Spartenobmann Dietmar Hernegger (m.) mit seinen beiden Stellvertretern Sybille Regensberger (r.) und Mario Eckmair.
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„Einfache Corona-Hilfspakete helfen der Wirtschaft“

Spartenobmann Dietmar Hernegger (m.) mit seinen beiden Stellvertretern Sybille Regensberger (r.) und Mario Eckmair.
© WK Tirol/Die Fotografen

Stillstand belastet auch die wissensbasierten Dienstleister, weiß Dietmar Hernegger, Obmann der Sparte Information und Consulting.

Mit der Lockdown-Verlängerung wurden neue Corona-Regeln, eine rasche rechtliche Basis für Homeoffice sowie weitere Hilfspakete angekündigt. Die Sparte Information und Consulting begrüßt die bisherigen Maßnahmen – wichtig bleibt die rasche und unbürokratische Hilfestellung und eine klare Sicherheitsstrategie, die zum Hochfahren der Wirtschaft führt.

„Wenn Touristen ausbleiben, bedeutet das einen weit höheren Schaden für die heimische Wirtschaft, als auf den ersten Blick zu erkennen ist. Kein Tourismus im Land bedeutet in vielen Branchen Stillstand. Es gibt beispielsweise kaum Veranstaltungen in Bereichen wie Sport, Kultur oder Genuss, keine großen Events und kaum Attraktionen im öffentlichen Raum. Damit fallen auch entsprechende Werbeaktivitäten, die Erstellung und Produktion von Drucksorten, Beratungsleistungen von Dienstleistern der Sparte Information und Consulting und vieles mehr einfach weg“, weist Spartenobmann Dietmar Hernegger deutlich auf die prekäre Situation hin.

Unbürokratische Umsetzung

„Die Entschädigungsmodelle sind im Grunde sehr positiv, es muss aber auf eine schnelle und unbürokratische Umsetzung geachtet werden – ohne fachkundige Begleitung sind viele Betriebe überfordert“, so die Spartenobmann-Stv. Sybille Regensberger und Mario Eckmaier. Die Abwicklung der Kurzarbeitsabrechnungen und Fixkostenzuschüssen sind für Buchhaltung und Lohnverrechnung aufgrund laufend geänderter Richtlinien sehr zeitaufwändig und kompliziert. Speziell für Ein-Personen-Unternehmen (EPU) sowie Kleinstbetriebe sind die Unterstützungsleistungen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. „Die Wirtschaft braucht rasch klare Konzepte für die Zukunft – unsere Mitglieder wollen Arbeiten und nicht zu Subventionsempfängern degradiert werden,“ ist Spartenobmann Hernegger überzeugt.

Kurzfristig hat die Pandemie gezeigt, dass die Wirtschaft sehr schnell reagiert und Lösungen findet, die für die Mitarbeiter zum überwiegenden Teil sehr gut funktionieren. Dennoch zeigt sich, dass in vielen Fällen die Mehrfachbelastung von Familie und Beruf zu einer Homeoffice-Müdigkeit führt. Daher sind klare Sicherheitskonzepte für Betriebe, die Österreich nachhaltig aus dem Lockdown führen, dringend erforderlich – eine weiterführende gesetzliche Homeoffice-Pflicht ist abzulehnen.

Spartenobmann Dietmar Hernegger

Gleichzeitig hat Corona aufgezeigt, dass flexibles Arbeiten mit Hilfe der Digitalisierung zu neuen Arbeitswelten führt. Hier gilt es, für die Zukunft auf diese Erfahrungen aufzubauen. Auf Bundesebene laufen Verhandlungen, um eine nachhaltige und langfristige Lösung zu finden. Das ist äußerst wichtig und wir sind zuversichtlich, dass es diese Lösung auch bald gibt.

Die Entwicklung der Informations- und Kommunikationsgesellschaft und der damit verbundene Bedarf an hochqualifizierten Dienstleistungen haben die Gründung der Sparte Information und Consulting 2002 notwendig gemacht. Heute besteht sie aus insgesamt zehn Fachgruppen und vertritt rund 7.440 Unternehmen in Tirol. Die Mitgliedsbetriebe bieten Dienstleistungen aus Bereichen wie Werbung- und Marktkommunikation, Unternehmensberatung, Buchhaltungsberufe und Informationstechnologie, Finanzen, Immobilien und Versicherungen, aber auch aus der Abwasser- und Abfallwirtschaft.