Alexander Hechenberger (Gründer der Addion GmbH) führte Bezirksobmann Peter Seiwald (r.) und Andreas Holaus (l.) in die Welt des 3D-Drucks ein.
Kitzbühel

Wie aus Gründern hochinnovative Unternehmer werden

Alexander Hechenberger (Gründer der Addion GmbH) führte Bezirksobmann Peter Seiwald (r.) und Andreas Holaus (l.) in die Welt des 3D-Drucks ein.
© WK Kitzbühel

Betriebsbesuch bei der Addion GmbH in Oberndorf. WK-Bezirksobmann Peter Seiwald hat gemeinsam mit Gründer Alexander Hechenberger die hochmoderne 3D-Fertigung besichtigt.

Die Addion GmbH wurde im Jahr 2014 von Alexander Hechenberger in Oberndorf gegründet und ist auf die additive Fertigung spezialisiert. Doch was versteht man nun unter additive Fertigung? Vereinfacht wird die additive Fertigung auch als 3D-Druck bezeichnet. Schicht für Schicht werden dreidimensionale Objekte mit Hilfe von komplexen und hochmodernen 3D-Druckern erzeugt.

Die Objekte können in den unterschiedlichsten Formen, Materialien, Farben, Härtegraden und Füllungen gefertigt werden. Diese Individualisierbarkeit ist auch die große Stärke des 3D-Drucks. Den Fokus legt die Addion GmbH dabei auf den Bereich der Medizintechnik und das Unternehmen entwickelt und produziert aktuell unterschiedliche 3D-gedruckte medizinische Schulungsobjekte. Ein Produkt des Unternehmens sind künstliche Augen, mit Hilfe derer Ärzte komplizierte Augenoperationen trainieren können. Diese gedruckten, realistischen Modellobjekte kommen weltweit bei unterschiedlichen Ärzteschulungen zum Einsatz.

Bezirksobmann Peter Seiwald und Andreas Holaus vom iNK Innovationsnetzwerk Bezirk Kitzbühel haben den Gründer Alexander Hechenberger am Firmenstandort in Oberndorf besucht, die hochmoderne 3D-Fertigung der Addion GmbH besichtigt und ihm einige Fragen gestellt.

Wie bist du zum 3D-Druck gekommen?

Mein Start in die additive Welt begann mit einer ausgiebigen Recherche zu den unterschiedlichen 3D-Druckverfahren und deren Möglichkeiten. So bin ich dann früher oder später auf die Polyjet Technologie (3D-Druck Verfahren) gestoßen. Mit der Hilfe meines Vaters gelang die Gewerbeanmeldung, da ich selbst damals mit 17 Jahren noch nicht dazu berechtigt war.

Was waren bisher die größten Herausforderungen am Weg in die Selbstständigkeit und bei der Entwicklung der innovativen Produkte?

Die damals größte Herausforderung war, dass ich für ein eigenständiges Unternehmen mit 17 Jahren zu jung war. Auch die Gewerbeberechtigung zu erhalten war sehr aufwändig. Wirtschaftliche Herausforderungen in der 3D-Druck-Welt sind die rasante Technologieentwicklung und die damit verbundenen hohen Investitionskosten.

Was treibt dich persönlich an, diesen innovativen, aber auch oftmals schwierigen Weg zu gehen?

Ein großer Faktor ist gewiss die Möglichkeit der Selbstverwirklichung, die man mit der Selbständigkeit erhält. Ich bin auch sehr bestrebt Ideen umzusetzen. Hier hilft mir der 3D Druck jeden Tag, da das Verfahren fast keine Limitierung kennt. Darüber hinaus findet man mit dem 3D-Druck in jeder Branche ein Einsatzgebiet, was einem viele Bereich öffnet.

Was sind die nächsten Ziele, die du in den kommenden Jahren mit der Addion GmbH erreichen willst?

Unser Hauptaugenmerk liegt darin, noch weiter im medizinischen Sektor Fuß zu fassen sowie neue, noch realistischere Produkte zu designen und zu produzieren. Auch die bestehende Technologie weiter auszureizen, haben wir uns zum Ziel gesetzt. Parallel arbeiten wir an einem neuen Geschäftsfeld und Verfahren, mit dem wir mehr auf Personalisierungen eingehen wollen.

Weitere Informationen: Addion GmbH

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