Symbolbild: Fitnessstudio (fordern Öffnung)
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Sport- und Freizeitbetriebe fordern Öffnung

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Eine Verlängerung des Lockdowns ist für die Betriebe wirtschaftlich nicht mehr tragbar. Die Öffnung soll am 12. Dezember erfolgen, ansonsten neigt sich die Geduld der Unternehmer dem Ende zu.

Zahlreiche Freizeit- und Sport- sowie Kino- und Kulturbetriebe erleben die schwierigste Zeit ihres Bestehens. Die Stimmung bei Fitnessstudiobetreibern, Tanzschulen, Campingplätzen, Kinos und anderen Freizeit,-  Sport- und Kulturbetrieben schwankt zwischen Verzweiflung und Frustration. Die aktuellen Diskussionen über eine mögliche Verlängerung des Lockdowns über den 11. Dezember hinaus führt zu extremer Verunsicherung der seit Beginn der Pandemie schwerst betroffenen Betriebe. „Wir werden eine zeitliche Benachteiligung in der Öffnungsphase gegenüber anderen Branchen nicht hinnehmen“, macht Fachgruppenobmann Georg Giner seinen Standpunkt klar und ergänzt: „Eine Verlängerung des Lockdowns wäre für viele Betriebe wirtschaftlich nicht mehr stemmbar und weder für die Betreiber, noch die Kunden tragbar.“

Die Freizeit- und Sportbetriebe müssen wieder durchstarten können. Bereits vor dem erneuten Lockdown haben diese bewiesen, dass sie auch mit Corona-Auflagen gut arbeiten können. Alois Fauster, Sprecher der Tiroler Fitnessbetriebe, erklärt: „In unserer Branche ist die lückenlose Kontrolle der bereits vor dem Lockdown bestehenden Maßnahmen problemlos möglich, die Betriebe waren und sind bestens vorbereitet, es gibt Präventionskonzepte und es gab nachweislich keine Cluster im Freizeit- und Sportbereich.“

Auch Kino- und Kulturbetriebe wehren sich

Das Weihnachtsgeschäft ist für Kinobetriebe immens wichtig, denn gerade zu dieser Zeit erfreut sich das Kino größter Beliebtheit. Um Verluste aus dem Lockdown zumindest teilweise kompensieren zu können, wäre eine Benachteiligung von Kino- und Kulturbetrieben bei der Öffnung fatal für die Branche. Alexander Wurzenrainer, Sprecher der Tiroler Kinos, fordert außerdem, dass Kinobetriebe differenziert von der Nachtgastronomie bzw. Veranstaltungen (ohne festen Sitzplatz) behandelt werden: „In Kinos wird die Ansteckungsgefahr aufgrund der zugewiesenen Sitzplätze und der geringen Interaktion der Besucherinnen und Besucher ohnehin minimiert. Wir verlangen daher hinsichtlich der Zutrittsregeln eine Gleichstellung der Kinobetriebe mit der Gastronomie.“

„Die Geduld und das Durchhaltevermögen vieler Unternehmer, die in den vergangenen Monaten bereits so viel ertragen mussten, neigen sich verständlicherweise dem Ende zu“, sind sich die Branchenvertreter einig und betonen abschließend: „Auch eine 2,5-G-Regelung wäre in Tirol keine Option und außerdem aus wirtschaftlicher Sicht für die Betriebe schwer umsetzbar.“

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