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Ortszentren drohen zu verwaisen

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Eine weitere Verlängerung des Lockdowns hätte schwerwiegende Folgen – sowohl für die Tiroler Händlerschaft als auch für die gesamte Tiroler Bevölkerung.

Aufgrund des anhaltenden Lockdowns sind tausende Tiroler Händlerinnen und Händler einmal mehr seit Wochen gezwungen, ihre Geschäfte geschlossen zu halten. Die damit verbundenen Umsatzverluste sind für viele kaum noch tragbar – sie stehen bereits mit dem Rücken zur Wand und die Lage wird Tag für Tag prekärer. Mit jedem weiteren Tag im Lockdown öffnen wir außerdem dem internationalen Handel Tür und Tor. Der Obmann des Tiroler Handels, Dieter Unterberger, macht deshalb deutlich: „Wir können es uns im wahrsten Sinne nicht leisten, den stationären Handel noch länger derart zu beschneiden. Für die schnellstmögliche Wiederöffnung der Geschäfte – allerspätestens ab 24. Jänner – gibt es keine Alternative.“

Unterberger betont in diesem Zusammenhang, dass immer wieder angeführte Sicherheitsbedenken kein Argument für den Lockdown im Handel sind. „Es gibt nach wie vor keinerlei Indizien dafür, dass der Handel für gehäufte Infektionszahlen verantwortlich wäre. Auch das Weihnachtsgeschäft hat gezeigt, dass das Einkaufen in den Geschäften sehr sicher ist. Das kommt auch nicht von ungefähr: Zum einen haben die Händler mit speziellen Sichherheitskonzepten Vorsorge getragen haben. Und zum anderen wurden die Sicherheitsmaßnahmen von den Konsumenten auch sehr diszipliniert mitgetragen.“

Handelsobmann
Handelsobmann Dieter Unterberger

Für den Fall, dass die Regierung an den Beschränkungen für den Handel festhält, zeichnet Unterberger ein düsteres Bild. „Viele Händlerinnen und Händler müssen bereits jetzt machtlos zusehen, wie immer mehr Konsumenten und damit Wertschöpfung zu internationalen Konzernen abwandern – mit jeder weiteren Zwangsschließung verschärft sich diese Situation“, so der Tiroler Handelsobmann, der abschließend feststellt: „Wenn sich der Kurs der Regierung nicht ändert, werden viele Handelsunternehmen den politischen Maßnahmen zum Opfer fallen und damit auch gewachsene und bewährte Handelsstrukturen sowie ganze Innenstädte mitsterben.“

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