Gewerbe & Handwerk

Steinbacher Dämmstoffe macht Dächer für die Zukunft

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Das Warmdach-Dämmprodukt steinodur® WDO plus wurde 2020 von der Steinbacher Dämmstoffe GmbH auf den Markt gebracht.
Das Warmdach-Dämmprodukt steinodur® WDO plus wurde 2020 auf den Markt gebracht.
Das Warmdach-Dämmprodukt steinodur® WDO plus wurde 2020 auf den Markt gebracht.
© Steinbacher

Mit dem ressourcenschonenden Warmdach-Sanierungssystem WDO plus hat die Steinbacher Dämmstoff GmbH eine nachhaltige Lösung entwickelt.

Egal ob durch über die Jahre undicht gewordene Abdichtungen oder durch andere Belastungen ausgelöste Verletzungen der Dachoberfläche: Auch bei den besten Dächern kann Feuchtigkeit eindringen. Weil das zu einer verminderten Wärmeleitfähigkeit führt, muss das Material im Schadensfall entsorgt und ersetzt werden – und das ist nicht nur teuer, sondern auch wenig nachhaltig.

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Steinbacher Dämmstoffe

Hier setzt das Erpfendorfer Unternehmen Steinbacher mit dem Warmdach-Dämmprodukt steinodur® WDO plus an, das nicht nur präventiv bei neuen Dächern eingebaut, sondern auch als Sanierungsprodukt verwendet werden kann: „Wenn bei einem bestehenden Dach Feuchtigkeit eingedrungen ist, kann unser Produkt ohne Entsorgen des Altbestandes aufgebracht werden. Das Sanierungssystem ermöglicht eine Trocknung des Bestandsaufbaus, sorgt so für eine längere Nutzungsdauer der bestehenden Ressourcen und reduziert damit den ökologischen Fußabdruck des Gebäudes“, erklärt Geschäftsführer Roland Hebbel. „Im Unterschied zu anderen Lösungen müssen die bestehenden Ressourcen und Materialien nicht aufwendig und kostenintensiv entsorgt werden.“

Keine Chance für Feuchtigkeit

Die Idee dazu sei vor knapp fünf Jahren entstanden, als überlegt wurde, auf den Dächern des Firmengeländes Photovoltaikanlagen zu installieren. „Bei der Installation von Photovoltaikanlagen muss man bedenken, dass man die nächsten Jahre definitiv nicht mehr auf die Dachhaut zugreifen kann, wegen der notwendigen Wartung der Anlagen aber nicht ausgeschlossen werden kann, dass das Dach verletzt und damit undicht wird“, erzählt Hebbel. „Wenn das Dach langfristig funktionsfähig sein soll, braucht man also eine Absicherung.“

Steinbacher-Geschäftsführer Roland Hebbel
Roland Hebbel

Ein Jahr lang wurde entwickelt, dann wurde der Prototyp an Teststationen im Süden und Osten Österreichs dem ersten großen Praxistest unterzogen. Dabei habe sich gezeigt, dass die Trockenzeit eines Daches wesentlich kürzer ist als angenommen, sagt der Geschäftsführer: „Wir sind von ein bis zwei Jahren ausgegangen, aber wir haben unabhängig vom Standort innerhalb von zwei bis vier Monaten 20 Liter Wasser pro Quadratmeter aus den alten Dachaufbauten herausgebracht. Das war ein Best-Case-Szenario, mit dem wir selber nicht gerechnet haben.“ Das System wurde daraufhin am Firmengelände in Erpfendorf installiert und 2020 auch auf den Markt gebracht.

Nachhaltige Lösung

Weil diese Lösung Ressourcen schont, Energie einspart und Abfall reduziert, wurde das WDO plus mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Das sei aber nur ein erster Schritt, betont Hebbel: „Wir arbeiten gerade daran, dass aus dem Produkt nach einer Einsatzdauer von 50 Jahren wieder die enthaltenen Rohstoffe zurückgewonnen und für die Herstellung neuer Produkte wiederverwendet werden können.“ Das Ziel sei eine vollständige Kreislaufwirtschaft mit dem WDO plus als Cradle-to-Cradle-Produkt.

Mehr Informationen: www.steinbacher.at