UTA Würstel-Aktion für Lkw-Fahrer
UTA Würstel-Aktion für Lkw-Fahrer
Aktuelles

Mit Biss auf Tirols Straßen unterwegs

Begeistert von der kulinarischen Aktion: Hans-Peter Hager (Transped), Alexander Penz (Leiter Tankstelle Unterer Kundl), Claudia Auer (Transped), Markus Auer (Transped), WK-Präsident Christoph Walser, Robert Müller (UNION TANK), Harald Rötzer (UNION TANK), Fabian Zavodnik (WK-Fachgruppengeschäftsführer), Michael Wohleb (Fachgruppe Spediteure), Patrick Schönauer (Bezirksstellenleiter-Stv. Kufstein) (v.l.).
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„Es ist Zeit Danke zu sagen, dass Lkw-Fahrer auch in so schweren und fordernden Zeiten arbeiten“, erklärt WK-Präsident Christoph Walser bei seinem Besuch einer kulinarischen Aktion von UTA in Wörgl.

Die Gastronomie hat im November/Dezember Lockdown ihre Pforten einmal mehr geschlossen. Vor allem für Fernfahrer eine prekäre Situation, da dies auch Raststätten betrifft und damit ihre einzige Möglichkeit für eine warme Mahlzeit. Das Tankkarten-Unternehmen UTA lud daher Lkw-Fahrer im Wörgler Gewerbegebiet auf Gratis-Würstel ein. WK-Präsident Christoph Walser schaute persönlich vorbei. Sein Kommentar: Nachahmenswert. Ulf Schmid von der Sparte Transport und Verkehr in der WK Tirol sprach im Rahmen der Aktion auch die drohenden englischen Verhältnisse in der Branche an, die verschlechtere Bedingungen für Lkw-Fahrer und eine Impfpflicht mit sich bringen könnten.

Food-Truck unterwegs

„Von einem Tag auf den anderen standen die Fernfahrer wieder vor der Frage, wo sie etwas Warmes zum Essen bekommen. Jetzt im Winter außerhalb des Lkw zu kochen, ist schwierig. Auch der Zugang zu Sanitäranlagen ist durch den Lockdown stark eingeschränkt. Wir haben durch unsere Kunden die Problematik bereits bei den vorhergehenden Schließungen hautnah miterlebt. Daher stand für uns fest, dass wir jetzt etwas für die Fahrer tun. Eine kostenfreie warme Mahlzeit für jene Menschen, die die Wirtschaft am Leben erhalten und die schon wieder auf so schwierige Verhältnisse stoßen“, erläutert Harald Rötzer von UTA den Startschuss für ihre Aktion.

Innerhalb einer Woche organisierte das Tankkarten-Unternehmen einen Food-Truck, legte vier Stationen fest und begann die Fahrer unter anderem via Social Media zu informieren. Nach der ersten Station in Arnoldstein, schlug der Food-Truck mit Unmengen an Würstel an Bord am 7. Dezember im Wörgler Gewerbegebiet seine Zelte auf. „Die Reaktionen der Fahrer waren beeindruckend. So viel Dankbarkeit wie wir beim Verteilen erlebten, einmalig“, erzählt Harald Rötzer.

Drohende englische Verhältnisse

Michael Wohleb von der Fachgruppe der Spediteure in der Tiroler Wirtschaftskammer und selbst Transportunternehmer zeigte sich vor Ort von der Aktion sehr angetan und sprach an, dass er sich Derartiges auch von Seiten der WK Tirol vorstellen könnte. Eine Aussage, die bei WK-Präsident Christoph Walser auf offene Ohren stieß. „Die Branche war in den vergangenen Jahren stark negativ behaftet. Jetzt ist es Zeit, Danke zu sagen, dass die Fahrer auch in so schweren und fordernden Zeiten arbeiten. Wir haben in den letzten Monaten gesehen, wie wichtig der Lkw-Transport ist, um die Wirtschaft aufrecht zu erhalten.“

Auch Ulf Schmid von der Sparte Transport und Verkehr der WK Tirol äußerte sich in Wörgl positiv über das Engagement der UTA und sieht die Aktion zudem als Möglichkeit, die Aufmerksamkeit auf die LKW-Fahrer zu lenken. „Es ist ein Signal, um die Bedeutung der Fahrer für uns alle aufzuzeigen und bewusst zu machen. Wir stehen derzeit nämlich durchaus der Gefahr von englischen Verhältnissen gegenüber. Die Arbeitsbedingungen werden durch Lockdowns und die immer strikteren Corona-Maßnahmen für Lkw-Fahrer immer unattraktiver. Der nun aufkommende Impfdruck verschärft die Situation zusätzlich. Etliche sind mit einem in Österreich nicht anerkannten Impfstoff geimpft, andere wollen sich nicht impfen lassen. Dazu gibt es momentan genügend Arbeitsplatzalternativen in anderen Branchen, die einen möglichen Jobwechsel enorm erleichtern.“