Tirol macht Pause
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Online-Kampagne: Tirol macht Pause

Mit dieser Online-Kampagne möchte die Tiroler Wirtschaftskammer das Bewusstsein für die Einhaltung der Corona-Regeln schärfen und damit die Voraussetzungen für einen baldigen Neustart schaffen.
© WK Tirol

Damit der verlängerte Lockdown seine Wirkung erzielt, muss jeder Einzelne seinen Beitrag leisten. Die WK Tirol will mit einer Online-Kampagne dazu beitragen, dass bald ein Neustart möglich ist.

Die Impfung kommt. Aber das dauert noch. Wie sich die Situation in den folgenden harten Wochen entwickeln wird, hängt zu einem großen Teil an den Tirolerinnen und Tirolern selbst. Eigenverantwortung und Solidarität sind die wichtigsten Schlagworte in diesem Zusammenhang. „Wir haben zwar inzwischen einige Instrumente gegen die Pandemie entwickelt – von Testungen über Registrierungen bis hin zum Contact Tracing. Doch diese Mittel verpuffen, wenn wir auf das Grundlegende vergessen: Abstand halten, Hände waschen, Maske tragen. Nur wenn wir gemeinsam
diese wenigen Grundregeln einhalten, können wir das Virus in Schach halten“, erklärt WK-Präsident Christoph Walser.

Deswegen hat die WK die Online-Kampagne „Tirol macht Pause“ ins Leben gerufen. Die strategische Beratung erfolgte durch Tom Jank, die filmische Umsetzung durch Tiroler Kreativagenturen. Die Low-Budget-Kampagne sieht sich als Mosaikstein auf dem Weg zur Normalität – der sich angesichts der britischen Virusmutation als noch steiniger gestaltet als ohnehin schon erwartet. „Tirol braucht Pause. Bitte vermeiden Sie jetzt private Treffen. Nur wenn wir solidarisch sind, kommen wir aus dieser Krise heraus“, betonen Walser und Jank.

Tom Jank, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation
Tom Jank, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation

„Wir wollten wissen, wie es den Menschen in der jetzigen Situation geht. Quer durch das Land haben wir Argumente der Vernunft gesucht und Menschen befragt, die kritisch, besorgt und dennoch zuversichtlich sind. Was braucht Tirol jetzt und was können wir tun, war die zentrale Frage“, so Jank. Entstanden ist ein Dutzend Kurzvideos, in denen Kinder, Schüler, Angestellte, Unternehmer und Senioren erklären, was ihnen derzeit zu schaffen macht, was jeder Einzelne zur Eindämmung des Virus beitragen kann und wie sich diese außergewöhnliche Zeit nutzen lässt.

„Durch die Antworten zieht sich ein roter Faden: Wir müssen ohne Wenn und Aber bei jedem Kontakt die bewährten Corona-Regeln beachten, auch wenn sie uns noch so auf die Nerven gehen. Feiern und private Treffen haben in dieser Zeit einfach keinen Platz“, resümiert Tom Jank. Nur so lassen sich die Zahlen auf ein verträgliches Niveau senken. „Genau dort, wo wir ein bisschen Normalität suchen, verlieren wir sie jetzt alle wieder. Genau dort, wo wir uns aus dem beobachteten Raum ins Private flüchten, genau dann, wenn wir uns in Sicherheit wiegen, ist das Risiko derzeit am höchsten“, warnt Tom Jank. Für ihn ist die aktuelle Zwangspause auch die Gelegenheit, Weichenstellungen für die Zukunft vorzunehmen. „Eine Krise ist immer auch ein Denklabor. Die Corona-Krise zeigt uns klar, wer wir sind, und sie gibt uns die Gelegenheit zu entscheiden, wer wir sein wollen“, ist Tom Jank überzeugt.

Tirol macht Pause
Tirol macht Pause: Katharina

Die beschlossene Verlängerung des Lockdowns bis 7. Februar ist für Walser eine weitere bittere Pille, welche die Wirtschaft zu schlucken hat. „Die Betriebe leisten seit Monaten ihren Beitrag, um die Lage in den Griff zu bekommen. Sorgen wir dafür, dass das nicht umsonst ist und die heimischen Firmen in der zweiten Februarwoche endlich wieder aufsperren können. Das wird nur dann der Fall sein, wenn sich bis dorthin die Infektionszahlen auf niedrigem Niveau bewegen“, betont WK-Präsident Christoph Walser. Jede Woche weiterer Lockdown ist für die Betriebe und das Staatsbudget eine enorme Belastung.

„Nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung aller können wir es schaffen, in absehbarer Zeit auf die Zielgerade einzubiegen“, so Walser. Auch wenn die Verkündung des verlängerten Lockdowns eine schlechte Nachricht für die heimischen Betriebe ist, so ist zumindest die Zeit des Rätselratens und des Zuwartens zu Ende. „Der längere Lockdown bedeutet immerhin Planungssicherheit, auch wenn wir uns eine andere Entscheidung gewünscht hätten. Jetzt wissen die Betriebe, was sie in den kommenden Wochen erwartet. Und wir können über neue Entschädigungsmodelle mit der Politik verhandeln – denn die wird es dringend brauchen“, fordert Walser.

Weitere Informationen: www.facebook.com/tirolmachtpause/

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