Wie ein Magnetpedal den Radsport revolutioniert

Harald Himmler und Paul Wessiack sorgen mit dem Magnetpedal "magped" für Furore in der Radwelt. Für ihre weltweit einzigartige Idee erhielten sie beim Tiroler Jungunternehmerpreis 2018 den zweiten Platz in der Kategorie "Neue Ideen - Neue Märkte - Neue Produkte".

Als Radfahrer kennt beinahe jeder schmerzliche Unfälle mit herkömmlichen Klickpedalen. Auch Harald Himmler machte damit schlechte Erfahrungen – das gab vor einigen Jahren den Denkanstoß, eine einfache und sichere Magnetlösung zu entwickeln. Heute revolutionieren Himmler und sein Geschäftspartner Paul Wessiack mit ihrem innovativen Magnetpedal die Radsportbranche. Die patentierten magpeds sind einfach zu nutzen – durch flexibel gelagerte Neodymmagnete sitzt der Schuh fest am Magneten und bietet starken Support, lässt sich aber jederzeit schnell und einfach wieder lösen. Das Produkt spricht vor allem ambitionierte Hobbysportler und Downhiller an, die beim Moutainbike oder E-Bike Angst vor Verletzungen durch herkömmliche Pedale haben.

Senkrechtstarter

Himmler und Wessiack tüftelten einige Zeit an ihrer Idee, bis sie im vergangenen Herbst endlich das ausgereifte, marktfertige Produkt in den Händen hielten. Der Erfolg der weltweit einzigartigen magpeds spricht für die hochwertige Qualität und die einzigartige Innovation: Nach dem Verkaufsstart im Frühjahr 2018 wurden alle Erwartungen weit übertroffen und bereits mehr als 14.000 Stück verkauft. Für zusätzliche Bekanntheit unter Radsportlern sorgte eine Kickstarter-Kampagne, die die findigen Unternehmer als kreatives Marketing nutzten: So sicherten sich zahlreiche begeisterte Sportler das innovative Magnetpedal im exklusiven Vorverkauf.

Die Freude um den Erfolg ihrer Idee ist bei den Jungunternehmern natürlich groß – Himmler kommt ursprünglich aus der Kraftwerksbranche, Wessiak aus der IT-Software: „Wir sind Quereinsteiger und verfolgen unsere Vision durch Learning by Doing. Dass wir unser Hobby zu einer erfolgreichen Firma machen konnten, macht uns schon ein bisschen stolz“, erklärt Himmler.

Tiroler Erfolgsprodukt

Die Wertschöpfung der Produktion liegt zu großen Teilen in Österreich. Die aus Fernost bezogenen Anbau- und Umbauteile werden in Tirol zum magped gefertigt. Der Vertrieb erfolgt sowohl über den eigenen Webshop als auch über mehr als 300 Handelspartner im DACH-Raum und europäischen Ausland über Fachgeschäfte. „Neben klassischen Almradlern oder Downhillbikern profitieren auch beeinträchtigte Menschen mit eingeschränkter Mobilität von unserem Pedal. Das schnelle und sichere Magnetsystem ermöglicht nach Operationen, mit Prothesen oder Lähmungen wieder Rad zu fahren“, freut sich Himmler.

Mit dem Launch des ersten magpeds ist es aber noch lange nicht vorbei – die Aldranser Jungunternehmer arbeiten bereits an mehreren weiteren Produkten. In der Pipeline stehen sowohl ein Edelpedal aus leichtem Titan sowie ein robustes Pedal speziell für Downhillbiker. Zudem läuft die Entwicklung eines völlig neuartigen Rennradpedales.

» Weiter Informationen: magped GmbH

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