksobfrau Michaela Hysek-Unterweger überzeugt.

Vom Außerfern über das Oberland, den Zentralraum und das Unterland bis hin nach Osttirol zieht sich somit ein roter Faden an Initiativen, die ein gemeinsames Ziel haben: mit maßgeschneiderten Ideen die Kraft regionaler Wirtschaftskreisläufe zu entfalten und einen Beitrag zur hohen Lebensqualität in allen Ecken Tirols zu leisten.

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