Tschirganttunnel ist Beitrag zur Entlastung

Die Wirtschaftskammer spricht sich für Planungsmaßahmen beim Tschirganttunnel aus: "Es ist erfreulich, dass auf Initiative des Landeshauptmannes nun Wien den dringenden Handlungsbedarf erkannt hat", erklären die Obmänner der WK-Bezirksstellen Reutte, Imst und Landeck.

"Dass derzeit der Verkehr durch die Orte am Mieminger Plateau bzw. im Gurgltal donnert, ist keine Lösung. Die Ist-Situation ist weder für die Lebensqualität der Anrainer noch für Wirtschaft und Tourismus befriedigend", erklärt der Imster WK-Obmann Josef Huber. Für die reflexartige Kritik hat auch die WK Reutte mit Obmann Christian Strigl kein Verständnis: "Es geht jetzt einmal darum, das Projekt von Grund auf zu planen und unter Einbindung der Anrainergemeinden die optimale Trassenführung zu finden. Von Anfang an gegen ein Vorhaben zu sein, dessen Details noch gar nicht feststehen, widerspricht für mich jeder Diskussionskultur", so Strigl. "Die positive Reaktion der Bürgermeister der betroffenen Gemeinden sagt alles – die Politik kann bei einer derart massiven Belastung der Anrainer nicht länger tatenlos zusehen", ergänzt Anton Prantauer, Obmann der WK-Bezirksstelle Landeck.

Für die drei Bezirksobmänner ist eine zufriedenstellende Anbindung des Bezirks Reutte überfällig. "Durch Nichtstun werden wir keine Lösung erzielen", so Strigl, "von der Kombination Tschirganttunnel und Fernpassscheiteltunnel erwarte ich mir hingegen eine wesentliche Verbesserung. Strigl verweist auch auf die Gutachten zur Tonnage-Beschränkung, die nicht dadurch gefährdet werde, indem auf einem Teilabschnitt eine unerträgliche Belastung für die Anrainer beseitigt wird. Die Obleute der drei WK-Bezirksstellen fordern, die Planungen der ASFINAG abzuwarten und dann die konkreten Vorschläge zu diskutieren, anstatt das Projekt schon im Vorfeld schlecht zu reden.

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