Ja zu Tirol

Was steckt hinter „Ja zu Tirol“

© WK Tirol

Die WK Tirol setzt mit „Ja zu Tirol“ ein Signal, regionale Produkte und Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen und verdeutlicht, warum das für den Standort so wichtig ist.

Die WK Tirol startet eine Neuauflage der Kampagne „Ja zu Tirol“. Das ist gerade jetzt wichtig, denn aufgrund der Corona-Krise müssen viele heimische Betriebe mit drastischen Einbußen zurechtkommen. Die Kampagne richtet sich auf der einen Seite an die Konsumentinnen und Konsumenten. „Jede und jeder Einzelne kann mit seinem Verhalten dazu beitragen, dass regionale Wirtschaftskreisläufe weiterhin funktionieren und Arbeitsplätze gesichert werden“, erklärt WK-Präsident Christoph Walser. Es sind die die lokalen Betriebe, die einen wesentlichen Beitrag zum sozialen und gesellschaftlichen Leben in den Dörfern und Städten leisten. Das Sponsoring für die Dressen des örtlichen Fußballvereins, die Finanzspritze für den Kindergarten im Dorf, der Zuschuss für den Theaterverein – das kommt von den Tiroler Händlern, den Regionalbanken, den Handwerksbetrieben im Ort und nicht von internationalen Online-Plattformen. Genau diese Betriebe sind es auch, die mit Beratung, Betreuung und Service den entscheidenden Mehrwert liefern.

Die Kampagne hat auch eine zweite Seite, die sich an die Betriebe wendet. Tiroler Firmen können die unter www.ja-zu.tirol angebotenen Möglichkeiten nutzen und selbst zum Botschafter von „Ja zu Tirol“ werden. Die heimischen Unternehmen liefern top Leistungen – aber drüber hinaus gibt es auch eine persönliche Ebene. Genau an diesen emotionalen Verbindungen setzt die Kampagne an: Sie blickt dahinter. Hinter die einzelnen Branchen, hinter die Vielfalt an Unternehmen, hinter das vordergründig Sichtbare – und offenbart damit die Stärken regionaler Strukturen. Das soll verhindern, dass wegen einiger Euros Preisvorteil Kaufentscheidungen gefällt werden, die diese Zusammenhänge ignorieren. Die Kampagne zeigt die enge Verflechtung von Tiroler Betrieben und Arbeitsplätzen, von Steuerleistungen und Sozialsystem, von Lehrbetrieben und Zukunftschancen, von kurzen Wegen und Nachhaltigkeit auf – und trägt damit zur Bewusstseinsbildung bei.  „Ja zu Tirol“ ist eine wirksame Antwort auf die Herausforderungen der Corona-Krise. „Wenn die Tiroler Betriebe Rückendeckung ihrer Kundinnen und Kunden bekommen, wird es gelingen, diese schwierige Zeit zu übertauchen“, ist Christoph Walser überzeugt.

Handschlagqualität im Gewerbe und Handwerk

Hinter „Ja zu Tirol“ im Gewerbe und Handwerk steckt ein tiefes Vertrauensverhältnis zwischen Unternehmern und Kunden. Der Handwerker des Vertrauens steht ohne Wenn und Aber für verlässliche Tiroler Qualität. Deswegen schauen Kunden oft gar nicht ins Branchenbuch, sondern fragen Freunde oder Bekannte. Es gibt keine bessere Werbung als die persönliche Weiterempfehlung. Mit diesem Vertrauensvorschuss wissen unsere heimischen Handwerksbetriebe gut umzugehen. Tiroler Qualität ist ein Versprechen und der Handschlag etwas wert. Hier zeigt sich die große Stärke der regionalen Nähe: Man kennt sich. Auch um fünf Ecken. Aus dieser geografischen Nähe resultiert auch eine persönliche.

Blickt man ein Stück weiter hinter die Kulissen, wird schnell sichtbar: Qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen lassen sich nur mit top ausgebildeten Mitarbeitern umsetzen. Eine besondere Rolle spielt daher gerade im Gewerbe und Handwerk die Lehrausbildung, um die uns viele Länder beneiden. Damit Betriebe Lehrlinge aufnehmen und ausbilden können, brauchen sie die Treue ihrer Kundinnen und Kunden. „Ja zu Tirol“ sichert die Aus- und Weiterbildung in unseren Betrieben. Gemeinsam mit unseren Schulen und dem umfassenden Angebot des WIFI Tirol entsteht so Tag für Tag Zukunft.

