Sattes Plus zur Halbzeit-Bilanz

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Von November 2017 bis Jänner 2018 erreichte der Bezirk Landeck knapp 2,4 Mio. Nächtigungen. Im Vergleich zum Vorjahr weist die Wintersaison zur Halbzeit-Bilanz ein sattes Plus von 6,1 % auf. In Summe sind das 140.000 Nächtigungen mehr.

Die Ankünfte haben in diesem Zeitraum um 5,3 % auf 503.000 zugenommen. 25.000 Gäste mehr als im Vorjahr wurden verbucht. Die Aufenthaltsdauer liegt unverändert bei durchschnittlich 4,8 Tagen.

„Die perfekte Winterstimmung kombiniert mit den großartigen Leistungen der Touristiker verschafft uns derzeit einen Gästezuwachs wie schon lange nicht mehr. Ohne unsere erstklassige Infrastruktur, hervorzuheben sind hier vor allem die Seilbahnen, wäre dies nicht machbar. Rekorde sind schön, dürfen aber nicht die Messlatte sein. Vielmehr ist es wichtig, den Qualitätstourismus aufrecht zu erhalten und ein dementsprechendes Preisniveau zu erzielen. Ein Impuls in diese Richtung ist die Rücknahme der Zusatzbelastung für den heimischen Tourismus seitens der Regierung. Die Steuersenkung bei Nächtigungen von 13 auf 10 Prozent wird für die kommende Wintersaison endlich umgesetzt“, zeigt sich Otmar Ladner, WK-Bezirksstellenleiter, erfreut.

Ausgezeichneter Jänner

Der Saisonstart im November war mit +3,3 % sehr gut. Der Dezember bescherte ein Plus von 7,2 % und knapp 60.000 Nächtigungen mehr als im Vorjahr. Der Jänner konnte das hohe Nächtigungsniveau der Vorjahre toppen. Mit 1,5 Mio. Nächtigungen hebt sich Landeck tirolweit ab und fährt ein Plus von 5,6 % ein. Noch nie konnten so viele Nächtigungen im Bezirk verzeichnet werden. Schwaz als zweitstärkster Bezirk erzielt 1,3 Mio. Nächtigungen (+5,4 %). Es folgen Kitzbühel mit 900.000 (+5,5 %), Imst mit 830.000 (+3,5 %) und Innsbruck-Land mit 600.000 (+2,0 %) Nächtigungen. Serfaus legt mit +10,9 % im Jänner landesweit am stärksten zu. Auch Fiss kann sich über +7,6 %, Ladis über 13,1 %, Ischgl über +2,7 % und Kappl über +7,0 % freuen.

„Die Zahlen sind erfreulich. Die bessere Feiertagslage zu Weihnachten schlägt sich heuer natürlich zu buche. Das klassische Jänner-Loch gibt es nicht mehr. Ich verweise jedoch abermals auf die Tatsache, dass nicht die Zahl der Nächtigungen, sondern die wirtschaftliche Ertragskraft der Betriebe zentraler Indikator für die touristische Bilanz ist“, betont Alexander von der Thannen, Hotelier in Ischgl und Tourismussprecher für den Bezirk Landeck in der Wirtschaftskammer.

Halbzeit-Bilanz

Mit 570.000 Nächtigungen (+2,9 %) ist Ischgl die nächtigungsstärkste Gemeinde im Bezirk und reiht sich nach Sölden mit 890.000 Nächtigungen (+1,9 %) an die 2. Stelle der Landesstatistik. St. Anton folgt mit 404.000 Nächtigungen (+6,1 %) an 3. Stelle. Serfaus liegt mit 308.000 (+12,3 %) und Fiss mit 250.000 (+9,6 %) ebenso unter den Top-Ten in Tirol. Kappl erzielt 160.000 (+5,0 %), Galtür 121.000 (+5,3%), Nauders 120.000 (+3,7 %) und Ladis 81.000 (+12,0 %) Nächtigungen.

Das Plus in der Halbzeit-Bilanz streut sich quer durch die Gemeinden des Bezirkes. Minusergebnisse sind nur vereinzelt zu finden. Kaunertal hat vorab -3,0 % und die Bezirkshauptstadt Landeck -6,3 % zu verzeichnen.

„Das Ergebnis des traditionell stärksten Wintermonats steht noch aus. Die Februarzahlen wirken sich meist entscheidend auf das Gesamtergebnis aus. Die Zwischenbilanz sollte man nicht überbewerten. Der Blick auf die zweite Saisonhälfte stimmt jedoch zuversichtlich. Der frühe Ostertermin kommt gelegen. Noch ist die Buchungslage zurückhaltend. Die Gäste warten Schnee- und Wetterberichte ab und buchen immer kurzfristiger“, so von der Thannen.

„Unabhängig davon was die zweite Saisonhälfte bringt, ist es wichtig, dass wir alle – egal ob Touristiker oder nicht – hinter unserem Tourismusbezirk stehen. Denn man möchte sich gar nicht ausmalen was wäre, wenn uns plötzlich keine Gäste mehr besuchen würden. Unser Bezirk ermöglicht uns in diese Richtung so viel, dass wir alle mit Überzeugung und Motivation dabei sein sollten. Vielleicht müssen wir gerade in diesem Bereich noch an uns arbeiten und gemeinsam an einem Strang ziehen“, motiviert Ladner.

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