STS Institut Fresenius - Laborausstattung in Wörgl
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Diagnostiklabor ergänzt Portfolio des SGS Instituts

Die modernste Laborausstattung kann bei weiteren epidemiologischen Ereignissen binnen kürzester Zeit auf andere Erfordernisse ausgelegt werden.
© SGS Institut Fresenius

Neben Produkttests und Probandenstudien etabliert das SGS Institut Fresenius Austria mit dem Partner Pathologie-Labor Tyrolpath Obrist Brunhuber aus Zams ein Diagnostiklabor für modernste Analytik.

Das SGS Institut Fresenius Austria ist Teil des Weltkonzerns SGS, welcher weltweit mit 100.000 Mitarbeitern eines der größten Testungs- und Zertifizierungszentren bietet. Der Standort Wörgl führt seit mehr als 15 Jahren Testungen von Produkten aus den Bereichen Hygiene und Kosmetik durch.

„Egal ob Reinigungs- oder Desinfektionsmittel, Haarshampoo oder Duschgel – alle diese Artikel werden von uns geprüft und für die Handelsketten zum Verkauf freigegeben“, erklärt Geschäftsführerin Dr. Sheida Hönlinger und führt weiter aus: „In unseren dazugehörigen Laboren in Deutschland werden die Produkte anhand eines Prüfplans kontrolliert und Auffälligkeiten festgehalten. Diese Ergebnisse werden an die Experten in Wörgl zurückgeschickt, welche in weiterer Folge ein aussagekräftiges Gutachten erstellen.“

Dr. Sheida Hönlinger
Dr. Sheida Hönlinger

Probandenstudien und Verbrauchertests

Das unabhängige SGS Institut prüft stets nach dem aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisstand und hält sich dabei exakt an die gesetzlichen Vorgaben. Die Probandenstudien sind ein weiteres wichtiges Standbein, welches in Wörgl bereits seit einigen Jahren verfolgt wird. Firmen oder Magazine beauftragen Verbrauchertests beispielsweise von Elektrorasierern, Haargels oder -sprays, Slipeinlagen etc. „Wir haben uns im Laufe der Jahre darauf spezialisiert, entsprechende Studien durchzuführen. Dazu haben wir mittlerweile ca. 2.000 Personen in einem Pool, die wir abwechselnd und je nach Bedarf kontaktieren. Im Grunde kann jeder mitmachen, der die jeweiligen Kriterien erfüllt. Je nach Test müssen die Probanden zuhause oder vor Ort gewisse Aufgaben erledigen.“

Diesen Verbraucherstudien geht ein sehr aufwendiger Prozess voraus, um stets die Neutralität zu bewahren. Durch detaillierte Fragebögen und stichprobenartige Einzelgespräche wird die Vertrauenswürdigkeit der Teilnehmer überprüft und sichergestellt, dass sie die Produkte wirklich getestet haben. „Die statistische Auswertung sowie der Umgang mit den Probanden sind recht heikel und ausgezeichnete Produktkenntnisse sind ohnehin Voraussetzung. Das Endresultat erscheint beispielsweise in der Zeitschrift Konsument. Die meisten Menschen, die solche Testergebnisse lesen, wissen nicht welcher Aufwand dahintersteckt und schon gar nicht, dass Studien von weltweiten Markenprodukten in Wörgl durchgeführt werden.“

Mikrobiologe und Laborleiter Alessandro Fuchs (r.) führt aktuell gemeinsam mit seinem Team SARS-CoV-2-PCR Testungen mittels Spüllösungen durch.
Mikrobiologe und Laborleiter Alessandro Fuchs (r.) führt gemeinsam mit seinem Team SARS-CoV-2-PCR Testungen mittels Spüllösungen durch.
© WK Tirol

Fokus auf molekularbiologische Testungen

Seit Kurzem gibt es in Wörgl zusätzlich ein Diagnostiklabor, welches aktuell aufgrund der Covid-Situation mittels Spüllösung PCR-Tes-tungen anbietet. Es wendet sich vornehmlich an Betriebe oder Unternehmen, die ihre Belegschaft regelmäßig bis zur Eindämmung der Pandemie überprüfen wollen oder Bedarf im Rahmen von Reisetätigkeiten ihrer Mitarbeiter haben. Langfristig wird der Fokus auf molekularbiologischen Testungen liegen. Mikrobiologe Alessandro Fuchs leitet das Labor in Zusammenarbeit mit dem Pathologen Peter Obrist aus Zams.

„An diesem Standort war schon längere Zeit ein Labor in Planung. Die Philosophie von SGS unterstützt jedoch keine Doppelgleisigkeiten. Das heißt, wenn es ein entsprechendes Labor für beispielsweise chemische Analytik in Deutschland gibt, dann wird ein solches nicht auch noch ein paar hundert Kilometer weiter in Österreich eröffnet. Bisher hat sich SGS bei der PCR-Analytik überwiegend auf Produkttests konzentriert. Das Thema Covid-19 hat sich dann als Bereich entpuppt, der sich für humane Proben in Wörgl optimal angeboten hat und gut umsetzbar war“, so Hönlinger.

Ausblick in die Zukunft

Personalisierte Medizin findet heutzutage ihre Anwendung bei Tumor-/Krebserkrankungen in der Anfangsdiagnostik und zur Verlaufsbeurteilung. Bisherige Ansätze benötigten hierzu eine Gewebeprobe vom Tumor selbst. Das Wörgler SGS Diagnostiklabor wird diese auf ein neues Anwendungslevel heben, durch Verwendung von flüssige Biopsien – zum Beispiel Blut.

„Die Ergebnisse erlauben die Unterscheidung von Respondern zu Non-Respondern bevor eine medikamentöse Therapie seitens der behandelnden Ärzte begonnen wird. Bei Non-Respondern kann somit auf die unnötige Gabe von oft teuren und nebenwirkungsreichen Medikamenten verzichtet werden. Auch die Verlaufsbeobachtung von Tumoren wird durch die einfachere Probennahme wesentlich verbessert. Gerade bei Erkrankungen bei denen die Tumore schwer zugänglich sind oder die Biopsie mit einem hohen Maß an Nebenwirkungen einhergeht“, gibt Hönlinger einen Ausblick in die Zukunft des Labors.

Weitere Informationen: SGS Institut Fresenius Diagnostiklabor GmbH

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