TRIGOS 2022: Weil Nachhaltigkeit zählt: Ingrid Felipe, Landeshauptmann-Stellvertreterin (Mitte), Christoph Walser, Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer (r.) und Simon Meinschad, Landeskoordinator RespACT und Geschäftsführer hollu Systemhygiene GmbH
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Weil Nachhaltigkeit zählt: Ingrid Felipe, Landeshauptmann-Stellvertreterin (Mitte), Christoph Walser, Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer (r.) und Simon Meinschad, Landeskoordinator RespACT und Geschäftsführer hollu Systemhygiene GmbH
© WK Tirol/ Die Fotografen

Der TRIGOS ist die renommierteste österreichische Auszeichnung für verantwortungsvolles Wirtschaften – und gibt jedem nachhaltigen Unternehmen in Tirol eine Bühne. Die Einreichungen starten jetzt.

Das Thema Nachhaltigkeit steht aktuell ganz vorne auf der politischen Agenda. Ziel nachhaltiger Entwicklung ist die Erfüllung gesellschaftlicher Bedürfnisse innerhalb der ökologischen Grenzen der Erde und ohne die Bedürfnisse zukünftiger Generationen zu gefährden. Dabei werden die drei Dimensionen – sozial, ökologisch, ökonomisch – der Nachhaltigkeit gleichwertig, ausgewogen und in integrierter Weise berücksichtigt.

Unternehmen sind für die Politik wichtige Partner und für die Erreichung vieler Ziele der Nachhaltigkeit entscheidend, so WK-Präsident Christoph Walser: „Kunden sind sensibler und kaufen bewusster. Dementsprechend spielt die „Nachhaltigkeit“ eines Produktes oder einer Dienstleistung eine große Rolle bei der Kaufentscheidung. Mitarbeiter suchen sich gezielt Arbeitgeber aus mit deren Werten sie sich identifizieren. Somit ist hier der Faktor des Employer Branding ein ganz wesentlicher. Die Wirtschaftskammer Tirol hat sich den SDGs (Sustainable Development Goals – 17 Nachhaltigkeitsziele der UN) verschrieben und diese in die eigene Geschäftsstrategie implementiert.“

Österreichs bedeutendste Auszeichnung

Der TRIGOS ist Österreichs bedeutendste Auszeichnung für verantwortungsvolles Wirtschaften und wird seit 2011 alle zwei Jahre auch regional in Tirol vergeben. Ausgezeichnet werden Unternehmen, die eine Führungsrolle und besondere Vorbildwirkung für verantwortliches Wirtschaften und Nachhaltigkeit übernehmen und somit die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Tirol mitgestalten. Vergeben wird der Preis in drei Kategorien: „Regionale Wertschaffung“, „Vorbildliche Projekte“ und „Klimaschutz“. Als Preis gibt es ein Kunstwerk von Altbischof Reinhold Stecher aus der Benefizauktion „Wasser zum Leben“.

Alle ziehen an einem Strang

Die Tiroler Wirtschaftskammer und das Land Tirol ziehen hier gemeinsam an einem Strang. LH-Stellvertreterin Ingrid Felipe: „Die Stärkung des Wirtschaftsstandortes und die regionale Wertschöpfung ist eine der zehn Leitlinien der Nachhaltigkeits- und Klimastrategie des Landes. Die verstärkte Regionalisierung von Wirtschaftsaktivitäten reduziert Transportleistungen und verringert damit negative Auswirkungen auf die Umwelt. Zudem kurbelt sie die lokale Ökonomie an, was sich beispielsweise positiv auf die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen aus-  und einer Zersiedelung des Raumes entgegenwirkt“, und fügt hinzu: „Neben der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bewirkt der Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit für Unternehmen also auch zusätzliche Resilienz und Zukunftsfähigkeit. Zudem sind alle Unternehmerinnen und Unternehmer auch Bürgerinnen und Bürger, die sich für sich und ihre Familien eine solidarische Gesellschaft in intakter Umwelt wünschen. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedeutet die Transformation hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft beispielsweise eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben oder die gezielte Förderung von Chancengleichheit innerhalb der Unternehmen.“

Best-Practise

Die Wirtschaft ist mit ihrem Unternehmergeist und ihren Innovationen der Motor für Nachhaltigkeit. Ein lebendes Best-Practise-Beispiel ist das Unternehmen hollu in Zirl, das sich selbst bereits TRIGOS-Preisträger nennen darf. Geschäftsführer Simon Meinschad ist zudem auch respACT-Landeskoordinator: „In dieser Rolle habe ich die Möglichkeit, mich mit Unternehmen zu vernetzen, das Voneinander-Lernen zu fördern, neue, einfachere Wege für nachhaltiges Wirtschaften sichtbarer und die Plattform RespACT ganz generell im Westen Österreichs noch bekannter zu machen.“

hollu hat seit 2018 die 17 SDGs auch in ihre Strategie und somit auch in ihren hollu Arbeitsalltag verankert. „Das heißt, die nachhaltige Strategie haben wir gesamtheitlich in das Unternehmen und in bestehende Prozesse integriert. Für jede Abteilung wurden konkrete Maßnahmen festgelegt, welche sich in den Jahresplänen jedes einzelnen Mitarbeiters, jeder einzelnen Mitarbeiterin widerspiegeln und so zahlen alle Aktivitäten im Arbeitsalltag schlussendlich auf die Unternehmensstrategie und die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ein. In erster Linie ist der Gewinn des TRIGOS für uns eine externe Bestätigung dafür, dass wir auf unserem Weg schon vieles richtig machen. Das macht mich als Geschäftsführer sehr stolz. Und ich spüre auch, so etwas schweißt als Team sehr zusammen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von heute wollen einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen und etwas zum großen Ganzen beitragen.“

Unterstützung von der Tiroler WK

Ihren Mitgliedern steht die Tiroler Wirtschaftskammer in puncto Nachhaltigkeit unterstützend zur Seite: „Seit vielen Jahren gibt es bereits die Tiroler Beratungsförderung, welche gemeinsam mit dem Land Tirol abgewickelt wird. Im Zuge der Tiroler Beratungsförderung werden Beratungen in verschiedenen Bereichen gefördert. Auch zum Thema Nachhaltigkeit gibt es einen Beratungsschwerpunkt“, erklärt Präsident Christoph Walser und fügt hinzu: „Ein Beraterpool wurde aufgebaut und hier unterstützen Profis bei der Etablierung einer Nachhaltigkeitsstrategie. Noch im ersten Quartal dieses Jahres wird es außerdem am WIFI Tirol die Möglichkeit einer Ausbildung zur zertifizierten Nachhaltigkeitsexpertin bzw. Nachhaltigkeitsexperten geben.“

Am 4. Februar gibt es ein TRIGOS-Einreichfrühstück bei hollu in Zirl, bei dem sich Tipps zur Einreichung vom TRIGOS Projektleiter Hanspeter Würth geholt werden können. Denn: „Kein Projekt ist zu klein, um es nicht einzureichen“, sind sich LH-Stvin. Ingrid Felipe, WK-Präsident Christoph Walser und respACT-Koordinator Tirol Simon Meinschad einig und freuen sich auf viele nachhaltige und spannende Projekte.

JETZT einreichen unter: www.trigos.at

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