Jobs von morgen in der Tiroler Industrie

Ein Standort ist dann stabil, wenn seine Unternehmerinnen und Unternehmer nie aufhören, in die Zukunft zu denken. Tirol kann den Wettbewerb mit anderen Ländern nicht mit Preisdumping gewinnen, sondern nur mit hochwertigen, innovativen Angeboten. Deswegen spielt Forschung und Entwicklung eine wichtige Rolle in unseren Industrieunternehmen. Und deswegen können wir auch auf die Gründerinnen und Gründer stolz sein, die sich oft aus Berufserfahrungen in der Industrie heraus ins Abenteuer Wirtschaft wagen – und die Arbeitgeber der Zukunft werden.

In der Tiroler Industrie arbeiten eine Fülle an Querdenkern, Kreativköpfen, Über-den-Tellerrand-Blickern und High Professionals, die ihre Berufe mit Leidenschaft ausüben und sich interdisziplinär vernetzen, um innovative Lösungen zu finden. Die Tiroler Industrie muss sich im internationalen Vergleich nicht verstecken – im Gegenteil. Aufgrund unseres hervorragenden Bildungssystems starten junge Leute mit exzellenten Perspektiven in ihre berufliche Laufbahn. Nach Lehrjahren oftmals im Ausland kehren sie – reich an Wissen und Erfahrung – zurück und bereichern unsere heimische Wirtschaft mit Innovationskraft und Entwicklungsdynamik.

Handel hält Kundennähe mit Abstand

Die Tiroler Händler spielen in Zeiten wie diesen ihre ganze Flexibilität aus und zeigen, dass Kundennähe auch mit Abstand gelingt. Nämlich dann, wenn sie die Stammkundenwünsche einfach direkt bis zur Haustür liefern. Viele Einzelhändler haben schnell reagiert und einen eigenen Onlineshop auf die Beine gestellt – so können ihre Kunden nun auch regional online bestellen. Die Möglichkeit, zu liefern bieten die meisten. Auch offline. Einfach anrufen, die individuelle Bestellung aufgeben und sagen, wo die Lieferung postiert werden soll: Vom Gartenhäuschen bis zur Hundehütte ist alles möglich. Was große Versandhäuser können, können regionale Betriebe schon längst.

Und viel mehr: Denn es sind die Betriebe vor Ort, die Arbeitsplätze, Familieneinkommen und Wohlstand sichern. Funktionierende regionale Wirtschaftskreisläufe sind die Basis dafür, dass es im ganzen Land und in allen Branchen Jobs gibt – bis hin in die kleinsten Seitentäler Tirols. Die heimischen Klein- und Mittelbetriebe sorgen mit familiengerechten Arbeitsmodellen dafür, dass die Balance zwischen Beruf, Familie und Freizeit stimmt. Die soziale Verantwortung unserer Unternehmerinnen und Unternehmer und die hohen arbeitsrechtlichen Standards garantieren Sicherheit und Fairness.

Vertrauens-Vorschuss der regionalen Banken

Gerade in turbulenten Zeiten braucht es Vertrauen, das jahrelang aufgebaut wurde und daher auch Belastungen standhält. Die Hausbank ist bei den wichtigsten Entscheidungen und Ereignissen im Leben jedes Konsumenten dabei – vom ersten Girokonto über die Ausbildung bis zum Eigenheim. Auch Firmen und Jungunternehmer können Ziele nur mit der Unterstützung eines Bankberaters verwirklichen, der an ihre Ziele glaubt. Regionale Banken und Versicherungen begleiten ihre Kunden nicht nur durch Höhen, sondern durch Tiefen und Krisen. Hier zeigt sich der Vorteil einer langen persönlichen Kundenbeziehung. Auf diesem soliden Fundament lassen sich Lösungen finden und auch eine Pandemie gemeinsam meistern.

Die Tiroler Banken und Versicherungen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität im Land. Das finanztechnische Know-how der Tiroler Banken und Versicherungen legt die Basis für viele Tiroler Betriebe: Das Gasthaus im Ort ist sozialer Treffpunkt und verwöhnt mit kulinarischen Köstlichkeiten. Das Hotel mit Wellnessbereich verschafft eine entspannte Auszeit. Die neue Küche vom heimischen Tischler wird zum Mittelpunkt der Familie und hält über Jahrzehnte. Alle diese Betriebe finden in den Regionalbanken einen verlässlichen Partner.

