Markus Dax gewährte WK-Präsident Christoph Walser einen eindrucksvollen Einblick in die Produktion und die Qualitätssicherung seines Unternehmens Steka.
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Tradition und Innovation gehen Hand in Hand

Markus Dax gewährte WK-Präsident Christoph Walser einen eindrucksvollen Einblick in die Produktion und die Qualitätssicherung seines Unternehmens Steka.
© WK Tirol

In der Innsbrucker Rossau führt Markus Dax mittlerweile in dritter Generation die Steka-Werke. Gemeinsam mit seinem Team versorgt er Kunden auf der ganzen Welt mit keramischen Isolierteilen.

Vor mehr als 70 Jahren gründeten Paul Dax und Ferdinand Rojkowski das Unternehmen Steka mit viel Mut und Marktgespür. Am Anfang stand die Produktion von Sicherungspatronen und Isolierperlen aus Steatit im Vordergrund, da diese für den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg dringend benötigt wurden.

Heute ist Steka Hersteller und Lösungsanbieter, wenn es um technische Keramik und ihren Einsatz in den unterschiedlichsten Bereichen und Anwendungen geht. Die keramischen Isolierteile werden vorwiegend in der Licht-, Installations- und Elektrowärmetechnik sowie zur Temperaturregelung eingesetzt. Darüber hinaus ist der familiengeführte Betrieb Zulieferer für die Automobilindustrie und Hausgerätetechnik und fertigt verschiedenste Komponenten und Bauelemente für Sondernutzungen an.

Hitzebeständigkeit und mechanische Festigkeit

„Mein Vater, Otto Dax, war Keramikingenieur und hat den Betrieb zu dem gemacht, der er heute ist. Wir beliefern die Elektroindustrie weltweit und unsere Produkte werden überall dort verwendet, wo Strom unter großer Hitze isoliert werden muss. Beispielsweise Temperaturregelungen für Kaffeemaschinen, Geschirrspüler oder Bügeleisen. Unsere Exportquote liegt über 90 Prozent und unser Sortiment umfasst ca. 2.500 Artikel. Die Anwendungsbereiche technischer Keramik erweitern sich jedoch laufend. Zur Herstellung verwenden wir hochwertige Silikat- und Oxidkeramiken. Sie verleihen den Produkten Robustheit, Hitzebeständigkeit und hohe mechanische Festigkeit“, erklärt Markus Dax, der Enkel des Gründers.

In den 60er Jahren ist das Unternehmen von Matrei am Brenner als einer der ersten Betriebe auf die grüne Wiese in die Rossau übersiedelt. „Diesem Standort sind wir bis heute treu geblieben, inzwischen haben sich rund um uns herum zahlreiche weitere Betriebe angesiedelt, deren Synergien wir tagtäglich nutzen“, so Dax. Außergewöhnliche Kundenwünsche, neue wissenschaftliche Erkenntnisse, innovative Fertigungstechniken oder der eigene Erfindergeist – es gibt viele Impulse, die Steka dazu verleiten, immer wieder komplett neue Lösungen zu finden.

Markus Dax

Spezielle Lösungen – flexibel und schnell

Von der Entwicklung über die Auswahl der passenden Fertigungstechnologien, Konstruktion und Bau des Werkzeugs im eigenen Haus, bis hin zur passenden Sondermaschine. „Nach einer ersten Abklärung der Realisierbarkeit eines Auftrages, konstruieren und fertigen wir unsere spezifischen Werkzeuge selbst. Das verschafft uns einen Riesenvorteil, da wir sehr flexibel und schnell reagieren und alle Reparaturen im Haus durchführen können“, berichtet Dax und ergänzt: „Es freut uns, dass wir immer wieder ebenfalls als Partner für ganz spezielle Entwicklungen gewählt werden, die nicht aus dem industriellen Umfeld stammen. Gemeinsam mit regionalen Unternehmen dürfen wir spezielle Lösungen für deren Anwendungen finden. Zum Beispiel liefern wir Röhrchen für nachhaltige Wildbienenhotels oder poröse Verschlusskappen für Raumduftdiffuser.“

In Forschungsprojekten mit der Universität Innsbruck lotet Steka außerdem bisher ungenutzte Eigenschaften der technischen Keramik aus. Besondere Porositäten und exakte Temperatur- oder Elektroleitfähigkeit sollen künftig gezielt und in Serie reproduzierbar sein.

Ein aufwändiger Herstellungsprozess: Das aus mineralischem Rohstoff entstandene Sprühkorn wird durch Trockenpressen zu Bauteilen für Solarkraftwerke.
Ein aufwändiger Herstellungsprozess: Das aus mineralischem Rohstoff entstandene Sprühkorn wird durch Trockenpressen zu Bauteilen für Solarkraftwerke.
© Steka

Mehr als 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich stets dafür ein, kleinen und großen Kunden auf der ganzen Welt, ein zuverlässiger Lieferant hervorragender Produkte zu sein. Neben langjährigem Know-how ist präzises Arbeiten das A und O. Nur erstklassige Produkte dürfen das Werk verlassen, die Qualitätssicherung prüft die geforderten Maße, Härtegrade und Festigkeit. „Dabei ist es unser Ziel, kosteneffizient die Qualität und Umweltverträglichkeit ständig zu verbessern. Dem technischen Wissen und dem außergewöhnlichen Servicegespür unserer Mitarbeiter haben wir es zu verdanken, dass wir uns international eine herausragende Marktposition erarbeitet haben“, so Markus Dax abschließend.

Weitere Informationen: Steka-Werke Technische Keramik