Lichtinstallationen von MK Illumination sorgen mittlerweile weltweit für Furore und besonderes Ambiente.
Lichtinstallationen von MK Illumination sorgen mittlerweile weltweit für Furore und besonderes Ambiente.
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Ein Leuchtturm am Standort Tirol

Lichtinstallationen von MK Illumination sorgen mittlerweile weltweit für Furore und besonderes Ambiente.
© MK Illumination

Innerhalb von 25 Jahren ist MK Illumination zu einem Weltmarktführer für festliche Beleuchtungen geworden. Klaus Mark spricht über Flexibilität in der Krise und Strategien gegen den Fachkräftemangel.

Binnen eines Vierteljahrhunderts haben Klaus Mark, sein Zwillingsbruder Thomas und seine Frau Marie MK Illumination von Weer aus zum weltweiten Marktführer für festliche Beleuchtung gemacht. Das betrifft in westlichen Ländern vor allem Weihnachten, global betrachtet rückt MK Illumination Festlichkeiten quer über alle Kulturen und Religionen ins richtige Licht. Damit ist das Unternehmen auch zu einem Leuchtturm an Standort Tirol geworden. Die Eckdaten nötigen Respekt ab: Mittlerweile beschäftigen die Lichtspezialisten 970 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) in 44 Niederlassungen auf der ganzen Welt.

Rechnung mit vielen Unbekannten

Die Corona-Krise war auch für MK Illumination eine riesige Herausforderung, eine komplizierte Rechnung mit vielen Unbekannten. „Nach einigen Tagen Schockstarre war uns klar, dass wir uns dieser neuen Situation aktiv stellen müssen“, erklärt Klaus Mark im Rahmen eines Betriebsbesuchs von Präsident Christoph Walser mit Vertretern der Fachgruppe des Elektrohandels. Von der Betriebsgröße her ist MK Illumination zwar längst kein KMU mehr, aber die Firmenchefs sind mit diesem Denken groß geworden und haben sich ein Maß an Flexibilität bewahrt, das man Großunternehmen nicht zutraut. Wobei: Anders zu denken gehört ohnehin zur DNA von MK Illumination.

„Wir waren die ersten in der Industrie, die komplett auf LED umgestellt haben“, erklärt Klaus Mark. Inzwischen hat die Konkurrenz nachgezogen, doch der Technologievorsprung und vor allem der hohe Qualitätsanspruch der Tiroler Lichtspezialisten ist geblieben. Und an diesem Antrieb hat auch Corona nichts geändert: Für das Team von MK Illumination war klar, dass trotz aller nötigen Anpassungen auch mitten in der Krise ein neues Sortiment an den Start gehen muss. „Das hat uns ganz schön gefordert – aber eines war uns bewusst: Stehenbleiben ist keine Option, die Krise lässt sich nur aktiv managen“, so Mark.

Licht-Blicke mitten in der Coronakrise. Präsident Christoph Walser (2.v.l.), Fachgruppenobmann Christian Mühlthaler (l.) und Fachgruppen-Geschäftsführer Christian Ladner (2.v.r.) im Gespräch mit CEO Klaus Mark (Mitte) und Managing Director Rogier Wesling (r.).
Licht-Blicke mitten in der Coronakrise. Präsident Christoph Walser (2.v.l.), Fachgruppenobmann Christian Mühlthaler (l.) und Fachgruppen-Geschäftsführer Christian Ladner (2.v.r.) im Gespräch mit CEO Klaus Mark (Mitte) und Managing Director Rogier Wesling (r.)
© WK Tirol

Offener Zugang macht sich bezahlt

Zu Beginn der Coronakrise wurden zu allererst die Ziele an die Realität angepasst. Einbrüche in diversen Segmenten und Regionen konnten durch verstärktes Engagement in anderen Bereichen wettgemacht werden. Beispielsweise ersetzten städtische Beleuchtungen rückläufige Projekte von Shopping Centern und Hotels. Lag der Umsatz im Jahr 2019 noch bei 135 Millionen Euro, so wurde die Planung für 2020 auf 95 Millionen korrigiert. Geworden ist es dann aufgrund unterschiedlicher Entwicklungen auf weltweiten Märkten doch nicht so dramatisch: Im Jahr 2020 konnte MK Illumination mit 105 Millionen Euro Umsatz abschließen, für 2021 wird schon wieder ein Umsatz von 140 Millionen angepeilt.

„Unser offener Zugang hat sich gerade in diesen schwierigen Zeiten bezahlt gemacht“, resümiert Mark. Dabei muss nicht alles neu erfunden werden. Der bereits im Vorjahr erfolgreiche Lichterpark Lumagica im Innsbrucker Hofgarten findet auch heuer eine Fortsetzung. Verteilt auf einem Rundweg im Hofgarten können Besucher dabei wieder über 300 Lichtinstallationen bewundern.

