Symbolbild Bewerbung und Recruiting
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Perspektiven

Bewerbung und Recruiting von Jugendlichen

© stock.adobe.com/goodzone95/Bildungsconsulting

Das Bildungsconsulting unterstützt Unternehmen bei der Mitarbeitersuche und Jugendliche bei der Bewerbung. In die Broschüre „Professionell bewerben“ sind Ergebnisse einer Umfrage eingeflossen.

Am Arbeitsmarkt herrscht – wie auf jedem Markt – das Gesetz von Angebot und Nachfrage. In Zeiten akuten Fachkräftemangels wie derzeit wird es für Unternehmen geradezu zur Überlebensfrage, die „richtigen“ Bewerber für ausgeschriebene Stellen zu begeistern und damit sämtliche Positionen einer Organisation durchgehend zu besetzen. Wer sich umgekehrt gut „verkaufen“ kann, erhöht seine Chancen, einen attraktiven Job zu finden. Man kann das – mit mäßigem Erfolg – dem Zufall überlassen oder professionell agieren.

„Das Bildungsconsulting ist für Unternehmen und Bewerber die richtige Anlaufstelle, um sowohl im Recruiting, also der Suche nach qualifizierten Arbeitskräften, als auch bei Bewerbungen top Ergebnisse zu erzielen“, erklärt der Leiter des Bildungsconsultings, Wolfgang Sparer. Das gilt bei Arbeitnehmern jeder Altersklasse – ganz besonders aber bei Jugendlichen, denn für diese Altersgruppe sind eine eigene „Sprache“ und gezielte Botschaften wichtig.

Geändert Anforderungen

Das Bildungsconsulting bietet zielgruppengerechte Beratung für Betriebe auf der Suche nach jungen Arbeitskräften und unterstützt Jugendliche bei ihrer Jobsuche. Für die Betriebe leistet das Bildungsconsulting punktgenaue Unterstützung, um ihre Recruiting-Anstrengungen zu professionalisieren. Für jugendliche Berufseinsteiger stellen die Experten des Bildungsconsultings Unterlagen und Beratungen zur Verfügung, die sich mit allen Fragen rund um die Bewerbung beschäftigen.

In unserer schnelllebigen Zeit ändern sich auch die Anforderungen an potenzielle Arbeitgeber bzw. Arbeitnehmer laufend. Daher berücksichtigt das Bildungsconsulting aktuelle Umfragen, sowohl unter Betrieben als auch unter Jugendlichen. Das identifiziert für die jeweils andere Seite jene Punkte, die im Recruiting- und im Bewerbungsvorgang unbedingt zu beachten sind. Denn: Wer seine Zielgruppe wirklich erreichen will, muss wissen, wie sie „tickt“. Das führt einerseits zu einem Update der empfohlenen Vorgangsweise für Betriebe als auch zu einer Neuauflage der Bewerbungs-Unterlagen für Jugendliche.

Hier finden Unternehmen jugendliche Bewerber
  • Teilnahme an Bewerbungsworkshops in Schulen
  • Teilnahme an regionalen Veranstaltungen wie: Berufs-Festivals der
    WK Tirol Bezirksstellen, JOBbing Nights, Berufs-Shuttle, Rookie, etc.
  • Anbieterprofil auf berufsreise.at – Präsentation des Betriebes, der Lehrstellen und Angebote wie z.B. Schnuppern, Betriebsbesichtigungen, Schulbesuchen etc.
  • Angebote von Schnuppertagen und Praktikumsplätzen – praktische Erfahrungen sind für die Jugendlichen essenziell
  • Teilnahme an der Lehrstellenaktion der WK Tirol (jährlich als TT-Beilage, im Magazin „Lehre in Tirol“ und auf der Lehrstellenbörse der berufsreise.at)
  • Nutzung Sozialer Medien wie Instagram und Facebook
  • Aussagekräftige und zielgruppenspezifische Stellenanzeigen – Anforderungen, Inhalte und was das Unternehmen bietet
  • Internetauftritt – übersichtlich – einfach strukturiert

