Konditorei Peintner: Die süße Insel im Alltag

Die Familie Peintner hat heuer allen Grund zum Feiern. Vor 60 Jahren eröffnete Viktor Peintner die erste Café-Konditorei in Seefeld. Mittlerweile sorgt schon die dritte Generation für leckere Backwaren in höchster Qualität.

Alles begann 1958 als Viktor Peintner gemeinsam mit seiner Frau Karin auf einem Puch-Roller zu einer Geschäftsbesichtigung nach Seefeld fuhr. Sein Entschluss sich selbstständig zu machen, stand damals schon fest und so eröffnete am 15. Juni desselben Jahres die erste Café-Konditorei Peintner. Sechs Jahrzehnte sowie einige Filialeröffnungen später ist nun bereits die dritte Generation in das Familienunternehmen eingestiegen und auch wenn sich im Laufe der Zeit einiges geändert hat, die Liebe zu Backwaren und Süßigkeiten ist stets geblieben. Peintner steht nach wie vor für leckeres Handwerk, höchste Qualität und regionale Produkte.

„Uns kann man sich leisten, will man sich leisten, muss man sich aber nicht leisten. Die Gäste kommen zu uns, um ihrer Seele etwas Gutes zu tun, um sich für etwas zu belohnen oder sich einfach eine Auszeit vom Alltag zu gönnen", beschreibt Helga Peintner das familiengeführte Traditionsunternehmen als eine Insel im Alltag: „Wir sind ein Treffpunkt für Jung und Alt, viele Stammgäste haben bei uns ein soziales Umfeld aufgebaut. Sie kommen, um bekannte Gesichter zu treffen, sich auszutauschen und fühlen sich wohl dabei."

Peintner setzt auf Regionalität

Neben Kuchen, Torten und vielen anderen Köstlichkeiten hat sich Peintner schon bald mit seinem Eis nach original italienischer Rezeptur einen Namen gemacht. Durch die Kombination von Konditorei und Gelateria entsteht nicht nur für die Gäste ein abwechslungsreiches Angebot, sondern auch in der Produktion werden wertvolle Synergien genützt. „In unser Erdbeereis kommen echte Früchte, die Marmeladen für unsere Torten kochen wir eigenhändig ein und sogar der Kaffeeextrakt basiert auf selbstgerösteten Bohnen. Außerdem arbeiten wir mit verschiedenen Partnern aus der Region zusammen, denn Regionalität ist unsere Philosophie und die ist mir sehr wichtig, denn Betriebe ohne Philosophie haben auch kein Herz. Zwei Bauernhöfe produzieren ausschließlich für uns Topfen, Joghurt, Milch und Rahm. Künstliche oder chemische Zusatzstoffe sind bei all unseren Produkten tabu", erzählt Helga Peintner stolz.

Gemeinsam mit ihrem Mann Thomas führt sie das Familienunternehmen, in welches mittlerweile auch ihre beiden Kinder Lucas und Laura eingestiegen sind. Lucas wird nächstes Jahr seine Meisterprüfung als Zuckerbäcker ablegen und Laura studiert „Business and Management". Früher oder später wollen sie gemeinsam den Betrieb übernehmen. „Vorher werden die beide allerdings noch einige Jahre auf Wanderschaft gehen, um Erfahrungen zu sammeln. Mein Schwiegervater Viktor hat aber schon jetzt große Freude daran, dass sein Lebenswerk weitergeführt wird. Er ist fit wie ein Turnschuh und nach wie vor sieben Tage in der Woche in der Backstube anzutreffen. Sein fachliches Wissen und seine soziale Kompetenz sind für das Unternehmen wie ein Sechser im Lotto", so Peintner.

Verwöhnprogramm durchs ganze Jahr

Zu den exquisiten Spezialitäten des Hauses zählt seit 35 Jahren der Lebkuchen nach überlieferter Original-Rezeptur. Die traditionelle Herstellung beginnt schon im März für die nächste Saison. In einem ausgiebigen Gärprozess muss der Vorteig mindestens ein halbes Jahr rasten. Erst dann kann sich der Geschmack voll entfalten. „Ich rieche den Lebkuchen nicht nur und schmecke ihn für einen kurzen Augenblick, sondern die Gesamtheit ist vorhanden und ich weiß nach einer Stunde noch: Ich habe Lebkuchen gegessen", schwärmt Peintner.

Sieben Tage in der Woche stehen die Türen der Peintner-Filialen offen, um Gäste mit Leckereien- wie diesen zu verwöhnen, am 25. und 26. Dezember bleibt die Konditorei geschlossen: „Weihnachten ist ein Familienfest und sowohl unsere Mitarbeiter als auch wir haben es verdient, diese Tage auch wirklich mit der Familie zu verbringen. Unsere Angestellten sind eine tragende Säule, ohne die unser Erfolg nicht möglich wäre. Gegenseitige Wertschätzung und Teamgeist sind daher essenziell, nur so kann eine langjährige Zusammenarbeit funktionieren."

»Weitere Informationen: Konditorei Peintner

Was hat Sie dazu motiviert, Funktionär zu werden?

Das hat mehrere Gründe: Unsere lange Familiengeschichte als Konditorei war dabei genauso ausschlaggebend wie mein Vater, der als Konditormeister auch schon immer als Funktionär der Wirtschaftskammer tätig war. Außerdem möchte ich, dass unser Handwerk in seiner traditionellen Form für künftige Generationen erhalten bleibt.

Worauf sind Sie in Ihrer Funktionärstätigkeit stolz?

Es ist für mich sehr bedeutend, bereits seit über sechs Jahren mit Freude als Vertreter der Konditoren Tirols tätig zu sein und eine Stimme in der Tiroler Wirtschaft zu haben. Nur so können Dinge vorangetrieben und bestmöglich umgesetzt werden.

Welche Ziele verfolgen Sie als Funktionär?

Mein Ziel ist es, für die Konditoren stets am neuesten Stand zu sein sowie Anordnungen und Neuheiten weiter zu vermitteln, damit die Umsetzung in der Praxis möglichst leicht von der Hand geht. Um für alle Beteiligten gute Lösungen zu finden und das Handwerk zukunftsfit zu machen, ist es wichtig als Sprachrohr der Wirtschaft zu agieren.

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