softcon GmbH: Software für Musikschulen

Der engagierte Funktionär Peter Seiwald gründete im Jahr 2001 die softcon GmbH. Kernprodukt ist eine Verwaltungssoftware für Musikschulen, doch im Laufe der Zeit entwickelten sich weitere Geschäftszweige.

Beim Trompetenunterricht hat alles angefangen. „Der Musikschulleiter von St. Johann hat sich darüber beklagt, dass es keine ordentliche Verwaltungssoftware für Musikschulen gibt und mich daher um Hilfe bei der Handhabung des damaligen Programmes gebeten. Als die Musikstunde immer mehr zur EDV-Betreuungsstunde wurde, keimte in mir der Gedanke, aus der Not eine Tugend zu machen. Ich begann eine Software zu programmieren, welche auf die Bedürfnisse von Musikschulen angepasst ist", erzählt Peter Seiwald von der Entstehung seines Einzelunternehmens im Jahr 1997.

Spezialisierung auf Nischenprodukt

Vier Jahre später gründete Seiwald gemeinsam mit drei anderen Gesellschaftern die softcon GmbH. „Mich hat sowohl die Selbstständigkeit als auch die EDV schon immer gereizt. Am MCI belegte ich seinerzeit den ersten IT-Lehrgang, der in Tirol angeboten wurde und bildete mich zusätzlich laufend fort", betont Seiwald, der in seinem Unternehmen mit derzeit 14 Mitarbeitern mittlerweile als Entwicklungsleiter agiert. Denn im Laufe der Zeit ist der Betrieb stetig gewachsen und im Bereich Verwaltungssoftware für Musikschulen inzwischen marktführend in Österreich. „Wir haben uns mit einem Nischenprodukt auf eine bestimmte Kundenschicht spezialisiert und statten ganz Tirol, Niederösterreich, Oberösterreich und zu großen Teilen Vorarlberg mit unserer Software aus. In der Steiermark haben wir ebenfalls bereits zahlreiche Installationen", berichtet Seiwald und ergänzt: „Anfänglich sind wir noch mit Disketten, später dann mit CDs von Schule zu Schule gefahren. Das war zwar eine spannende Zeit, weil man Österreich kennenlernen durfte, aber der Aufwand war enorm. Heutzutage funktioniert alles per Fernwartung. Leider kennen wir unsere Kunden daher teilweise nur vom Telefon und sehen sie eigentlich fast nie."

Doch was gibt es in einer Musikschule besonderes zu verwalten? Lautet eine häufig gestellte Frage. Darauf weiß Seiwald jedoch eine ausführliche Antwort: „Es gibt keinen Regelunterricht und keine eingeteilten Klassen, Supplierungen werden obendrein nicht durchgeführt. Man unterrichtet entweder einen Schüler oder ein ganzes Ensemble. Es gibt Freifächer und welche, die kostenpflichtig sind. Das Schulgeld wird je nach sozialer Staffelung bezahlt oder auch je nach Menge der Fächer. Das gesamte System ist kompliziert aufgebaut und funktioniert anders als an einer Pflichtschule, daher kann man die Software für Pflichtschulen nicht verwenden. Einige sind beim Versuch bereits bestehende Softwares anzupassen, gescheitert."

softcon bietet auch Druckertankstelle und Fachhandel

Allein in Tirol gibt es 30.000 Musikschüler und jeder dieser Schüler erhält sein Zeugnis aus dem softcon Programm. Auch das gesamte Marketing für die Landesmusikdirektion wird über dieses abgewickelt. „Wir setzen diverse Drucksorten, sämtliche Briefe, jede Schulnachricht, alle Urkunden sowie Übertrittsprüfungen. Wir sind bis ins kleinste Detail total spezialisiert auf diesen Bereich und fahren damit seit Firmengründung eine erfolgreiche Schiene. Um technisch immer am aktuellsten Stand zu bleiben, warten wir unsere Software ,Monline’ nicht nur regelmäßig, sondern haben sie bereits zum vierten Mal komplett neu programmiert und ihr ein neues Layout verpasst."

In enger Zusammenarbeit mit den Musikschulen entstanden bald weitere Geschäftsfelder und aus der Kernidee heraus entwickelten sich ebenso verschiedene Bereiche für Endkunden. „Hier vor Ort haben wir zwei Standbeine. Einerseits die Druckertankstelle, an der Patronen oder Toner wiederbefüllt werden können – von den Kunden wird dies aus dem Umweltschutzgedanken heraus und aus Kostengründen gut angenommen. Andererseits führen wir einen Computerfachhandel, in dem sich auch Businesskunden die Geräte vor dem Kauf ansehen können und so einen besseren Eindruck bekommen. Mit kompetenter Beratung setzen wir uns gegenüber online-Mitbewerbern durch und gleichzeitig nutzen wir den Vorteil, dass es im Bezirk Kitzbühel keinen Elektrogroßhändler gibt."

In der Zukunft möchte die softcon GmbH ihre Marktführerschaft noch weiter ausbauen und die Software im Bereich Kommunikation zwischen Schüler bzw. Eltern und Lehrer ausbauen. „Der klare Fokus auf Ausbildungsinstitutionen im Musikbereich darf dabei aber nie aus den Augen verloren werden", so Geschäftsführer Peter Seiwald.

Bild oben: Mit „mo2go" können Lehrpersonen Beurteilungen erfassen, Stundenpläne erstellen und haben die Kontaktdaten ihrer Schüler quasi in der Hosentasche.

»Weitere Informationen: softcon GmbH

Geschäftsführer Peter Seiwald hat das Leistungsspektrum der softcon GmbH seit der Gründung im Jahr 2001 laufend optimiert und erweitert. Geschäftsführer Peter Seiwald hat das Leistungsspektrum der softcon GmbH seit der Gründung im Jahr 2001 laufend optimiert und erweitert.

Was hat Sie dazu motiviert, Funktionär zu werden?

Ich habe vor über 20 Jahren als Einzelunternehmen angefangen und war damals sehr froh darüber, dass es Funktionäre gibt, die nah bei den Mitgliedern sind, sie bei ihrer tagtäglichen Arbeit unterstützen und zahlreiche Fragen beantworten.

Worauf sind Sie in Ihrer Funktionärstätigkeit stolz?

Stolz bin ich immer dann, wenn ich jemandem helfen kann. Wir leben in einer Welt, in der mittlerweile alles nur noch sehr oberflächlich abläuft. Daher freut es mich, wenn jemand mit einem konkreten Anliegen kommt und ich ihm eine Hilfestellung geben kann. Bei den kürzlich stattgefundenen Datenschutzsprechtagen war dies oft der Fall. Manche Unternehmer sind nahezu panisch zu mir gekommen, aber sehr beruhigt wieder gegangen. Da denkt man sich am Ende des Tages: Das zahlt sich aus!

Welche Ziele verfolgen Sie als Funktionär?

Ich lege großen Wert darauf, vor allem kleineren Unternehmen Tipps zu geben und ihnen somit weiterzuhelfen. Dies werde ich auch in meiner weiteren Funktionärstätigkeit nicht aus den Augen verlieren.

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