Corona-Maßnhamen: Leere Skihütten
Corona-Maßnhamen: Leere Skihütten
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Weg von halbherzigen politischen Maßnahmen

© Tirol Werbung / Mallaun Josef

Der aktuellen Coronapolitik fehlt es an Verlässlichkeit und Nachvollziehbarkeit. WK-Präsident Christoph Walser ist für einen kurzen, aber strengen Lockdown zwischen Weihnachten und Dreikönig.

„Unternehmen, Familien und letztlich auch Kommunen brauchen Planbarkeit – auch in Krisenzeiten. Was wir aktuell erleben, hat aber mit Planbarkeit nichts zu tun. Immer wieder werden die wirtschaftlichen Spielregeln seitens der Politik von einem Tag auf den anderen grundlegend ändert“, stellt WK-Präsident Christoph Walser kopfschüttelnd fest. Aktuell erleben das etwa hunderte Skihütten-Betreiber, die sich wochen- und monatelange darauf eingestellt haben, zumindest ein Take-Away-Geschäft betreiben zu können. Zwei Tage vor dem Start wurde ihnen das nun doch verboten.

„Das ist nur ein Beispiel von vielen.  Es fehlt an Verlässlichkeit und Orientierung in diesen schwierigen Zeiten“, fordert Walser eine rasche Kurskorrektur und eine Abkehr von Salamitaktik und Zick-Zack-Kurs. Walser bedauert, dass nach diversen, nur mäßig nachvollziehbaren Entscheidungen der jüngeren Vergangenheit immer mehr Vertrauen seitens der Bevölkerung verloren geht. Das betrifft auch den dritten Lockdown: Für den Tiroler Wirtschaftskammer-Präsidenten steht fest, dass der Schaden eines langen dritten Lockdowns größer sein wird als der Nutzen. Walser setzt sich für einen kurzen, aber dafür lückenlosen Lockdown von Weihnachten und Dreikönig ein. „Damit würde es uns gelingen, die Infektionszahlen drastisch nach unten zu drücken. Am 7. Jänner könnte dann – nach umfangreichen Testungen – die Wirtschaft wieder voll durchstarten“, erklärt Walser.

Indirekt betroffene Unternehmen brauchen Unterstützungen

Längst überfällig ist eine Lösung für die komplett verunsicherten indirekt betroffenen Unternehmen. So warten beispielsweise die Zulieferer der aktuell geschlossenen Gastronomie und Hotellerie bis dato hingegen vergeblich auf adäquate finanzielle Unterstützung. „Wir brauchen keine komplizierten Ansätze und auch keine selektiven Unterscheidungen aus reinem Kommunikationskalkül. Wer einen Großteil seines Umsatzes verliert, der soll dafür auch entschädigt werden.“ Walser ruft dringend zum umfassenden Schutz der Wirtschaft auf – auch gegenüber Brüssel: „Wenn man sich die Diskussionen beim Thema Beihilfen und Obergrenzen ansieht, wird man es in letzter Konsequenz – falls von EU-Seite keine Bewegung folgt – wohl auch mal riskieren müssen, gegen die Brüsseler Bürokratie zu entscheiden.“

Befreiungsschlag statt halber Lösungen

An die Bundespolitik richtet Walser den Appell, zum Befreiungsschlag auszuholen und sich nicht auf Nebenschauplätzen zu verlieren. „Wir brauchen jetzt ganzen Mut und volle Entscheidungskraft ohne Herumtaktiererei. So auch beim Thema Impfen, bei dem man schon verlangen kann, dass sich bestimmte exponierte Gruppen mit Blick auf die mögliche Gefährdung testen und impfen lassen.“ Dazu gehören auch Lehrerinnen und Lehrer. Für unserer Kinder und Jugend ist es entscheidend, rasch zu einem normalen Schulbetrieb zurückzukehren und weitere Bildungsdefizite zu verhindern.

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