Leuchtende Glühbirne als Symbol für Innovation
Kitzbühel

Innovation: ein wichtiges Thema für den Bezirk

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Die Themen Innovation und Digitalisierung liegen  der WK-Bezirksstelle Kitzbühel besonders am Herzen. Bezirksobmann Peter Seiwald besucht innovative Unternehmen und holt sie vor den Vorhang.

Betriebsbesuch bei der Lambda Wärmepumpen GmbH

Gerade einmal vor zwei Jahren, Anfang 2019, starteten Florian Entleitner und Florian Fuchs mit der Entwicklung einer innovativen, hocheffizienten Wärmepumpe und gründeten das Unternehmen Lambda Wärmepumpen GmbH in Brixen im Thale. Nun wurden im Herbst 2020 die ersten Serienprodukte an ihre Kunden ausgeliefert.

Die Luft/Wasser Wärmepumpen des Brixentaler Start-ups sind nachweislich die effizientesten Luftwärmepumpen der Welt und aktuell mit einer Nennheizleistung von 8 kW bzw. 13 kW verfügbar. Es wird eine Stromersparnis von ca. 25 Prozent gegenüber derzeitigen Hocheffizienz- Luftwärmepumpen erreicht und dies ist sogar energieeffizienter als der Großteil der Erdreichwärmepumpen am Markt.

Möglich wird dies durch den innovativen, selbst entwickelten 3K Prozess. Nach intensiver Entwicklungsarbeit ist es somit nun möglich den Wärmefluss von der Energiequelle (z.B. Luft) in die Wärmepumpe um das 4 bis 6-fache zu erhöhen. Diese Innovation verschafft dem jungen Unternehmen nun einen enormen Wettbewerbsvorteil und das Interesse an den Wärmepumpen ist demensprechend groß.

4 Fragen an die Gründer

Wie habt ihr gestartet und wie kam es zur Gründung der Lambda Wärmepumpen GmbH?

Im Zuge von Recherchen zu einer Masterarbeit sind wir auf ein Verfahrenskonzept gestoßen, welches einen deutlich energieeffizienteren Betrieb von Wärmepumpen erlaubt. In der Praxis wurde dieses Verfahren aufgrund von technischen Hürden nie eingesetzt. Wir haben einen Weg gefunden diese Hürden zu überwinden. Nach den ersten Versuchen in der Garage mit einer umgerüsteten Wärmepumpe, die wir gebraucht übers Internet gekauft haben, war uns klar, dass unser Konzept funktioniert, und wir gründeten LAMBDA Wärmepumpen.

Was waren die größten Herausforderungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit und bei der Entwicklung dieses innovativen Produkts?

Eine der größten Herausforderungen bei der Gründung war es auch Forschungs-Fördereinrichtungen in unser Vorhaben miteinzubeziehen. Bis zur Bewilligung der Forschungsprojekte hat es über ein halbes Jahr gedauert, wo wir uns in einem mehrstufigen Auswahlprozess, österreichweit gegen andere Bewerber durchsetzen konnten. Schlussendlich wurden wir sowohl vom AWS (Austria Wirtschaftsservice) und von der FFG (Forschungsförderungsgesellschaft) unterstützt. Bei der Entwicklung des Produktes bestand der größte Aufwand in der Wahl und der Vermessung der richtigen Bauteile für die Serien-Wärmepumpe.

Was treibt euch persönlich an, diesen innovativen, aber auch schwierigen Weg zu gehen?

Eine der wichtigsten Technologien in der Energiebranche und vor Allem in der Energiewende mitzugestalten und maßgeblich zu verbessern.

Was sind die nächsten Ziele, die ihr in den kommenden Jahren mit eurem Startup erreichen wollt?

Das nächste Ziel ist die Einführung von zwei leistungsstärkeren Luft-Wärmepumpenmodellen, welche ideal in größeren Gebäuden (Mehrfamilien Bestandsgebäude, Wohngebäude, Hotels, Gewerbe, …) eingesetzt werden können. Mithilfe des 3K Prozesses können wir auch hier einen neuen Benchmark in Sachen Energieeffizienz setzten. Außerdem gibt es bislang in diesem Leistungsbereich noch kaum Serienprodukte am Markt, die klimafreundliche Kältemittel verwenden. Im Hinblick auf diverse EU-Regularien, die den Einsatz von klimaschädlichen Kältemitteln in den nächsten 10 Jahren fast vollständig verbieten, ist das ein entscheidendes Kriterium, welches wir durch unsere Spezialisierung auf das natürliche Kältemittel R290 (Propan) erfüllen können.

