Holly-Geschäftsführer Bernhard Peskoller vor einem Kaffeeautomaten mit Kaffeetasse in der Hand.
Holly-Geschäftsführer Bernhard Peskoller vor einem Kaffeeautomaten mit Kaffeetasse in der Hand.
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Holly hat mehr. Und das nachhaltig!

Holly-Gschäftsführer Bernhard Peskoller richtet das Unternehmen nun noch mehr in Richtung Regionalität und Nachhaltigkeit aus.
© Die Fotografen

Mit einem Relaunch und einer verantwortungsbewussten Vision startet Holly in eine neue Ära. Das  Unternehmen setzt dabei starke Zeichen – für noch mehr Regionalität, Qualität und Nachhaltigkeit.

„Holly hat mehr. Das ist unser neuer Slogan“, sagt Bernhard Peskoller. Der Geschäftsführer der Holly Kaffeesysteme GmbH weiß, warum es genau dieser Slogan ist, mit dem das Unternehmen in eine neue Ära startet. Natürlich weiß er das. „Viele verbinden Holly nur mit Kaffee. Wir haben aber viel mehr“, so Peskoller.

Dass unzählige Tirolerinnen und Tiroler bei der Nennung der Marke Holly in Bruchteilen einer Sekunde an Kaffee denken, ist schon erstaunlich. Und irgendwie auch treffsicher. Schließlich verspricht Holly – seit 1976 der erste Heißgetränkeautomat bei Swarovski-Optik in Absam „eingeweiht“ wurde – mit Kaffee ein Lebenselixier, das unersetzbar ist. Und unschlagbar. Kaffeeliebhaber schlürfen jeden Bericht darüber, wie gesund Kaffee sein kann, wie die Crema eines perfekten Espressos genüsslich in sich auf. Und wenn sie dann noch darüber lesen, wie unglaublich positiv sich schwarzer Kaffee auf Prozesse der Zellerneuerung auswirkt oder die im Kaffee enthaltenen Antioxidantien die Körperzellen vor schädlichen Einflüssen schützen, springen sie gleich auf. Und eilen. Zum Holly-Automaten.

Maßgeschneidertes Angebot

Dieser Automatismus muss nicht unterbrochen werden. Gar nicht. Doch hat Holly eben mehr, und Holly kann auch mehr. Die Geschäftsfelder des Haller Unternehmens umfassen neben Kaffee & Snacks auch Hotel & Gastro, Office und Automaten. Maßgeschneidert für die Bedürfnisse der Partner, zu denen neben Hotel- und Gastronomiebetrieben auch Gemeinden, Bildungseinrichtungen, Unternehmen oder das Land Tirol zählen, findet sich in den Holly-Verkaufsautomaten allerlei Frisches und Leckeres – für den Genuss oder den Energie-Kick zwischendurch.

Mit den neuen Hygieneautomaten, deren Befüllung etwa mit FFP2-Masken oder Desinfektionsmitteln individuell gestaltet werden kann, antwortet das Unternehmen zudem auf Fragen, die seit Beginn der Corona-Pandemie permanent gestellt werden. „Damit können wir einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung von Covid leisten“, sagt Geschäftsführer Peskoller.

Totale Regionalität

Rund 8.000 Geräte und Automaten werden von den Holly-Mitarbeitern in ganz Tirol entweder rundum oder technisch betreut. Und es ist ein richtig breites Feld, das Holly da in Zusammenarbeit vielen regionalen Geschäftspartnern bearbeitet. „Regionalität fließt durch unsere Adern. Das wird bei uns durch und durch gelebt. Alles, was möglich ist, versuchen wir vor der Haustüre zu bekommen“, stellt der Geschäftsführer fest.

Fast sprichwörtlich vor der Holly-Haustüre in Hall ist etwa die Firma Hörtnagl zu finden, die einziger Wurstwaren-Lieferant für Holly ist. Die Zusammenarbeit mit Handl Tyrol, Silberquelle, der Bäckerei Wachtler oder der GenussFAIR Lebensmittelkooperative in Gnadenwald ist ein geschmackvolles Fixum und wird immer weiter vorangetrieben. „Wir sagen immer, wir bekommen unsere Wertschöpfung von den Tirolern. Darum beziehen wir alles, was möglich ist, regional“, so Peskoller.

Lieferauto von Holly
Fünf E-Autos und acht mit Erdgas betriebene gehören zum Holly-Fuhrpark. Demnächst erhalten alle Fahrzeuge des Unternehmens eine neue Optik, denn auch das Logo und der Außenauftritt erstrahlen im neuen Glanz.
© Holly

Durch die laufenden Aktivitäten der Firma Holly sowie deren Investitionstätigkeiten entsteht in Tirol eine Wertschöpfung von 15,1 Millionen Euro. Über 160 Vollzeitjobs werden durch das Unternehmen gesichert. Weil Tirol in Punkto qualitativ hochwertige Lebensmittel richtig coole Firmen und Produkte zu bieten hat, strahlt die Firmenphilosophie so weit wie breit. Vieles ist da möglich. Und noch mehr. Das zeigen vor allem die jüngsten Schritte des Unternehmens. Es sind große Schritte, um die längst gelebte Verantwortung noch tiefer zu verankern, die Umwelt zu schützen und so viel zum Klimaschutz beizutragen, wie möglich.