Erfolgreiches Recruiting von Jugendlichen

Auch hier steht am Anfang eine Erhebung, was Jugendliche vom Berufsleben erwarten. Nur wer weiß, was Jugendlichen wichtig ist, kann seine Jobangebote danach ausrichten. Wer „Old School“ ausschließlich mit den Stichworten „Karriere“, „Bezahlung“ oder „Status“ lockt, schießt Pfeile ab, die ihr Ziel verfehlen. Bei Jugendlichen zählen heute vor allem Attribute wie „Work Life Balance“ sowie ein sicherer und erfüllender Arbeitsplatz. Ähnliche Ergebnisse liefert auch eine aktuelle Studie der Uni Wien über die Vorstellungen von Jugendlichen von ihrer Zukunft: Die häufigsten Nennungen betreffen die Punkte „Beruf, der Spaß macht“, „Nette Kollegen“ und „Selbstverwirklichung“.

Eine soeben veröffentlichte Studie der Jobbörse StepStone unterstreicht diesen Befund: Ein wettbewerbsfähiges Gehalt ist zwar wichtig – aber bei weitem nicht alles. Jungen Arbeitnehmern ist die Ausgewogenheit zwischen dem Arbeits- und dem Privatleben ein großes Anliegen, gefolgt vom Wunsch nach vielfältigen Aufgaben, der Aussicht auf Aus- und Weiterbildung sowie einem intakten Arbeitsklima. Wer über diese Vorlieben Bescheid weiß, kann seine Jobangebote maßschneidern und damit die Chance erhöhen, junge Fachkräfte für seinen Betrieb zu rekrutieren. Auf diese Frage nach dem „Wie“ folgt die Frage nach dem „Wo“. Wer weiß, welche Informationswege Jugendliche auf ihrer Suche nach dem Traumjob beschreiten, kann dort gezielt seine Wegweiser platzieren.

Wer junge Bewerber erreichen will, muss die Sprache der Zielgruppe sprechen und den gesamten Recruiting-Prozess darauf ausrichten. Umgekehrt gilt diese Anforderung auch für Jugendliche beim Einstieg ins Berufsleben. Das Bildungsconsulting bietet mit seinen Experten für beide Seiten professionelle Unterstützung und leistet damit einen Beitrag zur Entschärfung des akuten Fachkräftemangels.
Wer junge Bewerber erreichen will, muss die Sprache der Zielgruppe sprechen und den gesamten Recruiting-Prozess darauf ausrichten. Umgekehrt gilt diese Anforderung auch für Jugendliche beim Einstieg ins Berufsleben. Das Bildungsconsulting bietet mit seinen Experten für beide Seiten professionelle Unterstützung und leistet damit einen Beitrag zur Entschärfung des akuten Fachkräftemangels.
© WK Tirol

„Generell sticht die Wichtigkeit von berufspraktischen Tagen für die Berufswahlentscheidung hervor: Mehr als die Hälfte der Jugendlichen trifft basierend auf diesen Erfahrungen eine Entscheidung für die weitere Ausbildung“, betont Tanja Köhler, Expertin für Berufsorientierung am Bildungsconsulting. Das bedeutet konkret für die Unternehmen, sich genau dort zu bewegen, wo die Jugendlichen anzutreffen sind. Das sichert den Kontakt mit potenziellen jungen Arbeitskräften. Dazu gehören alle unter dem Stichwort „Kontaktoffensive“ aufgelisteten Möglichkeiten.

Professionelle Bewerbung Jugendlicher

Zu einer Unterschrift unter einen Arbeitsvertrag gehören zwei: Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Aus Sicht der Jugendlichen enthält eine vom Bildungsconsulting unter Tiroler Betrieben durchgeführte Umfrage wichtige Informationen, auf welche Punkte Unternehmen besonderen Wert legen. Das ist in die Neuauflage der kostenlosen Broschüre „Professionell Bewerben – Tipps für Jugendliche“ eingeflossen, die sich sowohl von den Jugendlichen als auch im Unterricht nutzen lässt. Die Broschüre enthält Tipps zu allen wichtigen Phasen der Bewerbung für Jugendliche – von der Erstellung der Bewerbungsunterlagen über das Verhalten beim Bewerbungsgespräch bis hin zum ersten Arbeitstag.