WK-Bezirksobmann Peter Seiwald (l.) zu Besuch bei Andreas Holaus, Entleitner Florian und Fuchs Florian der Lambda Wärmepumpen GmbH.
WK-Bezirksobmann Peter Seiwald (l.) zu Besuch bei Andreas Holaus, Entleitner Florian und Fuchs Florian der Lambda Wärmepumpen GmbH.
© WK Tirol

Betriebsbesuch bei der LR Laser Raum OG

Die Lasertechnologie ist ein vielseitiges Fertigungsverfahren und bringt jede Menge Vorteile mit sich. So lassen sich eine Vielzahl von unterschiedlichen Materialien mittels Laser schneiden, gravieren und veredeln. Genau diese Vorteile erkannten die Oberndorfer Andreas Bombek und Christian Eder und machten sich mit der Firma LR Laser Raum OG im Jahr 2019 selbstständig. Durch ihre fundierte Berufserfahrung in der Fertigungstechnik und das erarbeitete Know-how in der Lasertechnologie, werden die neuen Möglichkeiten in der Fertigung voll ausgeschöpft und ermöglichen die Produktion einzigartiger Produkte.

Ob individuelle Kundenwünsche oder die Produktion von Kleinserien, die junge Firma wickelt von der Entwicklung über die Bemusterung bis hin zum fertigen Produkt alles unter einem Dach ab. Neben der Lohnfertigung arbeiten die jungen Gründer auch ständig an neuen Produkten – Innovation hat bei ihnen oberste Priorität. Bei den Materialien sind nahezu keine Grenzen gesetzt und so werden Acryl, Aluminium, Holz, Glas, Leder, Niro, Papier und vieles mehr mit Hilfe von Co2- und Faser-Lasern bearbeitet. Daraus können beispielsweise Holzlabels, Metallplaketten, Acrylschilder, Trophäen, ausgeklügelte Verpackungen bis hin zu aufwändigen Präsentationslösungen für die bereits zahlreichen Kunden in unserer Region und darüber hinaus gefertigt werden.

4 Fragen an die Gründer

Wie habt ihr gestartet und wie kam es zur Gründung der LR Laser Raum OG?

Die Leidenschaft zum Lasern entstand per Zufall. Begonnen hat alles mit einem Mini-Laser aus dem Internet. Da wir schon immer von der Lasertechnik fasziniert waren, beschäftigten wir uns intensiv mit der Technologie und deren Möglichkeiten. Bald entwickelte sich aus den anfänglichen Versuchen die Vision sich im Bereich der Lasertechnik selbständig zu machen.

Was waren die größten Herausforderungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit und in den ersten Geschäftsjahren?

Die größte Herausforderung auf unserem Weg in die Selbstständigkeit war auf jeden Fall die Entscheidung zu treffen und den Mut zu fassen, diesen Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen. Ein Netzwerk aufzubauen und den Kunden aufzuzeigen, welche Möglichkeiten die Lasertechnik zu bieten hat, ist mitunter auch eine der größten Herausforderungen.

Was treibt euch persönlich an diesen innovativen, aber auch schwierigen Weg zu gehen?

Das Besondere in unserem Beruf ist die Vielfältigkeit und die Kreativität, die wir mithilfe unserer Laser ausüben können. Lösungsorientiertes Arbeiten, Konzepte entwickeln und neue Ideen zu verwirklichen treibt uns persönlich an und zeichnet unseren Beruf aus.

Was sind die nächsten Ziele, die ihr in den kommenden Jahren mit eurer Firma erreichen wollt?

Unser nächstes Ziel ist derzeit, die neue Produktionshalle zu beziehen und diese dementsprechend umzubauen.

Das Team der LR Laser Raum OG: Bombek Andreas, Eder Christian und Andreas Holaus (v.l.) begrüßen Bezirksobmann Peter Seiwald (2. v. r.).
Das Team der LR Laser Raum OG: Bombek Andreas, Eder Christian und Andreas Holaus (v.l.) begrüßen Bezirksobmann Peter Seiwald (2. v. r.).
© WK Tirol

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