Tourismus für Landeck unverzichtbar

Die Beliebtheit des Bezirkes Landeck als Urlaubsdestination ist ungebrochen. 6,2 Mio. Nächtigungen in der Wintersaison 2017/2018 setzen eine neue Messlatte. Im Langzeitvergleich konnten noch nie so viele Nächtigungen im Bezirk verzeichnet werden.

Im Vergleich zum Vorjahr legten die Nächtigungen um +3,1 Prozent zu. Einen Höchstwert gibt es auch bei den Ankünften. Mit 1,2 Millionen Gästen und einem Plus von ebenso 3,1 Prozent weilten mehr Gäste denn je im Bezirk. Das gesamte Winterergebnis fiel aufgrund der sehr guten Schneelage und des früheren Ostertermins positiv aus. Auch die Konstellation der Weihnachtsfeiertage (Weihnachten und Silvester am Sonntag) war im Vergleich zum Vorjahr wesentlich günstiger.

Der Saisonstart im November war mit +3,3 Prozent sehr gut. Der Dezember bescherte ein Plus von 7,2 Prozent und knapp 60.000 Nächtigungen mehr als im Vorjahr. Ein ausgezeichneter Jänner konnte mit +5,6 Prozent das hohe Niveau der Vorjahre halten. Auch der Februar war mit +2,7 % sehr gut. Ostern im März brachte ein Plus von 10,7 Prozent, der April war folglich mit -23,9 Prozent rückgängig. „Der Tourismus ist für den Bezirk Landeck unverzichtbar“, betont Alexander von der Thannen, Hotelier in Ischgl und Tourismussprecher in der Wirtschaftskammer Landeck.

„An Nächtigungen fehlt es dem Tourismus im Bezirk nicht. Dafür umso mehr an Wertschätzung seitens der Einheimischen. Das Image der Branche ist schlecht in der Bevölkerung. Ziel muss es sein, eine Allianz mit den Einheimischen aufzubauen. Dieses Bild trägt sich nach außen und motiviert dann auch wieder junge Leute, in der Region zu bleiben und einen sicheren Arbeitsplatz vor Ort anzunehmen“, ist von der Thannen überzeugt.

Vergleich der Tiroler Bezirke

Mit 6,2 Millionen Nächtigungen ist Landeck mit Abstand der nächtigungsstärkte Bezirk in Tirol. Schwaz an zweiter Stelle verbucht 5,4 Millionen Nächtigungen (+4,2 %). Es folgen die Bezirke Imst mit 4 Millionen (+0,3 %), Kitzbühel mit 3,4 Mio. (+6,9 %), Innsbruck-Land mit 2,8 Millionen (+3,1 %), Kufstein mit 2,3 Millionen (+8,0 %) und Reutte mit 1,7 Millionen Nächtigungen (+7,8 %). Lienz schließt mit 900.000 (+8,7 %) und Innsbruck-Stadt mit 700.000 Nächtigungen (+3,2 %) ab.

Mit 2,9 Millionen Nächtigungen sind die Deutschen die stärkste Nation im Bezirk. Jede zweite Übernachtung stammt von einem deutschen Gast. Im vergangenen Winter konnten 20.000 Gäste mehr aus Deutschland begrüßt werden. Zuwächse gab es auch an Niederländern (+7,1 %), Belgiern (+6,8 %) und Schweden (+7,9 %). Der Inlandsmarkt ist mit +3,4 Prozent ebenso im Aufwind. Der russische Markt scheint sich allmählich zu erholen. Mit +12,4 Prozent ist ein deutliches Signal nach oben gegeben. Leichte Rückgänge gab es bei Schweizern und Engländern. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste lag unverändert bei 5,1 Tagen. Der Trend zu Kurzurlauben setzte sich indes fort.

Top Tourismus-Gebiete der Region

„Zahlen sind nur bedingt ein Indiz darauf, was am Ende der Saison für die Betriebe tatsächlich übrig bleibt. Letztendlich entscheidet auch der Zimmerpreis. Die große Nachfrage sollte genützt werden, um einen höheren Preis durchzusetzen. Insbesondere im Sommer!“, appelliert von der Thannen. Ischgl, St. Anton, Serfaus und Fiss reihen sich unter die zehn nächtigungsstärksten Gemeinden in Tirol. Sölden führt die Statistik mit 2,05 Millionen Nächtigungen an. Ischgl folgt mit 1,4 Millionen Nächtigungen auf Rang zwei. St. Anton platziert sich mit 1,04 Millionen Nächtigungen an dritter, Serfaus mit 780.000 Nächtigungen an sechster und Fiss mit 620.000 Nächtigungen an neunter Stelle.

Mit Kappl, Galtür, Nauders, Ladis und Kaunertal finden sich 5 weitere Gemeinden aus dem Bezirk Landeck unter den Top-50 in Tirol. "Der positive Saisonabschluss spiegelt die außerordentlichen Leistungen der Tourismuswirtschaft wider. In unserem Bezirk ist dieser Wirtschaftszweig ein unersetzlicher Arbeitgeber. Nach einer guten Saison wird wieder investiert, wie vielerorts bereits ersichtlich ist. Es gibt nur wenige Branchen in unserem Bezirk, die nicht vom Tourismus profitieren. Der Tourismus trägt wesentlich zum Wohlstand der Region bei und muss den nötigen Rückhalt der Bevölkerung erhalten“, bekräftigt WK-Bezirksobmann Anton Prantauer.

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