Energiesparen mit Thermodynamik

Ingenieur Hubert de Vries entwickelt und vertreibt hochinnovative thermodynamische Technologie. Die weltweit einzigartigen Vriterma Thermoplatten realisieren enorme Energieeinsparungen und erhöhen die Qualität der Lebensmittel- und Getränkebranche. Beim Tiroler Jungunternehmerpreis 2018 nahm die Idee den dritten Platz ein.

Steigendes Bewusstsein für die Umwelt und den Klimaschutz hat längst auch Industrie und Unternehmen erreicht. Viele Betriebe modernisieren ihre technischen Anlagen wie Kältemaschinen und Heizungen oder steigen um auf Flüssiggasantriebe. Die Lieferung von Gas erfolgt in flüssigem Zustand bei –150 Grad Celsius, da so das geringste Volumen zum Transport gegeben ist. Damit das Gas für Antriebe und Maschinen genutzt werden kann, muss es auf eine Temperatur von +20 Grad Celcius erwärmt werden. Dieser Verdampfungsvorgang setzt viel Energie frei, die bisher nicht genutzt werden konnte. Hubert de Vries entwickelte für diesen Prozess eine Technologie zur effizienten und ökologischen Wärmerückgewinnung. „Durch unsere Vriterma Thermoplatten kann die frei gewordene Energie gespeichert und direkt für Kühl- und Gefrierräume oder Klimaanlagen genutzt werden. Das senkt die Energiekosten und schützt das Klima“, erklärt de Vries.

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Einzigartige Thermoplatten aus Tirol

Thermoplatten werden aus zwei Edelstahlblechen so geschweißt, dass beim Aufblasen Wölbungen entstehen. Durch diese fließen dann Kältemittel oder Gas effizienter als bei geraden Rohr-Oberflächen, wodurch ein gleichmäßiger Wärmeaustausch ermöglicht wird. Thermoplatten werden je nach Nutzung volumenabhängig produziert und reduzieren die Material- und Fertigungskosten um bis zu 50 Prozent gegenüber herkömmlichen Rohr-Wärme-Austauschern. Durch die Nutzung von Edelstahl ohne jegliche Verbundstoffe sind Thermoplatten nachhaltig in der Produktion. „Unsere Technologie ist beinahe überall einsetzbar – bei Gaswärmepumpen, Gefriertrocknung oder Heiz-Kühl-Systemen. Derzeit beliefern wir die Chemiebranche sowie Molkereien und die Wein- und Nahrungsindustrie“, führt de Vries aus.

Gerade die Gefriertrocknung hat großes Marktpotenzial – und zwar durch den Anstieg veganer Ernährung. „Hier achten die Hersteller auf energieeffiziente Produktion, da viele Lebensmittel durch energieintensive Gefriertrocknung verarbeitet werden“, erklärt der Jungunternehmer. Nicht nur für die Energierückgewinnung können Thermoplatten genutzt werden, sondern auch bei Gärprozessen für Wein oder Bier. „Die Thermoplatten halten die Temperatur konstant, sodass eine gleichmäßige Gärung stattfinden kann. Das erhöht die Qualität der Getränke enorm“, weiß de Vries.

Internationaler Erfindergeist für Tirol

Vriterma Thermoplatten sind weltweit einzigartig und mehrfach patentiert. Unternehmer de Vries sammelte zuvor unter anderem in der Schweiz und den USA Erfahrung und Wissen in der Kälte- und Kyrotechnik, Physik und Thermodynamik, bevor er die Vriterma-Technologie in Tirol entwickelte. Der Unternehmer ist auch als Sachverständiger tätig und publizierte mehr als 50 Fachbeiträge in fünf Sprachen, die er fließend beherrscht.

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