Peter Tschallener und Gregor Schwärzler – die Gründer von „Brome Van Camping“ vor einem Campingbus.
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Brome Van Camping – individuell und flexibel

Peter Tschallener und Gregor Schwärzler – die Gründer von „Brome Van Camping“.
© Brome Van Camping/ Raphael Poeham

Die beiden Jungunternehmer Gregor Schwärzler und Peter Tschallener setzen mit ihrem Start-up „Brome Van Camping“ auf individuellen Urlaub im Camper mit modularem Innenausbau.

Wie alles begann: Peter Tschallener und Gregor Schwärzler absolvierten gemeinsam mit Auszeichnung die HTL in Imst für Innenraumgestaltung. Anschließend gingen sie vorerst getrennte Wege. Gregor Schwärzler stieg in den Tischlerberuf ein und war vorrangig in den Bereichen Planung, Arbeitsvorbereitung, Produktion und Montage tätig. Peter hingegen bevorzugte ein Studium für Holztechnologie, Holzbau und Möbelbau.

„Vor zwei Jahren ist Gregor auf mich zugekommen mit der Idee, Einrichtungen für Campingbusse zu entwickeln. Jedoch kein herkömmlicher Ausbau, sondern einer der auf sämtliche Bedürfnisse eingeht. Ein System, das kinderleicht umfunktioniert werden kann“, erzählt Peter. Daraufhin widmete er sich in seiner Bachelorarbeit ebenfalls dem Thema „modulare Fahrzeugausbauten“.

Innenansicht eines mit dem modularen Konzept ausgebauten Busses.
Das flexible Konzept kann von einem einzelnen Modul bis zum Komplettausbau erweitert und jederzeit umgebaut oder entfernt werden.
© Brome Van Camping/ Raphael Poeham

Zwei Jahre intensive Entwicklung und Marktforschung sowie zahlreiche Studien über Ergonomie und optimale Abläufe folgten. „Wir haben erste Entwürfe gefertigt, dann haben wir uns ein Fahrzeug geschnappt und unsere Versuche direkt eingebaut und ausprobiert. Obwohl wir schon Erfahrung beim Möbelbau hatten, musste vieles angepasst, umgeplant, verbessert, überdacht und manchmal von einer anderen Perspektive angeschaut werden. Mit dem ersten wirklichen Prototyp waren wir anschließend selbst einige Wochen unterwegs, um die Praktikabilität zu testen“, erzählt Gregor Schwärzler. Gleich wie sein Geschäftspartner Peter tüftelt er gerne bis zur Perfektion an Konstruktionen.

Module für individuellen Bedürfnisse

Im Juli 2020 gründeten die beiden ausgebildeten Tischler ihr eigenes Unternehmen „Brome Van Camping“. Sie sind stolz auf ihr Alleinstellungsmerkmal. Denn egal ob ein Kurztrip übers Wochenende, spontan mit Fahrrädern zum See, ein ausgedehnter Sommerurlaub oder doch Freunden beim Übersiedeln helfen. Ihr innovatives und modulares Ausbaukonzept für Kleinbusse geht auf die individuellen Wünsche der Fahrzeugbesitzer ein. Je nach Nutzung kann es jederzeit umfunktioniert oder zur Gänze entnommen werden.

Auf ein simples Befestigungssystem, dessen Grundlage eine Bodenplatte mit Fixierungspunkten darstellt, schraubt man die Module und sichert sie mit einem Drehmomentschlüssel. Die Montage ist von jedermann/-frau leicht durchführbar und wurde sowohl auf Tauglichkeit als auch auf Zulässigkeit geprüft.

Mit einem Bus ist man immer ungebunden, das Mobiliar von Brome Van Camping unterstützt dieses Freiheitsgefühl.
Mit einem Bus ist man immer ungebunden, das Mobiliar von Brome Van Camping unterstützt dieses Freiheitsgefühl.
© Brome Van Camping/ Raphael Poeham

„Im Bekanntenkreis und näheren Umfeld haben wir mit unserer Begeisterung sofort einige Interessierte angesteckt. So erhielten wir gleich unsere ersten Aufträge. Seither kommen laufend potenzielle Kunden zu uns und erzählen von ihren Bedürfnissen. Dann stellen wir ihnen ein Konzept aus unseren Sets zusammen. Wir entscheiden, je nachdem ob sie viel Stauraum für Kleinkram oder Platz für große Sportgeräte benötigen, ob sie Campingplätze bevorzugen oder lieber wild Campen“, erklärt Peter Tschallener.

Aktuell sind die verfügbaren Module auf VW-Busse ausgerichtet. Das motivierte Brome Van Camping-Team ist aber natürlich jederzeit in der Lage, diverse andere Busse auszustatten. Dazu muss der Ausbau nur an die jeweiligen Innenraummaße angepasst werden. Kunden können außerdem aus verschiedenen Holzvarianten wählen und ihr Wunsch-Interieur sowohl in Neu- als auch in Gebrauchtfahrzeuge einbauen.

Blick in die Zukunft von Brome Van Camping

„Eine gute Zusammenarbeit mit einem Autohaus ist derzeit unser vorrangiges Ziel. Dadurch möchten wir uns weiter etablieren und größer werden. Wir sind davon überzeugt, dass wir es schaffen, bereits nächstes Jahr erste Mitarbeiter einstellen zu können. In weiterer Folge möchten wir in den kommenden fünf bis sieben Jahren zu einem mittelgroßen Unternehmen mit zehn bis 15 Leuten wachsen“, so Peter und Gregor. Auch sonst hat das Duo noch viele weitere Ideen für die Zukunft. „Die können wir aber noch nicht alle verraten“, betont Peter, lacht und ergänzt: „Wir sehen eine Chance, die Doppelnutzung eines Fahrzeugs über den Campingmarkt hinaus zu vermarkten und so weitere Anwendungsbereiche abzudecken.“

Weitere Informationen: Brome Van Camping – Busausbau