Die Tortennascherei lockt mit Süßem

Ob Hochzeit, Geburtstag oder einfach so – eine Torte gehört zu den kulinarischen Höhepunkten jeder Feier. Die Tortennascherei von Astrid Vetter aus Schönberg widmet sich mit viel Freude den süßen Naschereien.

Beim Betreten der Backstube steigt uns bereits der Duft von frischem Biskuitteig in die Nase. Es riecht nach Schokolade, Karamell und all den süßen Seiten des Lebens. „Ich habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Ein Leben ohne Torte ist zwar möglich, aber nicht so genüsslich“, verkündet die kreative Konditormeisterin Astrid Vetter ihre Begeisterung für die Köstlichkeiten. Egal ob Kuchen, Tarte, Cakepop oder Cupcake – die „Tortennascherei“ dürfen nur Kreationen verlassen, die himmlischer nicht sein könnten. Die 27-jährige bietet Torten in allen Formen und Farben an, egal ob für Hochzeit, Taufe oder sonst eine Feier. Dabei wird nicht nur das Auge von Sinneseindrücken verwöhnt, sondern auch für den Gaumen eine feine Komposition von aufeinander abgestimmten Geschmäckern geschaffen.

„Mein Herz schlägt für die süße Küche“, sagt Astrid Vetter. Nach ihrer Lehre als Konditorin in Innsbruck hat sie einige Praxisjahre in Hotels und Konditoreien verbracht. Dann kamen die Meisterprüfung und der Schritt in die Selbstständigkeit. „Ich dachte mir, jetzt ist es soweit. Ich will meine Ideen in meinem Namen umsetzen und kreativ arbeiten. Im Mai 2017 habe ich die Tortennascherei offiziell eröffnet.“ Den Schritt der Selbstständigkeit zu gehen, war gut überlegt. Für ihre große Leidenschaft hat Vetter im Elternhaus eine eigene Backstube eingerichtet. „Es sind doch einige bürokratische Hürden zu überwinden. Die Maschinen und Einrichtung der Backstube habe ich nach und nach von anderen Konditoren aufgekauft, die selbst aufgehört haben. So hat sich alles ergeben und ich bin rundum zufrieden.“ Je nach Auftrag steht die junge Frau bis zu zwölf Stunden pro Torte in der Backstube, aber sie macht es „einfach wahnsinnig gern“.

Torten für jeden Anlass, wie hier für eine Taufe. Foto: WK Tirol Torten für jeden Anlass, wie hier für eine Taufe. Foto: WK Tirol

Alle möglichen Motive

Oft werden Geburtstags- oder Tauftorten mit speziellen Motiven gewünscht. Bei Kindern sind das oft Themen und Figuren aus Film und Fernsehen. „Die Kreativität ist das absolute Highlight in meinem Job. Immer etwas Neues zu machen und einfach vielfältig zu sein. Immer neue Geschmacksrichtungen und Designs zu entwerfen ist einfach lässig: Champagnermousse, mit Zwetschke drin und Rosmarin darüber – ich habe einfach einen tollen Job.“ Auch bei den Erwachsenen sind die Kundenwünsche sehr vielfältig. Bei den süßen Naschereien sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt: „Ich habe mal eine schwarze Hochzeitstorte gemacht und gedacht, das ist nicht mehr zu toppen. Doch dann kam ein 3D-Burger. Der war 70 Zentimeter hoch und 50 Zentimeter im Durchmesser. Oder eine Gondelstation, die ich für eine Skigebietseröffnung machen durfte.“

Die Arbeitstage schauen bei der Konditormeisterin immer anders aus. „Ein Tag besteht meistens aus Backen, zwei Tage dann fürs Füllen und Verzieren, ein Tag für die Auslieferung und ein Tag gehört der Büroarbeit, Planung und Konzeption. Wenn man die Torten einzeln rechnet, können schon bis zu 15 pro Woche zusammenkommen.“.

Eine Torte gehört zu den kulinarischen Höhepunkten einer jeden Feier. Foto: WK Tirol Eine Torte gehört zu den kulinarischen Höhepunkten einer jeden Feier. Foto: WK Tirol

Zuckerpaste, Marzipan & Co

Damit den fertigen Torten ein solch individuelles Aussehen verliehen werden kann, benutzt Astrid Vetter viel frisches Obst, Kräuter, Gräser, Blüten und je nach Designwunsch auch spezielle Zuckerpaste. Mit dieser lassen sich die verschiedensten Motive umsetzen und „sie schmeckt auch noch gut, schließlich sollen die Torten ja eine Gaumenfreude sein.“ Dabei modelliert sie alles selbst. Bei einer Hochzeitstorte sind das die Anfertigung von unzähligen Rosen, Herzen oder geometrische Details. „Aber es zahlt sich aus, denn danach ist es perfekt.“ Zudem legt Vetter Wert auf die Qualität der Rohstoffe und verwendet hauptsächlich Zutaten aus der Region. Beeren und Gewürze aus dem Garten, Birnen von der Freundin und so summiert sich die Natürlichkeit der Torten. „Der schönste Moment ist, wenn ich die fertige Torte vor mir sehe und die Gäste Freude daran haben“, strahlt die Tortennascherin. Denn etwas Süßes gehe immer.

Süße Zukunftsmusik der Tortennascherei

Als die erste Anfrage für eine Hochzeitstorte kam, hatte Astrid Vetter noch Respekt davor. „Als ich im Mai 2017 offiziell mit der Tortennascherei gestartet habe, habe ich drei Tage später bereits den ersten Auftrag für eine Hochzeit gehabt. Die Menschen haben mir einfach so viel Vertrauen entgegengebracht und durch Mundpropaganda hat sich das fast von alleine verbreitet. Das war und ist immer noch wunderbar.“ Soziale Medien wie Instagram oder Pinterest machen in der Zwischenzeit den Rest. In Zukunft möchte Astrid Vetter eventuell einen Kaffeeladen betreiben, mit feinen Patisserien und ein bis zwei Mitarbeitern. „Aber ich will mich da auch nicht unter Druck setzen und schauen, was in den nächsten Monaten und Jahren kommt. So wie es jetzt ist, bin ich glücklich.“

» Weitere Informationen: Die Tortennascherei

Kreativität steht bei Astrid Vetter an erster Stelle. Foto: Photo Kiss Kreativität steht bei Astrid Vetter an erster Stelle. Foto: Photo Kiss