Kurze Transportwege = Nachhaltigkeit

Hinter „Ja zu Tirol“ steckt auch der Gedanke, Waren, Güter und Menschen möglichst nachhaltig von A nach B zu bringen. Die neuen LKW-Flotten sind emissionsarm und spritsparend wie nie. Immer mehr Transportunternehmen setzen auf E-Mobilität und andere alternative Konzepte. Ständig wird an neuen Entwicklungen und Lösungen gearbeitet, um das Verkehrs- und Transportwesen umweltfreundlicher zu gestalten und den ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten. Speditionen überzeugen mit einer intelligenten Routenplanung, so dass sie sich und der Umwelt unnötige Wege sparen. Die Nachhaltigkeitsbewegung hält auch den gesamten Sektor Transport und Verkehr in Bewegung. Wer im Land kauft, kann auf kurze Wege zählen.

Wer allerdings Ramsch aus Billiglohnländern ordert, nimmt nicht nur Einbußen bei der Qualität in Kauf, sondern verantwortet auch lange und ökologisch bedenkliche Lieferwege. Besonders die enorm hohe Zahl an Retouren bei Online-Bestellungen verursacht Verkehr, der sich vermeiden ließe. Warum nicht die passenden Winterstiefel beim örtlichen Schuhgeschäft kaufen, anstatt von drei online bestellten Paaren zwei wieder zurückzuschicken? Jeder kann seinen Beitrag dazu leisten, Nachhaltigkeit Realität werden zu lassen.

Regionalität ist Trumpf des Tourismus

Mehr Regionalität wie im Tourismus geht nicht – schließlich können Tourismusbetriebe nicht auswandern. Wollen sie auch gar nicht – denn hinter dem Tourismus steckt wahre Gastfreundschaft. Lokale, Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe leben für ihre Gäste – Einheimische wie Touristen aus aller Welt. Es geht darum, Menschen kleine Wohlfühlinseln im Alltag oder Urlaub zu bieten und sie nach Herzenslust zu verwöhnen. Besonders diese Branche hat es in der Krise hart getroffen und braucht jetzt die Unterstützung ihrer Kundinnen und Kunden. Schließlich wird in Tirol jeder dritte Euro direkt oder indirekt in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft verdient. Auch im Lockdown bieten viele heimische Firmen Online- und Lieferservices, gerade auch in der Gastronomie.

Nur wenn die heimischen Betriebe erfolgreich wirtschaften können, werden auch Steuerleistungen in Österreich erbracht. Diese wiederum sind die Voraussetzung für das österreichische Sozialnetz, das eines der dichtesten auf der ganzen Welt ist. Die Arbeitgeber zahlen 56 Prozent der Beiträge ein, die Arbeitnehmer 44 Prozent. Pensionen, Arbeitslosengeld, Umschulungen, Arztbesuche und vieles mehr: Die Tiroler Betriebe stabilisieren mit ihrem Beitrag das soziale Gefüge im Land – wenn die Kunden zu ihnen halten.

Sparte IC sorgt für persönliche Beziehungen

Die Sparte Information und Consulting umfasst Dienstleistungsbetriebe aus Bereichen wie Werbung und Marktkommunikation, Unternehmensberatung und Informationstechnologie, Immobilien und Finanzen, aber auch Abwasser- und Abfallwirtschaft. Ihre große Stärke sind Produkte und Dienstleistungen ganz nach den Anforderungen ihrer Auftraggeber. Allen gemeinsam ist das hohe Maß an persönlicher Beziehung zu ihren Kunden. Die Betriebe nehmen den Begriff „Dienst-Leistung“ genau so wörtlich wie das Motto „Der Kunde ist König“. Das spiegelt sich auch im familiären Verhältnis zu ihren Mitarbeitern wider, denen sie mit flexiblen Arbeitsmodellen so weit wie möglich entgegenkommen.

Wer im Internet eingekauft hat und schon einmal stundenlang in einer Hotline um Auskunft warten musste, der weiß, was ohne persönliche Beziehungen fehlt. Dann bleiben ganz schnell Beratung und Service auf der Strecke. In den Tiroler Betrieben können die Kundinnen und Kunden auf das Know-how von Fachkräften zählen und sich nach dem Kauf auf das Service verlassen. Es sind diese persönlichen Beziehungen, die den entscheidenden Mehrwert für die Kaufzufriedenheit ausmachen. Wer wegen ein paar Euro lieber auf vermeintliche Schnäppchen dubioser internationaler Anbieter setzt, muss darauf verzichten.