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Naturabiomat geht Hand in Hand mit der Umwelt

Gerhard und Sohn Christian Margreiter blicken gemeinsam positiv in die Zukunft.
© Naturabiomat

Nachwachsende Rohstoffe, ressourcenschonende Produktion und biologische Abbaubarkeit: Das Schwazer Familienunternehmen sorgt mit Nachhaltigkeit für einen Wandel in der Verpackungsindustrie.

Der ökologische Gedanke war stets in mir. Bereits von klein auf wurde mir mitgegeben, auf die Umwelt zu achten. So sehe ich in der Entwicklung, Produktion und Vermarktung von biologisch abbaubaren Produkten nicht nur eine unternehmerische Vision, sondern zusätzlich einen umweltfreundlichen Erfolg, bringt Gerhard Margreiter, Geschäftsführer von Naturabiomat, die Pionierarbeit seines Unternehmens auf den Punkt.

Seit der Gründung 1994 entwickelte sich die Unternehmensgruppe ständig weiter. Die Einweihung des modernen Firmengebäudes im Jahr 2016 stellt nur einen von zahlreichen Meilensteinen dar, die die Geschichte des Betriebes auszeichnen. Der gesamte benötigte Strom wird seither über eine eigene Dach-Photovoltaikanlage gewonnen und die Bewässerung des Gartens sowie der begrünten Dächer wird mittels hauseigenem Grundwasserbrunnen vorgenommen.

Das neu errichtete und 2016 eröffnete Firmengebäude vereint ein hochmodernes Arbeitsumfeld für Mitarbeiter mit großzügigen Lagerräumlichkeiten.
© Naturabiomat

Das neu errichtete energie- und ressourcensparende Bauwerk in Schwaz steht stellvertretend für die Philosophie des Unternehmens: Nachhaltigkeit fängt in den Köpfen an und setzt sich bei einem ökologisch agierenden Unternehmen beim Firmengebäude fort.

Plastikfreie Zukunft

Mit biointelligenten Verpackungen soll nun eine plastikfreie Zukunft Realität werden. „Gemeinsam mit einem Partner sprang ich damals ins kalte Wasser – in die Selbstständigkeit. Ursprünglich stand der Handel von Schmierstoffen für die metallbearbeitende Industrie an der Tagesordnung. Doch schon bald wurden auch biologisch abbaubare Bioabfallsäcke ins Sortiment aufgenommen“, erzählt Margreiter von den Anfängen und ergänzt: „Seit über 15 Jahren liegt nun das Hauptaugenmerk auf Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen, die vollkommen rückstandslos abbaubar sind.“

Welches Potenzial in diesem Segment steckt, hat Margreiter rechtzeitig erkannt und durch große Investitionen das Unternehmen massiv aufgebaut. So wurde ebenfalls 2016 in Deutschland eine eigene Produktionsstätte errichtet. „Dort produzieren wir CO2-neutral auf dem neuesten Stand der Technik. Tragetaschen werden aus Kartoffelstärke hergestellt, die Folienverpackung beispielsweise für Karotten aus Distelöl. Die Folie ist atmungsaktiv und nimmt Feuchtigkeit auf, so bleiben Lebensmittel im Kühlschrank drei bis vier Wochen frisch.“

Doch nicht nur die Verlängerung der Lebensdauer von Nahrungsmitteln zeichnet diese Folie aus, sondern die Kompostierung ohne Rückstände von Mikroplastik und gleichzeitig auch die Unterstützung eines ökologischen Projektes auf Sardinien. Die Landwirtschaft ist dort größtenteils abgewandert und die Insel droht, durch Bodenerosion zerstört zu werden. Die dort angebaute Distel braucht nur wenig Wasser, Pflege und Dünger, wirkt sich aber äußert positiv auf die Erosion aus, sorgt für ein vermehrtes Aufkommen von Bienen und liefert einen nachwachsenden Rohstoff.

Die Verpackungen von Naturabiomat sind bequem und alltagstauglich sowie allesamt biologisch abbaubar.
© Torsten Reinecke

Ein Blick in die Zukunft

Die in Supermärkten angebotenen Obst- und Gemüsebeutel werden von unzähligen Tirolerinnen und Tirolern tagtäglich benützt. Doch ab 2020 sind in Österreich nicht kompostierbare Plastiksackerln verboten. Laut Vorgabe der österreichischen Gesetzgebung müssen mehr als 50 Prozent der Tragetaschen aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Naturabiomat ist seiner Zeit stets einen Schritt voraus und plant Bio-Kunststoffprodukte, die zu mehr als 60 Prozent daraus bestehen.

Auch die Betriebsübergabe des Familienunternehmens an Sohn Christian ist vorrausschauend und wird bereits sorgfältig in die richtigen Bahnen gelenkt. „Ich habe schon sieben Jahre im Unternehmen gearbeitet, als ich mich vor einiger Zeit dazu entschloss, ein Studium zu absolvieren. Nach meinem erfolgreichen Masterabschluss auf Vancouver Island kehrte ich wieder in den elterlichen Betrieb zurück.“

Die Interessen von Vater und Sohn ergänzen sich hervorragend und Gerhard Margreiter ist überzeugt: „Wir sind gemeinsam auf einem sehr guten Weg. Durch den Einsatz von Christian – vor allem im Bereich Online-Business – erhöhen sich die Gesamtumsätze laufend. Auch für 2021 erwarten wir trotz der aktuellen Situation ein erfolgreiches Jahr.“

Weitere Informationen: www.naturabiomat.com

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