Team Pohl Metall
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Alles Unternehmen

Pohl Metall geht mit gutem Beispiel voran

Das Spezialistenteam für Stanz- und Lackiertechnik, Qualitätssicherung, Entwicklung und Konfektionierung – stets freundlich und um beste Kundenbetreuung bemüht.
© WK Tirol

Im Prüflabor arbeitet Friedrich Pohl auf Hundertstel genau. Genau nimmt er es auch mit der Umwelt: Der Ötztaler Hersteller für industrielle Metallbauteile über Klimaschutz und soziale Verantwortung.

Radiomusik läuft im Hintergrund und mischt sich mit lauten Maschinengeräuschen, lachende Mitarbeiter nicken einem im Vorbeigehen freundlich zu. Die Firma Pohl Metall aus dem Oberland war 2008 lediglich als Entwicklungsbüro für industrielle Sonderbauteile geplant. „Doch da haben wir die Rechnung ohne unsere Kunden gemacht“, meint Gründer Friedrich Pohl. Diese vertrauen nämlich der Expertise des Unternehmens nicht nur bei der Planung, sondern auch bei der Erzeugung der fertigen Produkte – und wollen alles aus einer Hand. Gemeinsam im Team entwickelt das Unternehmen allerlei Bauteile, produziert diese im eigenen Haus und ist mittlerweile Aushängeschild für Mitarbeiterführung, Nachhaltigkeit und Innovation.

Stanzen, Biegen, Pressen

Was auf den ersten Blick nur Metallteile sind, bietet laut Pohl viel Potenzial, geschickter und ansprechender gestaltet zu werden. „Mir macht es einfach Spaß, Dinge zu entwickeln und sie bis zur Produktreife zu bringen – außerdem habe ich den Antrieb, es immer ein bisschen besser zu machen, als es bisher marktüblich war“, so der Firmenchef. Pohl entwirft die Teile und erfindet sie immer wieder neu, bis der Prototyp in die Vorserienfertigung und schließlich in Großserienproduktion gehen kann.

Gemeinsam mit seinem Team entwickelt der Ingenieur präzise Sonderteile aus Draht und Bandmaterial. Bei seiner Arbeit kommt ihm auch das hauseigene Prüflabor zugute, in dem die Teile unter anderem einer Materialanalyse und einer Härte-, Glanzgrad- und Schichtdickenprüfung unterzogen werden können. Zur Kontrolle der Maßhaltigkeit werden die Produkte mit 3D-Scannern und Koordinatenmessmaschinen überprüft. Es wird für eine Vielfalt an Branchen produziert: Von der Autoindustrie über Garten- und Haushaltsgeräte bis hin zur Fördertechnik und Befestigungs-elementen ist jeder Sektor dabei, in dem Metallteile gebraucht werden.

Die Produktion des Unternehmens hat sich immer mehr vom Kerngeschäft – der Herstellung von Stanz- und Biegeteilen – hin zum Spezialbetrieb für anspruchsvolle Blendschutz- und Hitzelackierungen gewandelt. „Das ist unser Alleinstellungsmerkmal,“ freut sich Pohl. „Kein anderer Betrieb in Österreich macht Produkte wie die unseren.“ Die Firma macht es sich zur Aufgabe, ressourcenschonend zu arbeiten und dennoch konkurrenzfähig zu bleiben. So erobern sie mit nachhaltigen Arbeitsstoffen und innovativen Arbeitsstrategien langfristig den Markt. „Wenn ein Lack umweltschonender und gesünder ist, aber trotzdem die gleiche Qualität bietet, investiere ich das Geld gerne. Das kostet vorerst mehr, aber dafür haben wir den Vorteil, dass die Mitarbeiter entlastet werden – das ist ein sehr wichtiger Punkt für uns.“

Modernste Robotertechnik bei Pohl Metall
Mit modernster Robotertechnik werden Warenträger für die Weiterverarbeitung bestückt und Kleinteile in Trays verpackt.
© Pohl Metall

Klimabewusst – in jeder Hinsicht

Das Betriebsklima hat Priorität: Durch zusätzliche Sozialleistungen wird das Wohlbefinden im Betrieb gesteigert, um Mitarbeiter langfristig zu halten. Durch den Facharbeitermangel angetrieben, kooperiert Pohl Metall auch mit Quereinsteigern, setzt auf gezielte Schulungen der Mitarbeiter und fördert deren Ausbildung. „Die gemeinsame Mitarbeiterinitiative ist ein wichtiger Bestandteil für unsere Betriebsentwicklung“, so der Ingenieur.

Hingegen sorgen für das Raumklima die kontrollierte Wohnraumlüftung, eine Solaranlage und der über 1.200 m2 große Betrieb im Passivhausstandard. Auch hier wird großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt: Wärme, die bei der Produktion der Metallteile entsteht, wird umgeleitet und rückgewonnen, um damit Teile des Gebäudes zu heizen. Umringt von Grün, befindet sich die Firma zwischen Ötztaler Industriestraße und Waldrand. „Ich genieße es, in meiner Mittagspause eine Runde in der Natur spazieren gehen zu können“, so Pohl. „Das möchte ich auch in Zukunft für die nachfolgenden Generationen erhalten können.“ Was den Klimaschutz betrifft, schreitet Pohl mit gutem Beispiel voran – Einwegverpackungen werden gesammelt und mehrfach verwendet, Stanzabfälle restlos recycelt. Pohl hat schlichtweg hohe Ansprüche – an seine Produkte ebenso, wie an sich selbst.

Pohl gewinnt Kunden für sich – und reihenweise Preise

Auf die Frage, wie gelungene Mitarbeiterführung, Wirtschaftlichkeit und Innovation aussehen, war „Pohl Metall“ die Antwort – und das oft mehrere Jahre in Folge. Der Betrieb darf sich über zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen freuen, 2020 war unter anderem die Nominierung in der Kategorie Klimaschutz beim österreichischen TRIGOS-Preis mit dabei. Dieser wurde bereits 2004 ins Leben gerufen und prämiert verantwortungsvolles Wirtschaften sowie zukunftsweisende Projekte. „Der TRIGOS-Preis ist für unseren gesamten Betrieb eine interessante Angelegenheit und Motivation“, so Pohl. „Es tut einfach gut, dass die eigenen Bemühungen auch extern Wertschätzung und Anerkennung finden.“

Weitere Informationen: Pohl Metall GmbH

Manuell oder vollautomatisch werden die Metallteile hitzebeständig lackiert und ultraschallgereinigt.
Manuell oder vollautomatisch werden die Metallteile hitzebeständig lackiert und ultraschallgereinigt.
© Pohl Metall

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