„Meine Pflege“ als Gesamtanbieter

Mit viel Engagement hat Manuel Putzer in den vergangenen Jahren sein Unternehmen „Meine Pflege" aufgebaut. Vollen Einsatz für die Branche zeigt er auch als WK-Funktionär.

Frisch aus der Schule hängt Manuel Putzer seine Spitzensportkarriere als nordischer Kombinierer an den Nagel und beschließt kurzerhand mit 19 Jahren ein Unternehmen zu gründen. Gemeinsam mit seiner Schwester Christina startet er vor neun Jahren das Dienstleistungsunternehmen „Meine Pflege". „Grundsätzlich habe ich mich immer für den Sozialbereich interessiert und deshalb bald festgestellt, dass die Anfrage im Pflegesegment stetig zunimmt. Wir sind dann ins kalte Wasser gesprungen und haben von Null an gestartet. Neben meinem Pflegemanagement-Studium haben wir uns anfangs auf die 24-Stunden-Betreuung konzentriert, doch bereits nach relativ kurzer Zeit haben wir den Bedarf in Richtung Gesamtanbieter erkannt", erklärt Putzer und führt weiter aus: „Mittlerweile vermitteln wir nicht nur Pflegepersonal, organisieren Zuschussabwicklungen und bieten Beratung an, sondern vermieten auch Pflegeprodukte wie Betten, Matratzen oder Rollstühle."

Komplettangebote aus einer Hand

Aufgrund mehrerer Problemfälle im privaten Umfeld verfolgt Putzer seit der Gründung im Jahr 2010 das Ziel, dass 24-Stunden-Betreuungen für alle Beteiligte reibungslos ablaufen. In seinen zwei Büros in Rumänien lernt Manuel Putzer die Menschen persönlich kennen und führt Bewerbungsgespräche. Über 300 Betreuer sind derzeit für „Meine Pflege" im Einsatz. Das schwierigste bei dieser Art der Betreuung ist durchwegs die Koordination verschiedener Institutionen in möglichst kurzer Zeit. Für eine bessere Organisation der 24-Stunden-Betreuung hat Putzer zudem eine Software entwickelt, von der auch weitere Unternehmen in ganz Österreich profitieren. Denn Putzer weiß aus Erfahrung: „Pflegebedarf tritt meist in Akutsituationen ein. Daher haben wir uns darauf spezialisiert, Komplettangebote zu machen und dabei jegliche Teilbereiche, die benötigt werden, abzudecken. Ganz konkret: den Verleih von Heilbehelfen genauso wie die Pflegedienstleistung an sich, eine kompetente Pflegeberatung und auch die Abwicklung über die Krankenkasse. Wenn das alles aus einer Hand kommt und gemeinsam ge-plant wird, ist es sowohl für den Klienten als auch für die Angehörigen viel einfacher damit umzugehen."

Unter dem Motto „Wir pflegen gute Beziehungen" versuchen Putzer und sein Team von derzeit acht Mitarbeitern außerdem laufend sämtliche finanzielle Möglichkeiten und Förderungen auszuschöpfen, die den Angehörigen oftmals gar nicht bekannt sind. „Wir wickeln die gesamte Antragsstellung für diverse Zuschüsse ab und begleiten den Prozess. So kann in vielen Fällen leistbare Pflege geschaffen werden", betont Putzer.

"Meine Pflege" legt Wert auf Qualität

Von Beginn an hat der Jungunternehmer Offenheit und guten Informationsaustausch gepflegt und sich so im Laufe der Zeit ein ansehnliches Netzwerk an Partnern aufgebaut. Nicht nur Privatkunden, sondern auch zahlreiche Heime nutzen dieses Leihangebot, wenn kurzfristiger Bedarf besteht und gewisse Ausstattungen aus finanziellen Gründen nicht angeschafft werden können. Als einer der größten Verleih-Anbieter für Pflegeausstattung in Tirol, führt „Meine Pflege" auch einige Spezialprodukte, beispielsweise Sauerstoffkonzentratoren. „Wir zeichnen uns nicht nur durch unser Sortiment, sondern vor allem durch Schnelligkeit und breite Verfügbarkeit aus. Wenn Not am Mann ist, hilft immer die gesamte Familie mit und so reagieren wir jederzeit sehr flexibel und haben auch eine gute Wochenenderreichbarkeit." Im Geschäft in Fieberbrunn können Pflegeartikel auch käuflich erworben werden, durch ein Shop-in-Shop-System, stehen unter der Marke „Gxund" nebenbei auch Naturprodukte im Angebot. Die beiden Bereiche ergänzen sich gut, stehen aber trotzdem für sich alleine. Bei den gesamten Dienstleistungen und Angeboten von „Meine Pflege" legt Putzer ausnahmslos Wert auf höchste Qualität und hat sich daher in der Branche rasch einen Namen gemacht.

Bild oben: „Meine Pflege“ versteht sich als Gesundheitsdienstleister in allen Belangen: Mitarbeiter Stefan Pirchmoser gemeinsam mit Gründer Manuel Putzer (v.l.).

»Weitere Informationen: „Meine Pflege" - Pflege- und Gesundheitsdienstleistungen

Was hat Sie dazu motiviert, Funktionär zu werden?

Der Reiz liegt für mich darin, etwas vorwärts zu bringen. Die Branche der 24-Stunden-Betreuung ist noch recht jung und daher wenig reguliert. Es steckt viel Potenzial darin, als Funktionär gemeinsam mit der Tiroler Wirtschaftskammer Impulse zu setzen. Ich bin daran interessiert, in Bezug auf Betreuungs- und Sprachqualität Standards zu setzen und auch viele andere Projekte ins Rollen zu bringen.

Worauf sind Sie in Ihrer Funktionärstätigkeit stolz?

Wir haben es nun endlich geschafft, dass bundesweit ein Gütesiegel für alle Pflegeorganisationen ausgerollt wird. Die Wirtschaftskammer hat dazu die Basis geliefert und deshalb konnte ich in den vergangenen Jahren bei der Entwicklung dabei sein und tatkräftig mitwirken.

Welche Ziele verfolgen Sie als Funktionär?

Ich möchte als Tiroler Funktionär versuchen, dass wir in Wien eine starke Stimme haben und die Probleme des Westens gesehen werden. Geografisch sind wir beispielsweise von den Ostgrenzen weit entfernt und ein Großteil der Betreuer müssen längere Fahrtzeiten auf sich nehmen. Die Bundesinitiativen, die künftig gestartet werden, müssen auch im Westen umsetzbar sein.

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