Positionierung als attraktiver Arbeitgeber

Mit der Stabilisierung der Umsatzzahlen rückt für MK Illumination eine zentrale Herausforderung wieder in den Fokus: der massive Fachkräftemangel, der sich nicht nur in Österreich, sondern auch auf allen anderen Märkten bemerkbar macht. Einen Teil der krisenbedingten Schwankungen konnte das Unternehmen im Zeitraum von April bis Juni 2020 mit Kurzarbeit abfedern, wobei Mark hier einen negativen Begleiteffekt ortet: „Kurzarbeit drückt auf Dauer auf die Arbeitsmotivation, deswegen haben wir das Instrument ab Juni 2020 nicht mehr eingesetzt.“ Das Unternehmen forciert Employer Branding und positioniert sich als attraktiver Arbeitgeber. „Dabei ist die Bezahlung nur ein Element von mehreren, in Summe kommt es darauf an, einen spürbaren Mehrwert für die Mitarbeiter zu bieten. Kurz gesagt: das Gesamtpaket muss stimmen“, fasst Klaus Mark zusammen.

Man müsse im Unternehmen einen sozialen Spirit leben. Dazu gehören für Mark Aus- und Weiterbildung, Aufstiegsmöglichkeiten, aber vor allem attraktive Zeitmodelle. „Die Vier-Tage-Woche ist bei uns kein Tabu“, erklärt Mark, „außer in Asien spüren wir hier deutliche Erwartungsveränderung bei der jungen Generation der Mitarbeiter.“ Die nötige Produktivität hält das Unternehmen über Steigerungen in der Effizienz, wozu intensiv die Möglichkeiten der Digitalisierung genutzt werden, Stichwort Home-Office. Parallel zu diesen unternehmensseitigen Faktoren fordert der CEO eine Öffnung des Arbeitsmarktes. „Ohne qualifizierte Zuwanderung wird es nicht gehen. Dazu gehört beispielsweise auch die Ukraine, die für andere EU-Länder wie Deutschland und Polen längst geöffnet ist. Es sollte auch für Österreich möglich sein, Arbeitskräfte aus der Ukraine zu beschäftigen“, fordert Mark.

Nachwuchsfachkräfte ausbilden

Im Zusammenhang mit dem Fachkräftemangel steht auch die Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen. Hier erarbeitet MK Illumination interne Entwicklungsprogramme wie beispielsweise die MK Akademy. „Wir setzen unseren Fokus auf eine gute Ausbildung der Nachwuchskräfte und setzen daher in allen Ländern, wo das möglich ist, auf unser Erfolgsmodell“, erklärt Mark. Auf diese Weise exportiert MK Illumination nicht nur Licht in die ganze Welt, sondern ein Weiterbildungskonzept, bei dem ebenfalls Qualität im Zentrum steht.

Vielzahl an WK-Leistungen zum Thema Fachkräfte – hier ein kurzer Überblick

Interessenpolitik

Das Konjunkturbarometer der WK Tirol belegt es klar: Für die heimischen Betriebe ist der Fachkräftemangel das Problem Nummer 1. Als Interessenvertreter der Tiroler Unternehmen stellt die WK Tirol klare Forderungen an die Politik wie beispielsweise qualifizierte Zuwanderung, den Ausbau der Kinderbetreuung und die Aufwertung der dualen Berufsbildung. (wirtschaft.tirol berichtete: Fachkräftemangel! Und jetzt?)

Rechtsberatung

Ganz gleich, ob es sich um Dienst- und Lehrverhältnisse, Pensions- und Pflegeangelegenheiten oder die Anwendung von Kollektivverträgen handelt – die Wirtschaftskammer Tirol steht Unternehmern in allen arbeitsrechtlichen Fragen bei und unterstützt sie auch auf dem Weg durch gerichtliche Instanzen.
www.wko.at/arbeitsrecht

Personalentwicklung

Mit dem Bildungsconsulting der WK Tirol kann die Suche nach Fachkräften und deren Weiterentwicklung zielgerichtet gestaltet werden. Das Angebot reicht von Berufsorientierung über Berufswahl, Bildungsberatung, Karriereplanung und Personalauswahl bis hin zur individuellen und betrieblichen Kompetenzentwicklung.

WIFI Campus

Das WIFI ist die Nummer 1 in der Erwachsenenbildung in Tirol. Das umfassende Präventions- und Sicherheitskonzept sowie der Ausbau des digitalen Lernens ermöglichten den vollen Betrieb auch in Corona-Zeiten. Und das „Firmen Intern Training“ FIT schafft maßgeschneiderte Bildungsangebote für jeden Betrieb.

Diese und viele weitere praktische Services der WK Tirol finden Sie online unter www.servicepaket.at