Bei der Überarbeitung wurden alle Kapitel aktualisiert und neue Vorlagen erstellt. Zudem wurden Erweiterungen vorgenommen, wie etwa das Online Bewerbungsgespräch. Parallel dazu gibt es eine Neuauflage der Übungen sowie des Begleithefts für Lehrpersonen. „Mit dieser kostenlosen Broschüre für alle Interessierten und Schulen steht Jugendlichen eine umfassende Grundlage für die Vorbereitung zu ihrer Bewerbung zur Verfügung, die sich ganz an den Anforderungen der Praxis orientiert“, erklärt Tanja Köhler.

Die Broschüre „Professionell bewerben – Tipps für Jugendliche“ gibt jungen Bewerbern wertvolle Hilfe für den Berufseinstieg. In der neuen Auflage wurden die Ergebnisse einer Umfrage unter Tiroler Betrieben eingearbeitet.
Die Broschüre „Professionell bewerben – Tipps für Jugendliche“ gibt jungen Bewerbern wertvolle Hilfe für den Berufseinstieg. In der neuen Auflage wurden die Ergebnisse einer Umfrage unter Tiroler Betrieben eingearbeitet.
© Bildungsconsulting

Die Antworten der Betriebe zu ihren Erwartungen an die Bewerber geben wichtige Hinweise für Jugendliche, wie sie Bewerbungsunterlagen und -gespräche anlegen sollen. Bei den Bewerbungsunterlagen gibt es eine klare Reihung, welche Inhalte Firmen am wichtigsten erachten: Den Beginn macht der Lebenslauf, dann folgt das Bewerbungsschreiben, danach kommen die Zeugnisse und das Motivationsschreiben, gefolgt von Bestätigungen für Praktika und andere erste Berufserfahrungen. Nach dem bevorzugten Medium für die Bewerbungen befragt, führt mit Abstand der Weg per E-Mail.

Was den Lebenslauf anbelangt, legen die Betriebe abgesehen von vollständigen persönlichen Daten Wert auf folgende Inhalte in absteigender Reihenfolge: Schulische Laufbahn, Interessen und Hobbies, Praktika und Schnuppertage, ein (qualitativ ansprechendes) Foto und die Angabe der Fähigkeiten. Dabei achten die Unternehmen in hohem Maße auf korrekte Rechtschreibung und Grammatik. Das Bewerbungsgespräch hat für die Betriebe eine hohe Wertigkeit. Das bedeutet auf der einen Seite, dass meist mehrere Personen seitens der Firma teilnehmen und ausreichend Zeit eingeplant wird. Auf der anderen Seite wird von den Bewerbern eine gewisse Vorbereitung erwartet: So wird etwa die Recherche grundlegender Informationen zum Betrieb vorausgesetzt. Abgesehen vom Fachlichen punkten jugendliche Bewerber mit einem respektvollen, gepflegten und authentischen Auftreten.

Fachkräftenachwuchs sichern

Die Mitarbeiter sind bekanntlich das Kapital von Unternehmen. „Professionelle Betriebe bedienen sich daher professioneller Mittel, um das „Matching“, also die optimale Übereinstimmung der Anforderungen einer ausgeschriebenen Stelle mit den zur Verfügung stehenden Bewerbern, zu erzielen“, erklärt Wolfgang Sparer. Es liegt auf der Hand, dass die Erhöhung der Anzahl von Bewerbern auch die Ergebnisse verbessert.

Betriebe, die Energie in das Recruiting speziell junger Bewerber stecken, haben die Chance, über Jahre ihren Fachkräftenachwuchs zu sichern. Umgekehrt können auch Jugendliche ihren Wert am Arbeitsmarkt erheblich steigern, wenn sie dabei wichtige Grundsätze befolgen. Das Bildungsconsulting leistet Unterstützung für beide Gruppen und trägt damit dazu bei, die beiderseitige Zufriedenheit zu erhöhen und die jeweiligen Ziele zu erreichen.

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