Spezialitäten aus der Region für die Region

Milch, Fleisch und Köstlichkeiten von der Alm - in der Modellregion Landeck treffen sich Landwirtschaft und Tourismus am Teller.

In Bezirk Landeck trifft eine äußerst kleinstrukturierte und vom Nebenerwerb dominierte  Landwirtschaft auf einen starken Tourismussektor und großes Absatzpotenzial für regionale Produkte. „Diese Chance wollen wir mit dem Projekt ‚Modellregion Landeck‘ nutzen und durch die Zusammenarbeit von Tourismus und Landwirtschat eine nachhaltige Stärkung für den regionalen Wirtschaftsstandort und Arbeitsmarkt erreichen“, erläutert LHStv Josef Geisler zum Auftakt der Modellregion Landeck. 1.800 bäuerliche Familienbetriebe mit durchschnittlich vier Milchkühen stehen im Bezirk Landeck 2.200 Tourismusbetrieben mit 62.000 Gästebetten, über 8,6 Millionen Nächtigungen und rund 6.000 Beschäftigten gegenüber.  Die Initiative für eine stärkere Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Tourismus kommt aus der Region –  allen voran von Bezirksbauernobmann Elmar Monz – wurde von der Agrarmarketing Tirol weiterentwickelt und wird über den Landeskulturfonds finanziert. „Bei so breiter Unterstützung ist der Erfolg eigentlich vorprogrammiert“, sieht Geisler in der Modellregion schon jetzt ein Leuchtturmprojekt. Die Aufgabe sei aber nicht zu unterschätzen, gilt es doch bäuerliche Produzenten, Verarbeitungsbetriebe, Logistik und Abnehmer unter einen Hut zu bringen.

Mehrwert für die Region

Unterstützung für die Modellregion und ein klares Bekenntnis zur Regionalität kommt unter anderem von der Wirtschaftskammer Landeck. „Wir sind überzeugt, dass die heimischen Produkte alle ihren Platz im Bezirk Landeck finden können. Wir sind gerne Bindeglied zwischen der Unternehmerschaft und diesem tollen Projekt“, bekräftigt WK-Obmann Toni Prantauer. Damit das Miteinander funktioniert, brauche es schnelle Lieferungen, anhaltende Qualität sowie ausreichende Kapazitäten. „Regionalität bei Lebensmittel ist DER Trend. Das haben viele Unternehmer erkannt und hoffen auf entsprechende Verfügbarkeit. Wir sind überzeugt, dass das machbar ist“, so Prantauer.

Viel Potenzial

Mit dem gelernten Molker- und Käsermeister Bernhard Pircher aus See hat die Modellregion seit März einen Projektkoordinator. Er nennt die Entwicklung eines regionalen, kulinarischen Profils und die Vermarktung von hochwertigen Produkten aus der Region mit ihren besonderen Spezialitäten als erste Schwerpunkte für den Start der Modellregion Landeck. „Mit den vier bestehenden Dorfsennereien Flirsch, Grins, Ried und See und einigen Direktvermarktern haben wir im Milchbereich ein solide Basis. Und die Almen im Bezirk bieten Produkte mit Qualität und Geschichte“, freut sich Pircher.  Viel Potenzial gerade auch für bäuerliche Nebenerwerbsbetriebe sieht Pircher in der Fleischproduktion. In Zusammenarbeit mit den regionalen Schlachtstätten und Metzgern will er die bestehenden Qualitätsfleischprojekte unterstützen und den Absatz vor der Haustüre vorantreiben. „Die kleinstrukturierte Landwirtschaft bietet hier die Chance, dem Wunsch des Konsumenten in puncto Glaubwürdigkeit und Authentizität gerecht zu werden“, ist sich Pircher sicher.

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