Marco Romano (r.) und sein Schwager Patrick Pavan im Nonna Eliana in Seefeld.
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Nonna Eliana: Pasta, Delikatessen und Amore

Marco Romano (r.) und sein Schwager Patrick Pavan im Nonna Eliana in Seefeld.
© WK Tirol

Marco Romano zaubert in seiner Tiroler Pasta-Manufaktur in Seefeld Ravioli, Sughi und viele weitere italienische Leckerbissen nach den Rezepten seiner Großmutter Eliana.

Marco Romano steht vor der Küchenwaage und wiegt das Mehl ab. Er schlägt die Eier dazu, eine Prise Salz und dann wird alles zu einem festen Teig geknetet. Woher Marco Romanos Leidenschaft für frische Pasta und herzlicher Gastlichkeit herrühren? Natürlich von seiner Oma, der lieben „Nonna“ Eliana. Seit 2020 produziert die Seefelder Pastamanufaktur täglich ihre köstlichen und unwiderstehlichen Pasta-Sorten, Sughi und Pesti – frisch und aus liebevoller Handarbeit.

Das Geheimnis: die Originalrezepte der Nonna Eliana, beste und frische Zutaten direkt aus Italien und natürlich ganz viel „Amore“ zum Familienhandwerk. „Die Produktion unserer handgemachten Gourmetprodukte nach den Originalrezepten unserer Oma erfordert nicht nur viel Zeit und Hingabe – der besonders aromatische Geschmack basiert hauptsächlich auf unseren sorgfältig ausgewählten Grundzutaten. Wir verwenden ausschließlich Produkte aus biologischem Anbau oder von kleinen Slow Food Manufakturen.“

Nonna Eliana: Pasta, Delikatessen und Amore

La dolce vita

Seine Leidenschaft hat Marco schon in seinen Kindertagen entdeckt. Neugierig lauscht er den Geschichten seiner Nonna und steht gerne stundenlang bei ihr in der Küche. Der feine Geschmack wurde dem Gastronom quasi in die Wiege gelegt: „Auch meine andere Familienseite war kulinarisch vielseitig behaftet. Mein Großvater und Vater waren Pizzaioli in Bozen.“ Romano zog es 2010 von Italien nach Österreich, wo er schließlich vor zwei Jahren in Seefeld sesshaft geworden ist. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner betreibt er dort das Restaurant Pauly. Die Krise hat erfinderisch gemacht, so haben sie in ihrem alten Lager neben dem Bahnhof kurzerhand eine Pastamanufaktur eröffnet: „Hier verkaufen wir hausgemachte Produkte, wie unsere Pasta, Ravioli und Sughi, aber auch Produkte von Bauernhöfen aus der Umgebung.“

Altes Traditionsrezept der Nonna Eliana. Mit einer geheimen Rezeptur werden in der Pastamanufaktur in Seefeld Nudeln und Ravioli von Hand gemacht.
© WK Tirol

Nudel-Addicts

Schon vor Corona wurde im Restaurant immer die Pasta selbst gemacht. „Wir haben ein altes Traditionsrezept, das natürlich geheim bleibt. Nach deren Rezeptur haben wir vorher schon im Restaurant gekocht und frische Pasta zum Mitnehmen verkauft“, erklärt Marco Romano. Jetzt wird in der Pastamanufaktur bis zu 20 Kilo Pasta pro Tag vermarktet. Der Online-Shop war dafür die perfekte Investition, alle Sorten werden sowohl getrocknet als auch frisch in gekühlter Verpackung innerhalb von 48 Stunden nach ganz Österreich und Deutschland geliefert: „Nudeln machen nicht dick, sondern nur glücklich. Bei uns wissen die Kunden, dass sie Qualität und eine besondere Köstlichkeit kaufen“, so der lebensfrohe Pastakoch. „Einfach bestellen, in einen Topf kochendes Wasser geben, passendes Nonna Eliana Pesto oder Sugo dazu und fertig ist die perfekte Mahlzeit – ganz so, als hätte eine italienische Nonna selbst den Kochlöffel geschwungen.“

Benvenuto in der kleinen Greißlerei beim Bahnhof in Seefeld. Hier erhält man hausgemachte Produkte, aber auch Produkte von Bauernhöfen aus der näheren Umgebung.
Benvenuto in der kleinen Greißlerei beim Bahnhof in Seefeld. Hier erhält man hausgemachte Produkte, aber auch Produkte von Bauernhöfen aus der näheren Umgebung.
© WK Tirol

So geht Pasta

Die Pasta macht Romano gemeinsam mit Mutter Aurelia und seinem Schwager Patrick. Einen Tipp, worauf es bei der Pastaproduktion ankommt, können die Experten geben: „Auf das Ei! Pasta aus Grieß und Wasser kann jeder. Wir verwenden große Eier aus einer Bio-Landwirtschaft mit einem sehr gel-ben Dotter.“ Außerdem wird der Teig mindestens 60 Stunden bei rund 20 bis 27 Grad Raumtemperatur sowie 40 Grad Luftfeuchtigkeit luftgetrocknet. „In der Industrie würde dieser Prozess zwischen 10 und 18 Stunden dauern. Man schmeckt den Unterschied.“ Mit seiner Pastamaschine produziert der Gastronom drei Kilogramm Teigwaren in der Stunde: „Wichtig ist, dass die Pasta nicht heißer als 42 Grad wird, darum pausieren wir zwischen dem Walzen des Teiges einmal.“

Um die Kunden das ganze Jahr über mit verschiedenen Köstlichkeiten aus Italien zu verwöhnen, hat das Team einen Monatskalender eingeführt. Hier werden Ravioli je nach Saison und verfügbaren Zutaten frisch zubereitet und verkauft: „Dementsprechend werden je nach Monat verschiedene Produkte handgemacht und angeboten. Zum Beispiel Trüffelravioli, Spinat und Ricotta, Ziegenkäse mit Zuchini und Zitrone – das sind all-time-Klassiker.“ Zukunft „Eine Nudel ist nicht nur eine Nudel“, erklärt Marco Romano nachdenklich und fügt hinzu: „Ich wünsche mir, dass die Leute mehr verstehen, was hinter dem Wort „Manufaktur“ steht und dass die Qualität nicht mit herkömmlicher Pasta zu vergleichen ist.“

Weitere Informationen: www.nonna-eliana.com