Das Zukunftsbild 2020

„Bei der Weihnachtsfeier 2018 hat Bernhard unseren Mitarbeitern erstmals die Vision vorgestellt aus der dann das Zukunftsbild 2020 entstanden ist. Es war und ist entscheidend, dass unsere Mitarbeiter dabei voll mitziehen. Sie betrifft es ja ganz direkt. Beispielsweise wenn sie plötzlich mit einem E-Fahrzeug fahren, das ein ganz anderes Tankmanagement verlangt“, erzählt David Narr, Prokurist und Personalverantwortlicher der Firma Holly. Und er hält weiter fest: „Bernhards Grundgedanke war immer, dass wir die Region, in der wir leben und arbeiten, schützen müssen und unternehmerisch nicht ausbeuten dürfen, weil sie für die nächsten Generationen auch noch da sein soll.“

Ein schöner Gedanke. Einer, bei dem der Blick in die Zukunft schärfer wird. Und klarer. „Ja, bei der Weihnachtsfeier war es noch eine Vision. David hat das dann federführend in einer kleinen Gruppe ausgearbeitet. Es mussten ja Schritte sein, die Sinn machen, realisierbar sind und wirtschaftlich“, sagt Peskoller.

Beitritt zum Klimabündnis

Mit dem Bekenntnis zum Umwelt- und Klimaschutz sind tiefe Einschnitte in die Hardware und die Unternehmensabläufe verbunden. Das geht nicht von heute auf morgen. Musste es auch nicht. Wie ernst es das Unternehmen mit dem Klimaschutz und den für verlässliche Qualität entscheidenden Managementprozessen nimmt, zeigt nicht nur der Beitritt zum Klimabündnis. „Von über 200 gleichartigen Betrieben in Österreich sind wir das einzige Unternehmen mit HACCP-Zertifizierung“, lenkt David Narr den Blick zudem auf den Gipfel der Lebensmittelsicherheit, für den dieses Zertifikat steht.

Holly-Geschäftsführer Bernhard Peskoller

Dass Holly von der Corona-Pandemie schwer getroffen wurde, wird allein beim Blick in die durch Home-Office verwaisten Büros oder die geschlossenen Gastronomie- und Hotelbetriebe klar. Diese knallharte Corona-Logik, die das Land schwer erschüttert, schlägt bzw. schlug sich in den Holly-Büchern mit einem Umsatzeinbruch von rund 30 Prozent nieder. „Trotzdem investieren wir in Summe zwei Millionen Euro in unser Zukunftsbild 2020 und nutzen dabei die Förderungen des Bundes, wie beispielsweise die Investitionsprämie“, erzählt Bernhard Peskoller und erklärt: „Wir hatten in der Vergangenheit sehr gute Jahre. Wenn man in der Zeit spart, dann hat man es in der Not. Das ist ein altes Sprichwort.“

Minus 90 Tonnen Kunststoff

Auf dieser Basis und mit der Kraft der Vision wurde die Pandemie-Zeit des vergangenen Jahres genutzt, um zahlreiche Umsetzungsschritte in Richtung Klimaneutralität zu setzen. Die Plastik- durch umweltfreundliche Papierbecher zu ersetzen, war vor dem Hintergrund ein riesiges Unterfangen. Ein Unterfangen, für das längst der Weg bereitet worden war. Der Holly-Partner der ersten Stunden, die Swarovski-Optik, war auch der erste Kunde, mit dem die Plastikreduzierung in die Wege geleitet wurde. „Ein Papierbecher ist etwas ganz anderes, als ein Plastikbecher. Er kostet auch mehr“, weiß Peskoller, der anfangs Bedenken hatte, dass die Großkunden mitziehen: „Doch die waren begeistert. Alle Kunden sind den Weg mitgegangen.“ Das Ergebnis: Mehrere Millionen Plastikbecher werden ersetzt und so können jährlich weit über 90 Tonnen Kunststoff eingespart werden.

Einen weiteren Knackpunkt bei der Reduktion der Treibhausgase stellte der Fuhrpark dar. Die rund 8.000 Automaten des Unternehmens müssen ja von den Mitarbeitern bedient, bespielt und gewartet werden. Fünf E-Autos und acht mit Erdgas betriebene wurden angeschafft. Alle anderen Fahrzeuge sind bereits auf Euro 6-Diesel umgestellt und es wurden E-Ladestationen gebaut. „Auch sie werden durch die 70 KW-Photovoltaik-Anlage gespeist, die wir errichtet haben“, führt David Narr weiter aus.

Klares Bekenntnis von Holly

Im Eingangsbereich von Holly in Hall hängt ein großer Bildschirm, auf dem die Auswirkungen des neuen Weges direkt abgelesen werden können. Seit Anfang Februar ist die Anlage in Betrieb. Peskoller: „Dort können wir sehen, wie viel CO2 eingespart wurde und wie viele Bäume aufgrund dessen gepflanzt werden können.“ 161 Bäume waren es vergangene Woche. Und es werden immer mehr. „Das motiviert“, weiß der Geschäftsführer, der gesteht, dass es ein „Riesenspaß“ ist, das Unternehmen in genau diese Richtung zu führen und jeden Tag festzustellen, dass es funktioniert.

Auch nach außen wird die Neuausrichtung sichtbar. Das Logo wurde verjüngt, klarer und auch knackiger gemacht. Im Zuge des Relaunchs bekam das Firmengebäude in Hall einen neuen Anstrich, wie auch die Produktsackerln, die Becher oder die Lieferscheine. An der Homepage wird gerade gearbeitet und die Autos werden sukzessive neu lackiert. Bald werden sie – wie bewegte Markenbotschafter – die starken Bekenntnisse des Unternehmens durch ganz Tirol tragen.

Weitere Informationen: Holly GmbH