Klaus Maislinger: professionell & authentisch

Im Jahr 2011 absolvierte Klaus Maislinger seine Meisterprüfung und eröffnete noch im selben Jahr ein eigenes Fotostudio in Absam. Damit erfüllte er sich einen lang gehegten Traum und machte sein Hobby zum Beruf.

 „Das Unternehmertum wurde mir vermutlich in die Wiege gelegt. Mit der Kamera meines Vaters, der seit Jahrzehnten erfolgreich in der Skibranche tätig ist, sammelte ich meine ersten Erfahrungen in der Fotografie. Mit den Jahren wuchs die Leidenschaft und aus einem Hobby wurde schließlich mein Beruf", erzählt Klaus Maislinger, selbstständiger Fotograf und seit 2015 Innungsmeister-Stellvertreter.

Neben seinem betriebswirtschaftlichen Studium mit Schwerpunkt Marketing erprobte Maislinger bereits in jungen Jahren die Selbstständigkeit und arbeitete mit seiner eigenen Werbeagentur als Freelancer im Bereich Design und Grafik: „Ich fotografierte nebenher zum Spaß und wurde gelegentlich von Freunden gebeten da oder dort ein paar Aufnahmen zu machen. Mehr oder weniger durch Zufall bin ich immer mehr in das Metier hineingeraten und schon bald bekam ich neben Hochzeitsanfragen auch Aufträge von Firmenkunden." 2011 legte Maislinger seine Meisterprüfung ab, hängte die Agentur an den Nagel und verschrieb sich seitdem beruflich komplett der Fotografie.

„Die Fotografie ist sehr vielseitig und bietet im Privat- und Firmenbereich vielfältige Aufgabengebiete. Am Beginn meiner beruflichen Laufbahn wollte ich in allen fotografischen Genres Erfahrungen sammeln. Sehr bald entdeckte ich aber meine Stärke in der Hochzeitsfotografie, die ich inzwischen zwar weniger, aber immer noch sehr gerne mache. Mittlerweile aber liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit in der Werbefotografie und den Bereichen Architektur-, Food- und Produktfotografie.

Der Bereich der Privatkunden wurde mittlerweile innerhalb des Fotografenteams von Barbara und Martina übernommen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Baby- und Newbornfotografie sowie Portrait- und Familienbilder. Bei der Portrait- und der Hochzeitsfotografie liegt der wahre Wert der Bilder in den Emotionen und Erinnerungen, die wir festhalten. Oftmals erkennt man das erst in ein paar Jahren, deshalb ist es mir auch wichtig, dass unsere Bilder zeitlos und natürlich sind.

Maislinger bleibt seinem Stil treu

Firmenkunden haben andere Ansprüche an die Fotografie, dort zählt neben Kreativität und Professionalität in der Durchführung eines Auftrags natürlich die technische Perfektion. Auch der persönliche Bildstil ist entscheidend, von welchen Kunden man gebucht wird. Eines aber haben die Bilder aus beiden Bereichen gemeinsam: Sie müssen authentisch und ehrlich sein. Nur so kann man die Botschaft der Bilder wirklich verstehen.

Es gibt aber definitiv noch eine weitere Gemeinsamkeit: Hinter jeder professionellen Aufnahme steckt enorm viel Arbeit. Die Vorbereitung und das dazugehörige Konzept sind stets entscheidend. Bei der jeweiligen Ausführung hat der Fotograf einen konkreten Plan im Kopf, trotzdem ist es vor allem bei Personen und Kindern wichtig, spontan reagieren zu können. „Ein feines Gespür ist in unserem Beruf wesentlich. Menschen müssen sich öffnen, damit ich deren Charakter erkennen und abbilden kann. Viele setzen aus Nervosität eine ‚Maske‘ auf, doch ich versuche, in die Seele zu schauen und den Moment zu erwischen, in dem sie nicht ans Fotografieren denken. So hole ich die wahre Persönlichkeit aufs Bild", beschreibt Maislinger die psychologische Seite seiner Arbeit.

„Mir ist es ganz besonders wichtig, meinem Stil treu zu bleiben, denn das ist der Grund warum ich gebucht werde. Das bedeutet aber nicht in Stillstand zu verfallen, sondern im Gegenteil, ich entwickle mich ständig weiter. Gerade in den letzten Jahren gab es so viele neue Entwicklungen in der Fotografie, die unheimlich spannend sind. Man lernt nie aus, daher besuche ich regelmäßig Workshops und Fortbildungen, auch zu Themen, die mich nicht direkt betreffen. Ich finde Veränderung immer spannend. Räumlich steht als nächstes die Umgestaltung des Studios an", macht Maislinger neugierig auf die Zukunft.

Als Fotograf hat man eine große Verantwortung ist sich das Team rund um Klaus Maislinger bewusst: Martina Svehla-Moritz, Catharina Moritz-Maislinger und Barbara Trenker (v. l.). Als Fotograf hat man eine große Verantwortung ist sich das Team rund um Klaus Maislinger bewusst: Martina Svehla-Moritz, Catharina Moritz-Maislinger und Barbara Trenker (v.l.).

»Weitere Informationen: Studio Klaus Maislinger

Was hat Sie dazu motiviert, Funktionär zu werden?

Innungsmeisterin Irene Ascher hat mich 2013 angerufen und gefragt hat, ob ich als kooptiertes Mitglied in der Innung mitarbeiten möchte. Ich habe mich über die Einladung sehr gefreut und glaube, dass ich sogar noch am Telefon spontan zugesagt habe. Bereut habe ich es jedenfalls bis heute nie.

Worauf sind Sie in Ihrer Funktionärstätigkeit stolz?

Wirklich stolz bin ich auf die tolle Zusammenarbeit mit allen Kollegen im Ausschuss. Unabhängig welcher politischen Fraktion man angehört oder ob man im Berufsalltag im einen oder anderen Bereich vielleicht Konkurrent ist – es wird gemeinsam als Team für die Tiroler Fotografen gearbeitet.

Welche Ziele verfolgen Sie als Funktionär?

Ich denke, das wichtigste Ziel ist, unsere Mitglieder so gut wie möglich zu unterstützen und solide Aus- und Weiterbildungen zu forcieren. Neben Workshops und Fortbildungen ist die fundierte Grundausbildung junger Fotografen maßgebend. Ob mit Lehre und Berufsschule oder mit Grundkurs und Meisterklasse, bei beiden Varianten hat man ein gutes Fundament, um später erfolgreich arbeiten zu können.

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