Jubiläum: 125 Jahre Tusch Installationen

Seit 125 Jahren ist der Haller Installationsbetrieb Tusch verlässlicher Partner für individuelle Planung sowie persönliche Beratung bei Heizung, Sanitär, Alternativenergie und Gebäudetechnik.

Die Tusch Installations GmbH feiert heuer Geburtstag: 125 Jahre voller Höhen und Tiefen hat das Familienunternehmen bereits auf dem Buckel. Alles begann Ende des 19. Jahrhunderts als der Firmengründer Illuminato Ghedina von Cortina nach Innsbruck übersiedelte und sich 1893 in Hall als selbstständiger Kupferschmied niederließ. Anfänglich stellte er hauptsächlich Kessel für Schnapsbrenner her, doch im Laufe der Zeit stieg er ins Heizungsbau-Geschäft ein. „Alois Tusch, mein Großvater, heiratete schließlich die Tochter von Ghedina und schlug den Weg ins Installationsgewerbe ein. Seit damals wird der Betrieb von unserer Familie geleitet und führt auch unseren Namen", erzählt Geschäftsführer Johannes Tusch von der Entstehung.

Wasser, Wärme, Klima, Gas – seit Jahrzehnten ist das Aufgabengebiet des Unternehmens schon breit gefächert und so ist es auch nicht verwunderlich, dass der ursprüngliche Standort nahe der Haller Kirche Anfang der 70er Jahre bald aus allen Nähten platzte und eine Erweiterung der Räumlichkeiten nötig machte. „In der Zollstraße ließ mein Vater ein neues Firmengebäude erbauen, doch leider verstarb er noch vor der Fertigstellung. Für meine Mutter begann durch die zurückgelassene Schuldenlast eine schlimme Zeit, welche sie nur mit viel Fleiß und Sparsamkeit und unter Mithilfe aller Familienmitglieder übertauchen konnte", blickt Tusch auf die Phase in seinem Leben zurück, in welcher er selbst gerade sein Studium in München absolvierte. Kurz darauf erlangte Tusch seinen Abschluss als Diplomingenieur und verfügte nun über die nötigen Konzessionen, um als Geschäftsführer den Betrieb zu übernehmen.

Der Name Tusch ist in der Region bekannt

Ganz nach dem Motto „Kein Anliegen zu klein – kein Problem zu groß" werden Kleinstreparaturen im privaten Sanitär- und Heizungsbereich ebenso erledigt wie Aufträge für mittelgroße Industrieanlagen. Aktuell bewältigen insgesamt 25 Mitarbeiter 1.000 Einsätze pro Jahr. Neben dem stressigen Alltag wird jedoch großer Wert auf ein angenehmes Betriebsklima und kompetente Lehrlingsausbildung gelegt: „19 der derzeit 20 Vollzeitangestellten wurden bereits bei uns ausgebildet. Wir wissen, dass Mitarbeiter unser höchstes Gut sind."

Geschäftsbeziehungen werden ebenfalls über lange Zeiträume hinweg gepflegt. Auftraggeber sind neben Privatkunden häufig auch die öffentliche Hand oder Großunternehmen im Bereich Hall und Umgebung. Durch die Technik und das verwendete Material hat sich allerdings bei der Tätigkeit des Installateurs im Laufe der Zeit viel geändert. „Früher gab es nur Heizung und Bad inzwischen sind technische Geräte wie Klimaanlagen oder Solaranlagen hinzugekommen aber auch die Geschwindigkeit und Mobilität sind angestiegen. Was einst noch mit Leiterwagen erledigt wurde, bewerkstelligen heute leistungsstarke Maschinen", stellt Johannes Tusch fest und führt weiter aus: „Einen offiziellen Notdienst haben wir nicht mehr, aber unser Name ist in der Region bekannt und für Stammkunden sind wir nahezu rund um die Uhr erreichbar."

Vierte Generation am Zug

Mittlerweile ist bereits die vierte Generation im Unternehmen tätig. Elisabeth Pfeifhofer (geb. Tusch) hat als „Mädchen für alles" die Agenden ihrer Großmutter übernommen und ist hauptsächlich für Bürotätigkeiten zuständig. Ihr Bruder Sebastian Tusch hat die technische Laufbahn eingeschlagen und 2010 den Installateurmeister erlangt. „Mir sind alle Optionen offen gestanden und ich bin nie zu etwas gedrängt worden, deshalb habe ich mich erst recht spät für diese Variante entschieden", erklärt Sebastian Tusch, der im täglichen Montage-Geschäft an vorderster Front mit dabei ist, aber auch nach und nach die Aufgaben seines Vaters als geschäftsführender Gesellschafter übernimmt.

Denn Johannes Tusch ist langsam aber sicher auf dem Rückzug und möchte voraussichtlich in zwei Jahren das Feld komplett seinen beiden Kindern überlassen. Als Berater wird er zwar weiterhin zur Verfügung stehen, aber nur wenn seine Meinung explizit gefragt ist. Für die nahe Zukunft sind sich Vater und Sohn einig: „Wir möchten nicht expandieren, sondern am Boden bleiben und den Familienbetrieb weiterhin so erhalten, dass auch die nächste Generation noch Freude daran hat."

Bild oben: Bis zu 25 Mitarbeiter beschäftigt die Firma Tusch. Ein gutes Betriebsklima ist für Johannes (l.) und Sebastian Tusch (m.) oberste Priorität.

»Weitere Informationen: Tusch Installations GmbH

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